Die Afrotheria sind eine molekulargenetisch festgelegte Überordnung innerhalb der Unterklasse der höheren Säugetiere . Sie umfassen etwa 80 Arten. Der recht inhomogen anmutenden Gruppe gemeinsam ist die Herkunft aus Afrika wo sich vom asiatischen Elefanten einer Schliefer -Art und den Seekühen abgesehen noch heute ihr Lebensraum befindet. dem Auseinanderbrechen des Superkontinents Gondwana in der Kreidezeit vor etwa 105 Millionen Jahren haben sich vermutlich von allen anderen Gruppen der Säugetiere getrennt entwickelt bis sich vor etwa bis 40 Millionen Jahren durch die Annäherung an Europa und Asien wieder die Möglichkeit zur durch andere Säugetiergruppen ergab. Ihr gemeinsamer Vorfahr vermutlich ein waldlebender Insekten- oder Pflanzenfresser.
Von den genetischen Merkmalen welche die definieren abgesehen ist das auffälligste gemeinsame Charakteristikum langgezogene gegenüber Berührung empfindliche und oft bewegliche Es ist allerdings unklar ob diese Ähnlichkeit einfach Folge konvergenter Evolution ist.
Das kleinste zu den Afrotheria gehörige ist der kleine Langschwanztenrek ( Microgale parvula ) mit einem Gewicht von lediglich 5 der afrikanische Elefant ( Loxodonta africana ) ist dagegen mit seinem Gewicht von zu 5 Tonnen das größte Landsäugetier.
In der Ökologie der Afrotheria zeigen bemerkenswerte Parallelentwicklungen zu anderen Säugetiergruppen. So ähneln Erdferkel den Großen Ameisenbären ( Myrmecophaga tridactyla ) die Tenrekartigen den Insektenfressern (Insectivora) oder die Elefanten den Paarhufern (Artiodactyla) und Unpaarhufern (Perissodactyla).