Alfred Andersch trat nach einer Buchhändlerlehre Kommunistischen Partei bei löste sich später jedoch wieder ihr. 1933 war er wegen seiner politischen sechs Monate im Konzentrationslager Dachau interniert.
Während des 2. Weltkriegs desertierte er am 6. Juni 1944 an der Arno-Front in Italien und als Kriegsgefangener in die USA.
Zurückgekehrt nach Deutschland war er seit 1945 als Redaktionsassistent in München tätig und veröffentlichte in den Nachkriegsjahren mit Hans Werner Richter die Monatsschrift Der Ruf . Er arbeitete u.a. mit Erich Kästner und der Gruppe 47 zusammen und war für verschiedene Radio-Kulturprogramme Als Herausgeber der Zeitschrift Texte und Zeichen und als Rundfundredakteur ermöglichte er Arno Schmidt Veröffentlichungen in den 1950er Jahren.
Alfred Andersch gilt als zeitkritischer Erzähler Nachkriegsgeneration. In seinen Werken (Romanen Erzählungen Hörspielen) er vor allem Außenseiter verarbeitet politisch-moralische Erfahrungen macht Fragen zur Willensfreiheit des Einzelnen zu zentralen Thema. In zahlreichen Essays nimmt er literarischen und kulturellen Fragen Stellung; immer wieder er auf die Bedeutung Ernst Jüngers hin.