Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die Aeneis (auch Äneide ) ist die von Vergil auf der Grundlage früherer Überlieferungen gestaltete Sage über Aeneas ' Flucht aus dem brennenden Troja und seinen Irrfahrten die ihn schließlich Latium führen wo er zum Stammvater der wird. Die Aeneis erzählt also einen der Gründungsmythen des römischen Reiches .
Die ersten sechs Bücher dieses Epos von der Flucht des trojanischen Helden Aeneas nach dem Fall seiner Stadt und Fahrt nach Latium . Auf der Reise treibt ihn ein an die Küste des neugegründeten Karthago dessen Königin Dido ihn gastlich aufnimmt. eine Intrige der trojanerfeindlichen Göttin Juno verliebt sie unsterblich in Aeneas. Doch Jupiter erinnert Aeneas an seine Pflichten - verläßt er Karthago was Dido in den treibt. Doch zuvor schwört sie Rache und so die Grundlage für den späteren Konflikt Rom und Karthago. Als er Cumae in Latium erreicht befragt Aneas die cumäische Sybille die ihn durch die Unterwelt führt. begegnet Aeneas seinem verstorbenen Vater Anchises der ihm in einer Heldenschau die großen Persönlichkeiten des römischen Reiches vorführt.
Diese ersten sechs Bücher der Aeneis viele Motive aus Homers Odyssee auf (z.B. Seesturm Irrfahrten Abstieg in Unterwelt) so dass man von der "odysseischen" der Aeneis spricht. In den weiteren sechs die die Kämpfe in Latium beschreiben orientiert sich an der Ilias so dass man den zweiten Teil Aeneis als "iliadische" Hälfte bezeichnet. Aeneas gelangt seinen Gefährten nach Latium. Dort wird er dem Latinerkönig Latinus freundlich aufgenommen der ihm seine Tochter Lavinia verspricht. Doch auch Turnus der König der Rutuler hofft auf Ehe mit Lavinia. Von der von der Allecto aufgehetzt zettelt er einen Krieg an beiden Seiten herbe Verluste bringt. Ausgestattet mit göttlichen Waffen findet Aeneas Verbündete in dem Tarchon und dem Griechen Euander von Arkadien einzigen Sohn Pallas Turnus in einem Zweikampf Trauer und Wut ergreifen Aeneas der sich den Schutz des Pallas verantwortlich fühlt. Schließlich es ihm Turnus zum Zweikampf zu stellen. göttlicher Hilfe besiegt er Turnus; als er dessen Brust das Wehrgehenk des Pallas erblickt Turnus als Kriegsbeute umgelegt hatte tötet er um Gnade flehenden.
Vergil starb ohne die Aeneis vollenden können. Augustus befahl seinen Nachlassverwaltern Varius und Vergils Wunsch nach ihrer Vernichtung zu missachten die Aeneis so wenig bearbeitet wie möglich veröffentlichen. So sind in dem Werk zahlreiche stehengeblieben; das tatsächliche Ausmaß der Überarbeitung der durch Vergils Dichterkollegen ist jedoch schwer zu und in der Forschung umstritten. Auch unvollendet die Aeneis sofort als Meisterwerk erkannt. Sie ein Epos auf die Größe Roms und die niemals endende Herrschaft ("imperium sine fine") Römer. Zugleich wirbt die Aeneis um Mitgefühl die Opfer der römischen Hegemonie die im und Intrigenspiel der Götter im sinnlosen Aufbegehren gegen das Schicksal ("fatum") ihr Leben lassen. den modernen Leser mag Aeneas' bedingungslose Hingabe sein Ziel und seine starke Bindung an wie seinen Vater Anchises und an die der Götter fast abstoßend wirken; doch hat in der Gestalt des Aeneas die Person Princeps Augustus typologisch präfiguriert und einen Helden der sich nicht durch kriegerisches Draufgängertum auszeichnet durch sein Pflichtbewutsein ("pietas") das ihn alle Belange hintan stellen läßt.