Adam von Trott zu Solz stammte einem nordhessischen Adelsgeschlecht das seit mehreren Generationen und Politiker hervorgebracht hatte. Sein Vater August Trott zu Solz war von 1909 bis preussischer Kultusminister. Adam von Trott studierte nach Abitur in Hann. Münden ab 1927 in München Göttingen und Berlin Rechtswissenschaft . Nach seiner Dissertation 1931 erhielt er ein Cecil-Rhodes-Stipendium zur Fortsetzung seiner Studien in Oxford am Balliol College die er mit dem Bachelor of abschloss. Seine dort begründeten Verbindungen versuchte er des zweiten Weltkriegs zu nutzen. Nach dem Assesssorexamen ( 1936 ) und Aufenthalten in den USA und wurde er - nachdem er lange einer Karriere zugeneigt hatte - 1940 Beamter (zuletzt im Rang eines Legationsrats) Auswärtigen Amt. Dort kam in in Kontakt Hans von Dohnanyi und über diesen zu Dietrich Bonhoeffer deren Gegnerschaft zum Nationalsozialismus er aus christlicher Überzeugung teilte. Um Schein eines regierungstreuen Beamten zu wahren trat 1940 in die NSDAP ein.
Seine Tätigkeit erlaubte es ihm für Widerstandsgruppe internationale Kontakte zu knüpfen. Sein vorangegangener 1939 bei Besuchen in London und New ausländische Unterstützung für den Widerstand und die der Appeasement-Politik zu erreichen misslang. Für den Kreisauer Kreis zu dessen innerem Führungskreis er seit gehörte verfasste von Trott eine Denkschrift zur Außenpolitik über die er auch auf der Haupttagung des Kreises referierte. Seine mehrfachen Versuche den Widerstandskreis Sondierungen für Friedensgespräche mit der Regierung anzubahnen scheiterten an den dortigen Zweifeln der Aufrichtigkeit der Angebote die nicht zuletzt genährt wurden dass von Trott zu Solz seine Mitstreiter nicht bereit waren die von Hitler besetzten Gebiete zu räumen. Daher war vom Kreisauer Kreis erhoffte - dem alliierten der bedingungsosen Kapitulation widersprechende - Zusicherung dass Alliierten einen Staatsstreich in Deutschland nicht militärisch würden nicht zu erlangen. Auch zum sozialdemokratischen unterhielt von Trott Kontakte noch im Juni konnte Adam von Trott zu Solz in mit Willy Brandt zusammen treffen. Auch über ihn konnte aber keine Kontakte des Kreisauer Kreises zur Sowjetunion herstellen.
Nach dem gescheiterten Attentat und Umsturzversuch 20. Juli 1944 bei dessen Gelingen Adam von Trott Solz als Staatssekretär im Auswärtigem Amt und gegenüber den Alliierten eingeplant war wurde er Aufdeckung der Verbindung der Gruppe um Claus Schenk Graf von Stauffenberg - mit dem er befreundet war die Nacht vom 19. zum 20. Juli verbracht hatte - zum Außenministerium am 25. 1944 verhaftet am 18. August 1944 durch Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 26. 1944 durch Erhängen hingerichtet.
Henry O. Malone Adam von Trott zu Solz: Werdegang eines 1909 - 1938 . Siedler Verlag 1986 ISBN 3886801314
Klemens von Klemperer (Hrsg.) A Noble Combat - The Letters of Grant Duff and Adam von Trott zu 1932 - 1939 . 1988 ISBN 0198229089
Andreas Schott Adam von Trott zu Solz: Jurist im Verfassungsrechtliche und staatspolitische Auffassungen im Kreisauer Kreis. Paderborn: Schönigh 2001 ISBN 3506733974
Tobias Roh Widerstand und Internationale Beziehungen. Die außenpolitischen Initiativen Adam von Trott für die deutsche Opposition - 1944. Tectum Verlag 2003 ISBN 3828884849
Clarita von Trott zu Solz Adam von Trott zu Solz . Hentrich 1994 ISBN 3894681179
Henric L. Wuermeling Doppelspiel - Adam von Trott zu Solz Widerstand gegen Hitler . DVA 2004 ISBN 3421058229