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Albulabahn


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RhB-Zug vor Preda

Die Albulabahn in Graubünden verbindet Thusis (697 m ü. NN ) mit dem bekannten Skiort St. Moritz . Die 86 km lange Bahn die von sich behaupten die wohl spektakulärste Meterspurbahnstrecke der Welt zu sein gehört zum der Rhätischen Bahn (RhB).

Inhaltsverzeichnis

Streckenverlauf

Eine Touristenfahrt auf der Albulabahn unternimmt man am mit einem der beiden Vorzeigezüge der RhB Bernina Express oder dem Glacier Express .

Landwasserviadukt mit der Einfahrt in den Landwassertunnel

Hinter Thusis überquert die Strecke den Hinterrhein und tritt in das Tal der Albula ein das östlich von Thusis Schinschlucht genannt wird. Schon hier passiert sie Brücken und Tunnel . Hinter dem Bahnhof Solis wird die schäumende Albula auf 86 Meter hohen Solisbrücke überquert. Zwischen Tiefencastel und Filisur fährt der Zug dann über den Meter hohen und 137 Meter langen Schmittentobel viadukt bis er kurz vor Filisur das Wahrzeichen der Bahn erreicht: Den 65 Meter Landwasserviadukt der in einem Viertelkreis von nur Metern Radius direkt in den Schlund einer riesigen führt.

Im Bahnhof Filisur (1.083 m) mündet ähnlich spektakuläre Strecke von Davos in die Albulabahn. Zwischen Filisur und Bergün überwindet der Zug bereits 292 Meter fährt durch den ersten Kehrtunnel . Bergün bietet bahnhistorisch Interessantes: Zum einen hier der Lehrpfad aus Preda zum anderen befindet sich unterhalb des ein Lokdenkmal mit einem RhB-Krokodil . Gleich nach Verlassen des Bahnhofs steigt Zug über 35 Promille in die Höhe. Mehrmals überwindet nun Strecke sich selbst bei atemberaubenden Ausblicken.

Nach der Durchquerung des Albulatunnels und Dörfchens Spinas das am Südostportal liegt erreicht der über ein Gefälle von bis zu 32 bei Bever die Strecke aus Scuol-Tarasp . In Samedan wiederum zweigt die Strecke nach Pontresina ab in die auch der Bernina einfahren wird um anschließend den Berninapass zu erklimmen. Der Glacier-Express hingegen fährt Endpunkt der Albulabahn an St. Moritz.

Geschichte

Bis 1890 war der Südosten der Schweiz von Eisenbahnen äußerst schlecht erschlossen. Den Transitverkehr zog die Gotthardbahn an sich so dass in Graubünden keine lohnenswerte Nachfrage nach Eisenbahnen bestand. Nach der Eröffnung der Landquart -Davos-Bahn änderte sich das schnell. 1895 entstand die Rhätische Bahn und zwei Jahre später entschied das Bündner Volk bei einem die RhB zur Staatsbahn zu machen. Damit die Voraussetzungen für den schnellen Bau weiterer geschaffen die den verkehrsmäßigen Rückstand Graubündens aufholen sollten ( 1896 gab es nur 20 km Normalspur - und 96 km Schmalspurbahnen). Priorität besaß Anschluss des Kurortes St. Moritz an das Netz.

Bohrproben vom Bau des Albulatunnels

Nachdem Thusis von Chur aus angeschlossen war begann man 1898 mit dem Bau der Albulabahn. Da die Strecke als reine Reibungsbahn ausführen wollte umfangreiche Kunstbauten angelegt werden. Die Steigung des zwischen Bergün und Preda war mit 1:13 problematisch denn die Höchstneigung der Trasse sollte 1:28 liegen. Um den enormen Höhenunterschied bei km Tallänge zu bewältigen war eine künstliche auf 12 km notwendig. Die berühmten God- Rugnux- Toua- und Zuondra-Kehrtunnel sowie unzählige Brücken diese Aufgabe indem sie die Strecke wie Schraube in die Höhe drehten. Besonders der des 660 m langen Rugnux-Kreiskehrtunnels bereitete Probleme das 4° Celsius kalte Bergwasser erschwerte die der halb erfrorenen Mineure.

Hinter Preda baute man den 5.866 langen Albulatunnel als Herzstück der Strecke unter Wasserscheide zwischen Rhein und Inn hindurch. Diese Wasserscheide verläuft über den Albulapass . Mit einem Scheitelpunkt von 1.820 Metern ist der Albulatunnel der höchste Alpendurchstich der größte Gebirgsüberlagerung des Bauwerkes beträgt 950 m.

Gedenkstein am Bahnlehrpfad in Preda

Die Erstellung des Bauwerks bereitete außergewöhnliche Die 6 Grad Celsius kalten Wasserzuflüsse verwandelten bereits herausgebrochene Gestein in eine breiige Masse den Rohbau des nördlichen Richtstollens auf weite regelrecht verstopfte. Das einströmende Wasser musste deshalb Rohrleitungen abgeleitet werden. Trotzdem stockte der Baufortschritt den 10 Wochen ab Mai 1900 kam man gerade 2 m vorwärts. Schwierigkeiten war die ausführende Baufirma nicht gewachsen und ging in Konkurs . Der Kanton Graubünden nahm darauf hin die Bauarbeiten in die Hand. Mit einem konnte ein Teil der verlorenen Zeit wieder werden. Am 29. Mai 1902 erfolgte der Durchschlag der beiden Richtstollen mitten im Berg.

Beim Bau des Albula-Tunnels waren insgesamt Personen beschäftigt. Insgesamt gab es 16 tödliche Arbeitsunfälle . Am Bahnhof von Preda erinnert ein an diese Opfer.

Am 10. Juli 1904 konnte die Eröffnung der Albulabahn gefeiert 1919 wurde die Strecke elektrifiziert .

Zugbetrieb

Einfahrt der Ge 4/4 III 646 in

Zwischen Thusis bzw. Chur und St. verkehren täglich Schnellzüge im Stundentakt. Sie benötigen 1 Stunde 34 Minuten . Einer dieser Schnellzüge ist auch der Express der von und bis Zermatt durchläuft. An den kleineren Bahnhöfen halten noch wenige Züge. Zum Einsatz kommen mehrheitlich modernen Elektrolokomotiven der Reihe Ge 4/4 III die auch auf der Vereinastrecke eingesetzt werden. Die Albulabahn war einst der RhB- Krokodile ( Ge 6/6 I ).

Weblinks




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