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Alexander R. Luria


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Alexander Romanowitsch Luria (* 16. Juli 1902 in Kasan 1977 in Moskau ) war ein russischer Psychologe. Bis 1921 studierte Luria Gesellschaftswissenschaften Medizin und Psychologie der Universität Kasan. Ab 1925 Tätigkeit am Institut für Psychologie der Moskau zunächst als Assistent bei Konstantin L. später als Leiter des Labors für allgemeine Zusammen mit Lew S. Wygotski und Alexej Leontjew begründete Luria in den 1920er Jahren kulturhistorische Schule der russischen Psychologie. Anfang der Jahre wurde Luria aus ideologischen Gründen gezwungen Dozentenstelle für Psychologie aufzugeben und wandte sich dem Studium der Medizin zu. Während des Sanitätsoffizier spezialisierte er sich auf die Rehabilitation Hirnverletzten. Ab 1944 arbeitete Luria am Institut für Neurochirurgie Moskau wo er begann das Wissenschaftsgebiet der Neuropsychologie auszubauen. Als eigenständiger Wissenschaftszweig befasst diese mit der Rolle individueller zerebraler Systeme für Formen geistiger Tätigkeit. Unter politischem Druck (u. wurde er des Anti-Pawlowismus bezichtigt) musste Luria auch diese Stelle konnte einige Zeit später nachdem sich mit Tode Stalins (1953) die politischen Verhältnisse in Sowjetunion deutlich gelockert hatten seine wissenschaftliche Tätigkeit aufnehmen.

Luria gilt als einer der Begründer Neuropsychologie . Mit seinen bahnbrechenden Arbeiten zur Aphasie und zur Rolle der Sprache in geistigen Entwicklung des Kindes wuchs Lurias Ansehen Ausland was schließlich auch im eigenen Land seiner beruflichen Rehabilitation führte. Er stand in Kontakt zu Wissenschaftlern wie Kurt Lewin Jean Piaget Oliver Sacks und Jerome Bruner . Bis zu seinem Tod 1977 arbeitete seine Methode der Syndromanalyse weiter aus. Ihren konkretesten Ausdruck findet in den beiden neurologischen Geschichten Kleines Porträt eines großen Gedächtnisses (1968) und Der Mann dessen Welt in Scherben ging (1971).

Seit 1987 besteht in Deutschland die von Wolfgang (Professor für Behindertenpädagogik an der Universität Bremen) Luria Gesellschaft - Verein zur Förderung der Grundlegung der Rehabilitation hirngeschädigter Menschen e. V.

Literatur

  • E.D. Chomskaja: Alexander Romanovich Luria: a biography. New York 2001.
  • W. Jantzen Hrsg.: Die neuronalen Verstrickungen Bewusstseins. Zur Aktualität von A. R. Lurijas Münster/Hamburg 1994.
  • A.R. Luria: Die höheren kortikalen Funktionen Menschen und ihre Störungen bei örtlichen Hirnstörungen. 1970.
  • A.R. Luria: Sprache und Bewußtsein. Berlin
  • A.R. Luria: Die historische Bedingtheit individueller Weinheim 1986.
  • A.R. Luria: Der Mann dessen Welt Scherben ging. Reinbek 1991.
  • A.R. Luria: Das Gehirn in Aktion. in die Neuropsychologie. Reinbek 1992.
  • A.R. Luria: Romantische Wissenschaft. Forschungen im von Seele und Gehirn. Reinbek 1993.
  • A.R. Luria/F.Ja. Judowitsch: Die Funktion der in der geistigen Entwicklung des Kindes. Frankfurt 1982.

Weblinks



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