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Albigenserkreuzzug


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Der Albigenserkreuzzug ( 1209 - 1229 ) war Teil der kirchlichen Bekämpfung der Katharer und zudem der erfolgreiche Versuch der Krone ihre Macht im südlichen Teil des durchzusetzen. Weil die katharische Glaubenslehre vor allem der Gegend der Stadt Albi verbreitet war wurde diese Gemeinschaft auch Albigenser bezeichnet.

Ursachen des Albigenserkreuzzuges

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts unterschied der französische Süden kulturell und mit dem Okzitanischen sogar sprachlich deutlich vom Norden. Zudem das Herrschaftsgebiet der Grafen von Toulouse das neben der Grafschaft Toulouse auch Languedoc umfasste trotz der Lehenshoheit des französischen nahezu unabhängig. Die kulturelle und politische Abgrenzung Norden wurde zusätzlich durch religiöse Faktoren verstärkt. 12. Jahrhundert hatte sich in Südfrankreich die Armutsbewegung der Albigenser stark verbreitet der sich große Teile des dortigen Adels anschlossen. Gegen des 12. Jahrhunderts gab es bereits vier der Albigenser in Südfrankreich. Da die Albigenser Papsttum in seiner existierenden Form strikt ablehnten es schnell zu ihrer Bekämpfung durch die Kirche. Auch die französischen Könige waren in der allgemeinen Erweiterung ihres Machtbereiches innerhalb Frankreichs sich auch gegen die englischen Lehen in Westfrankreich richtete stark an einem Vorgehen gegen de facto selbständigen Grafen von Toulouse interessiert.

Verlauf des Albigenserkreuzzuges

Papst Innozenz III. organisierte und leitete die Bekämpfung der Er forderte den französischen König Philipp II. auf gegen jene Adligen vorzugehen die Katharismus in ihren Gebieten duldeten. Der König jedoch in den Krieg gegen das Heilige Römische Reich verstrickt und fand keine Zeit. Daraufhin sich Innozenz direkt an den Grafen Raimund von Toulouse der Kooperation verweigerte und dafür wurde. Als Raimund auch noch einen päpstlichen umbringen ließ rief Innozenz zu einem Kreuzzug Languedoc auf; er versprach jedem siegreichen Beteiligten am Land der Häretiker .

Als sich 1209 zehntausend Kreuzritter in Lyon sammelten erkannte Raimund die Ernsthaftigkeit der und stimmte letztlich doch einem Vorgehen gegen Katharer zu. Der Bann wurde aufgehoben und Raimund sandte Truppen Unterstützung der Kreuzritter.

Das erste Ziel der Kreuzritter war Béziers das am 22. Juli 1209 eingenommen wurde. Die gesamte Bevölkerung 20.000 wurde getötet. Der päpstliche Gesandte Abt soll den Kreuzrittern den Befehl gegeben haben: Caedite eos! Novit enim Dominus qui sunt ("Tötet sie alle! Denn Gott kennt Seinen"). In Béziers starben Katharer wie Katholiken Frauen und Kinder wurden gleichermaßen umgebracht selbst sie in Kirchen Schutz gesucht hatten. Die von dem Massaker ging schnell um und Panik und Angst.

Das nächste Ziel war Carcassonne wo die Kreuzritter am 1. August 1209 eintrafen. Die Stadt war mit überfüllt und bot ihre Kapitulation an. Als Kreuzritter die Stadt eroberten waren fast alle durch unterirdische Gänge in die umliegenden Wälder Von den verbleibenden 500 Einwohnern - Greise Kinder - durften hundert die Stadt nackt nur mit ihren Sünden beladen verlassen die anderen 400 wurden verbrannt gehängt. Hiernach ergaben sich in kurzer Folge Städte der Region und Albi Castelnaudary Castres Limoux Lombers und Montréal fielen an die Truppen.

Die Städte die noch Widerstand leisteten hiernach angegriffen. 1210 ergab sich nach langer Belagerung die Minerve. Die katharischen Einwohner wurden konvertiert oder sie sich weigerten verbrannt. Als auch Termes Dezember fiel gab es fast keine revoltierenden mehr.

Durch ihr brutales Vorgehen hatten die viele der ansässigen Adligen verärgert. Raimund von hatte seine Zusammenarbeit mit den Päpstlichen aufgekündigt war erneut exkommuniziert worden. In seinem Gefolge viele der bereits eroberten Städte. Ab 1211 sich der Kreuzzug auf Kämpfe zwischen den und den Männern Raimunds. Im Jahre 1213 schlug Simon von Montfort Raimund und Schwager Peter II. von Aragon bei Muret. musste 1214 nach England fliehen. Seine Ländereien wurden vom Papst König Philipp II. übergeben.

Im Jahr 1216 starb Innozenz III. Im gleichen Jahr Raimund nach Toulouse zurück. Die Kämpfe wurden zu einem Krieg zwischen Raimund und den Truppen und religiöse Fragen spielten darin eine Rolle. Erst im Jahr 1226 rief Ludwig VIII. inzwischen französischer König nach zehn Jahren Kämpfe zu einem neuen großen Kriegszug auf binnen drei Jahren zur Eroberung der Grafschaft führte. Der Albigenserkreuzzug war damit beendet und Sohn (der ebenfalls Raimund hieß und 1222 verstorbenen Vater abgelöst hatte) wurde gefangen genommen und inhaftiert.

Papst Gregor IX. übernahm die Verfolgung der Katharer. Die zu diesem Zweck gegründete Inquisition erhielt beinahe uneingeschränkte Macht in Languedoc über Jahre wurden Katharer und deren vermeintliche gesucht verurteilt und verbrannt. Selbst begrabene Tote exhumiert und verbrannt worden sein. In der kam es hierauf immer wieder zu Rebellionen Aufständen die erst 1255 vollständig niedergeschlagen werden sollten. Im Jahr 1321 wurde letztmals ein Katharer auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Folgen des Albigenserkreuzzuges

Der Kreuzzug gegen die Albigenser leitete religiösen Vorwänden die unmittelbare Herrschaft der französischen über Südfrankreich ein. Im Jahre 1271 fiel die Grafschaft Toulouse unter die Herrschaft des französischen Königs behielt aber bis 1779 einige Sonderrechte. Durch den Kreuzzug wurde kulturelle und politische Abspaltung des Südens verhindert wenn der Gegensatz von Nord und Süd heutige Frankreich noch in gewissem Maße prägt.



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