Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. 4.48 Psychose ist das fünfte und letzte Stück britischen Dramatikerin Sarah Kane . Die Uraufführung erfolgte posthum im Juni 2000 im Royal Court Jerwood Theatre Upstairs der Regie von James Macdonald.
Kane führt keine handelnden Personen auf. 4.48 Psychose ist eine Aneinanderreihung von Monologen Zahlenketten Dialogen ohne Rollenverteilung. In vermutlich äußerst autobiographischen beschreibt das Stück die Erfahrungen einer Person depressiven Schüben Suizidversuchen und therapeutischer Behandlung. Den durchströmt eine dichte Bilderwelt; der Leser bzw. wird mit der Wahrnehmung des depressiven bzw. Bewusstseins konfrontiert. Dementsprechend fragmentiert erscheint der Text Stückes. Es treten zwar Beschreibungen von Handlungen Diagnosen und von Dialogen auf doch lassen diese in keinen gültigen chronologischen Ablauf setzen. 4.48 Psychose ist Poesie in Form eines aufs verdichteten Textes.
Sarah Kane gelingt es in zerstückelter Weise dem Text eine Logik zu verleihen. Titel bezeichnet den Moment der klarsten Wahrnehmung die Autorin in ihrer letzten depressiven Phase um 4:48 Uhr morgens erfuhr. Befreit vom ruhigstellender Medikamente fühlte sie sich zu klaren und Artikulationen fähig. Bemerkenswert ist in diesem dass Kane das Stück in der Zeit heftigen depressiven Schubs schrieb. Der Leser bzw. erhält also Einblick in das wahnhafte Bewusstsein Figur das teilweise sicherlich mit dem der gleichzusetzen ist. Eine einheitliche Form in der lässt sich durch die abrupten Wechsel von zu Dialog zu Zahlen- und Wortketten nicht
James Macdonald ließ in der Uraufführung Text von drei Personen - zwei Frauen einen Mann - spielen. Der Aufruhr um Suizid der Autorin der kurz nach Beendigung Stückes erfolgte bescherte der Aufführung große Popularität. wurde die Spaltung eines Menschen in Opfer und Zuschauer - dargestellt durch die drei Gemeinhin wird 4.48 Psychose als schlüssiger Abschluss der Gesamtheit der von Sarah Kane gesehen - die Auflösung Perspektiven und die verzweifelte Suche nach Liebe einer Lösung der Begierde (wie auch schon in Gier thematisiert) finden ein Ende in der Auflösung sowohl der Person im Stück als der Autorin selbst.