Im Alter von 18 Jahren reist Abdul Qadir Gilani nach Bagdad um seine traditionelle islamische zu vertiefen. Er studiert Islamisches Gesetz ( Scharia ) bei Qadi Abu Said Mahrami Literatur bei Abu Zakariya und die Hadith -Literatur bei Bakr al-Muzaffar .
Weil er sich ebenfalls stark mit Sufismus beschäftigt bricht Abdul Qadir Gilani später seine Studien ab und begibt sich einen einsamen Ort in der Nähe Bagdads. lebt er für die nächsten 25 Jahre einsamer Asket .
Während dieser Zeit besucht er regelmäßig Tekke in Bagdad die von dem Sufi Said al-Mubarak geleitet wird. Abdul Qadir Gilani wird dort als Derwisch akzeptiert später er aber eine eigene Tekke. Diese hat bald einen sehr guten Ruf und erfährt einen regen Zulauf.
Es wird erzählt dass Abdul Qadir Gilani durch seine Predigten eine solche Menschenmenge dass er unter freiem Himmel zu ihr muss weil keine Gebäude ausreichend Platz bietet. möglicherweise bemerkenswertesten Eigenschaften sind Toleranz und Nächstenliebe . Beispilsweise findet man in keinem seiner Werke auch nur ein schlechtes Wort der gegenüber dem Christentum . Generell gelten die Anhänger Abdul Qadir Gilanis noch bis in die Gegenwart als tolerant und fortschrittlich zwar in der Nähe Orthodoxie angesiedelt aber weit entfernt von Fanatismus egal ob religiöser oder politischer Art.
Es dauert nicht lange und Abdul Qadir Gilanis Ruhm erreicht unglaubliche Ausmaße. Er wird muhyi du-din ( Wiederbeleber der Religion ) genannt denn aufgrund einer Legende hilft eines Tages einer schwachen und elenden Person die er völlig erschöpft am Straßenrand vorfindet versorgt diesen Menschen zusätzlich mit einer Mahlzeit. anschließend wieder zu Kräften gekommene enthüllt ihm er „die Religion des Islam“ sei wodurch Abdul Qadir Gilani zu diesem Ehrennamen gelangt.
Sein Grab in Bagdad ist noch eine stark frequentierte Pilgerstätte frommer Muslime die hauptsächlich aus dem indo-pakistanischen Raum Die Pilger die dort oft wochenlang bleiben schweigend mit einem kleinen Besen umher und das Heiligtum . Es heißt nämlich dass es als höchst verdienstliches Werk angesehen wird die Schwelle Heiligen zu fegen.