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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 27. Februar 2017 

Achalasie


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Als Achalasie wird generell eine Funktionsstörung jener Anteile glatten Muskulatur von Hohlorganen bezeichnet die eine Verschlussfunktion


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Inhaltsverzeichnis

Definition

Selten ist damit im urologischen Bereich Zustand gemeint bei dem sich infoge einer der Blasenschließmuskel nicht öffnet.
Im Allgemeinen wird damit die Unfähigkeit unteren Ösophagussphinkters bezeichnet sich für den Durchtritt Bissens in den Magen ausreichend zu öffnen wobei allerdings auch Motilität der gesamten Speiseröhre gestört sein kann.

Häufigkeit

Die Achalasie ist eine seltene Erkrankung einer Inzidenz von ca. 1:100.000 ohne Bevorzugung eines Das typische Erkrankungsalter liegt zwischen 25 und Jahren. Weniger als 5% der Patienten sind

Ursache

Die Ursache dieser Störung ist letztlich bekannt. In den betroffenen Abschnitten der Speiseröhre die Nervenzellen vermindert oder gänzlich verschwunden bzw. Lymphozyten ersetzt.

Symptomatik

Leitsymptom der Erkrankung sind Schluckstörungen . In der Regel nehmen die Symptome Fortlauf der Erkrankung stetig zu. Zusammengefasst treten der Achalsie folgende Symptome auf:
  • Schluckbeschwerden ( Dysphagie )
  • Regurgitation
  • retrosternaler Schmerz der häufig auf das Herz wird
  • Aspirationen d. h. Übertritt von Speisebrei in Luftröhre
  • Gewichtsverlust selten Mangelernährung v. a. bei Kindern

Diagnose

Im Frühstadium ist die Manometrie ( Druckmessung ) in unterschiedlichen Abschnitten der Speiseröhre die der Wahl; im Spätstadium zeigt die Röntgenuntersuchung mit Kontrast-Schluckbrei (Barium-Brei) charakteristische Befunde u. das Bild des Nussknacker-Ösophagus siehe [ hier ]. Dennoch kann kann man sich nicht diese Untersuchungen alleine verlassen wenn man auch Ursachen einer Schluckstörung ausschließen möchte. Somit ist eine Endoskopie bzw. Gastroskopie ("Magenspiegelung" wobei man mit dem Endoskop beim Vorliegen der Achalasie nicht bis den Magen gelangen kann) des oberen Verdauungstraktes in der Routinediagnostik zu fordern.

Geschichte

Im Jahre 1672 behandelte Sir Thomas Willis vermutlich eine erstmals erfolgreich durch Dehnung der Speiseröhre mit Walknochen. 1881 beschrieb Johann von Mikulicz diese Erkrankung als Folge eines Kardiospasmus wies damit als erster auf die Komponente Funktionsstörung. 1929 erkannten Hurt und Rake das Problem Versagen des unteren Ösophagussphinkters bezüglich seiner Öffnungsfunktion. führten auch den Begriff der "Achalasie" in Medizin ein. Anfang der 90er Jahre des Jahrhunderts wurde mit der Entwicklung der minimal Chirurgie auch die Behandlung der Achalasie revolutioniert.

Therapie

Ursächlich ist Achalasie bis heute nicht jedoch gibt es einige Möglichkeiten den Betroffenen Nahrungsaufnahe und damit auch das Leben leichter machen:

Es stehen als medikamentöse Maßnahme Calciumantagonisten Nifedipin zur Verfügung. In einer neueren Studie Sildenafil eine längere Wirksamkeit als Calciumantagonisten bei nur moderater Besserung der Beschwerden. Nitrate werden immer wieder als hilfreich erwähnt dass dies bislang durch eindeutige Studien belegt - siehe hier .

Durch durch endoskopische Infektion von Botox Botulinumtoxin ) - etwa 100 bis 200 mg in 4 bis 8 Portionen - in wird der Muskel teilweise gelähmt so das Öfnung in der Magen erweitert wird und für den Nahrungsbrei wieder besser passierbar die hält jedoch nur etwa 10 bis 16

Die physische Dehnung (Ballondilatation des unteren durch Ballonkatheter zerreist den Kardiamuskel und die wird weiter die Behandlung ist relativ schmerzhaft mit dem nicht zu kleinem Risiko der belastet diese erfordet sofortige Notoperation.

Als chirurgische Therapieoption wird zunehmend die laparoskopische Kardiomyotomie mit Fundoplikatio angewandt die durch erfahrenen Chirurgen vollbracht heute die besten Langzeitresultate

Weblinks




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