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A priori


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Der philosophische Begriff a priori (lat. vom Früheren her) beschreibt Erkenntnisse nicht durch Erfahrungen oder Wahrnehmungen gewonnen werden deren Wahrheit feststeht bevor - möglicherweise trügerische - Sinneswahrnehmungen in der Argumentation verwendet werden.

Der Begriff a priori wurde hauptsaechlich Platon geprägt und hat seitdem eine große bei vielen Philosophien gefunden.

Die erkenntnistheoretische Bedeutung des Begriffes a priori?

Das Gehirn ist als informationsverarbeitendes System kein leerer in den wahllos alle Informationen aufgenommen werden die Speicherkapazität erschöpft ist. In unserem Gehirn es bereits eine Vielzahl von Filtern und und Informationsverdichtungsschritte die es ermöglichen anwendbares Wissen schnelle Reaktionen zu gewinnen. Diese vorgegebenen Strukturen Gehirns haben sich im Laufe der Evolution herausgebildet und immer neuen Herausforderungen der angepasst. Diese a priori Strukturen unseres Denkens eine ganz neutrale Aufnahme von Sinnesinformationen andererseits schützen sie Gehirn vor Nebensächlichkeiten und Trimmen das Denken in erfolgversprechende Bahnen.

Zur Verwendung des Begriffs a priori Immanuel Kant


In der Philosophie bei Immanuel Kant sinnverwandt mit unabhängig von aller Erfahrung aus der Vernunft durch logisches Schließen Erkenntnis (bzw. die aus bereits vorliegenden Erkenntnissen neue Erkenntnis ohne daß bei ihrem Zustandekommen Erfahrung eine Rolle gespielt hätte).

Für Kant bedeutet jede eigentliche Erkenntnis a priori d.h. rein ausschließlich aus Formen der Anschauung (Raum und Zeit) und des Verstandes den Kategorien) und der Vernunftbegriffe gewonnen.

Sie stammt nicht aus der Erfahrung aber erst Erfahrungserkenntnis indem sie ihr notwendigen allgemeingültigen Charakter verleiht. Sie geht sachlich-logisch jeder voraus d.h. liegt vor aller Erfahrung und gesehen folgt sie ihr jedoch nach.

Apriorische Erkenntnis findet bei Kant ihr nicht in oder an der Erfahrung sondern Begriff einer Sache oder vor allem im des menschlichen Erkenntnisvermögens dessen Formen die reinen (Raum und Zeit) und die reinen Verstandesbegriffe sind.

Kant bestreitet damit nicht daß alle mit der Erfahrung wächst und durch die vermittelt wird entwickelt jedoch die These daß jeder Erkenntnis ein logisches oder tranzendentales eben Moment hinzukommen muß: das Formale in Gestalt reinen Anschauungsformen und reinen Verstandesbegriffe die die die Erfahrung gegebene Materie der Erkenntnis erst eigentlicher wissenschaftlicher d.h. allgemeingültiger und notwendiger (nicht den Einzelfall geltender) Erkenntnis gestalten.

Apriorische Erkenntnis führt „durch und durch Gewißheit d.i. absolute Notwendigkeit bei sich“ beruht auf keinen Erfahrungsgründen“ ist „mithin ein reines der Vernunft überdem aber durch und durch (aus: Kant Prolegomena - Zu einer jeden künftigen Metaphysik als Wissenschaft wird auftreten können 1783 ).

  

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