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Albrecht III. (Sachsen)


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Albrecht der Beherzte (Dresden Fürstenzug)

Albrecht III. (* 17. Juli 1443 ; † 12. September 1500 in Emden ; genannt auch der Beherzte ( Animosus )) war Herzog von Sachsen und Begründer der albertinischen später königlich sächsischen Linie.

Leben

Albrecht III. wurde als jüngerer Sohn des Kurfürsten des Sanftmütigen von Sachsen am 17. Juli 1443 geboren. Zwölf Jahre alt mit seinem Bruder Ernst durch Kunz von Kaufungen aus Altenburg entführt ( 1455 ) gab er schon damals Proben jener die ihm später den ehrenden Beinamen des Beherzten erwarb. Einen Teil seiner Jugend verlebte am Hof Kaiser Friedrichs III. in Wien . 1464 wurde er mit Zedena (Sidonie) der Tochter Georg von Podiebrads von Böhmen († 1510 in Tharandt ) vermählt; doch war seine Bewerbung um böhmische Krone nach seines Schwiegervaters Tod 1474 ohne Erfolg. Als sein Vater 1464 starb traten die beiden Brüder Ernst und Albrecht gemeinschaftlich die Regierung an. Der Anfall Thüringens an Meißen ( 1483 ) gab Anlaß zum Leipziger Teilungsvertrag vom 26. August 1485 . Die beiden Hauptlose waren Meißen und Thüringen . Doch sollte wer ersteres erhielt weil schönere Städte und reichere Vasallen hatte dem 100.000 Fl. bar bezahlen. Albrecht wählte Meißen die 100.000 Fl. trug er zur bar zur Hälfte durch Abtretung des Amtes Jena ab. Von diesem Augenblick an trat beiden Linien eine Spannung ein die 60 später unter Albrechts Enkel Moritz zum Bruch führte. Den Habsburgern treu ergeben ward er von Kaiser Friedrich III. zum "gewaltigen Marschall und Bannerträger" ernannt 1475 gegen Karl den Kühnen von Burgund und führte 1480 und 1487 das Reichsheer gegen König Matthias von Ungarn vermochte aber da der Kaiser ihn die nötigste Unterstützung ließ nichts auszurichten. 1488 zog er zur Befreiung des von Bürgern in Brügge gefangenen Maximilian I. gegen das rebellische Flandern ; dieser übertrug ihm die Statthalterschaft der Niederlande und zum Lohn für die Bewältigung sowie als Ersatz für die aufgewandten Kosten er 1498 die Erbstatthalterschaft von Friesland das er jedoch erst mit Waffengewalt mußte. Während er wegen eines Landtags nach Leipzig geeilt war erhoben sich die Friesen von neuem und belagerten seinen zurückgelassenen Sohn Heinrich in Franeker. Albrecht eilte an der Spitze eines Heers befreite Heinrich starb aber nach der Bezwingung Groningens schon am 12. September 1500 in Emden .

Werk

In Sachsen verbesserte er Justiz und Polizei . Dresden war seit der Teilung Albrechts Residenz hielt er sich meist in Tharandt auf). Albrechts häufigere Abwesenheit und die großer Summen für den Dienst des Kaisers jedoch von den Ständen mißbilligt. Sein Testament (eigentlich ein mit Zustimmung seiner Söhne Georg des Bärtigen und Heinrich des Frommen sowie mit Zuziehung eines landständischen Ausschusses Maastricht gemachter und am 12. Dezember 1500 vom Kaiser bestätigter Erbvertrag vom 18. Februar 1499 ) ist der erste Versuch die Primogeniturerbfolge Sachsen einzuführen. Es wurde darin unter anderm dass Georg in den meißnisch-thüringischen Erblanden Heinrich Friesland des Vaters Nachfolger sein sollte. Für Fall dass einer sein Land verlöre sollte andere ihm ein Stück von dem seinigen wenn aber die Länder des einen Bruders den andern kämen sollte der älteste Sohn folgen und dieser seine Brüder bloß mit Teil der Landeseinkünfte abfinden.

Seinen Namen trägt die von ihm Albrechtsburg in Meißen .

Siehe auch: Liste der Kurfürsten und Könige von Sachsen

Literatur

  • Langenn Herzog Albrecht der Beherzte Leipzig 1838


Dieser Artikel basiert auf dem Albrecht 23) in: Meyers Konversationslexikon 4. Aufl. 1888-90 Bd. 1 S.




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