Neben seiner Tätigkeit als Schneider war auch als Erfinder tätig. Er entwickelte orthopädische Hilfsmittel wie z.B. Beinprothesen. Seine bekannteste ist ein Flugdrachen der heute als Nachbau Rathaus von Ulm hängt. Diesen konstruierte er Jahr 1810 als flugfähigen Apparat der ihm den mit Muskelkraft ermöglichen sollte.
Am 31. Mai 1811 versuchte Berblinger während der Anwesenheit des von Württemberg von der Adlerbastei aus über Donau zu fliegen. Aus verschiedenen Gründen gelang dies nicht: Es bestand an diesem Tage Thermik die ihn hätte tragen können und Gejohle und Gelächter der verständnislosen Menge hatte wohl zu sehr verunsichert. Angeblich stand er auf der Brüstung und wartete auf günstigen bevor ihm ein Gendarm einen Stoß gab der flugunfähige Schneider in die Donau sürzte.
1986 wurde es dann mit einem nachgebauten bewiesen: Berblingers Fluggerät konnte fliegen.
Der deutsche Schriftsteller Bertolt Brecht setzte dem "Schneider von Ulm" mit 1934 verfassten gleichnamigen Ballade ein literarisches Denkmal. Allerdings verlegte er Ulmer Flugversuch in die Frühneuzeit.