Weber reduziert in seinem deduktiven Modell Standortfaktoren auf die Transportkosten die Arbeitskosten und die Agglomerationswirkung und unterscheidet sie hinsichtlich:
ihres Geltungsbereiches in:
generelle Standortfaktoren (zum Beispiel Lohnniveau)
spezielle Standortfaktoren (zum Beispiel Vorkommen bestimmter Bodenschätze)
ihrer räumlichen Wirkung
Agglomerativfaktoren (führen zu einer Konzentration von Unternehmen)
Deglomerativfaktoren (führen zu einer Streuung von Unternehmen)
Regionalfaktoren (begrenzen Unternehmen auf einen bestimmten geograpischen
Art ihrer Beschaffenheit
natürlich-technische Faktoren (zum Beispiel Bodenbeschaffenheit)
gesellschaftlich-strukturelle Faktoren (zum Beispiel Freizeitgestaltungsmöglichkeiten)
Den optimalen Standort ermittelt Weber dann sukzessiver Einbeziehung der 3 Ausgangsfaktoren:
Die Transportkosten berechnen sich aus dem Materialindex des Gewichts der Rohstoffe und des fertigen der Entfernung der Fundorte zum Produktionsort und Konsumort. Das bedeutet dass der günstigeste Produktionsort nur in optimaler Entfernung zu den Rohstoffen auch zum Konsumort gelegen ist.
Die Arbeitskosten werden dann zum Faktor wenn Lohnnieveau sich in der Region so unterscheidet die Vorteile des optimalen Transportkostenpunktes durch die am optimalen Arbeitskostenpunkt aufgehoben werden. Dann lohnen die längeren Transportkosten durch die niedrigeren Lohnkosten.
Unternehmen sind aber nicht nur von Arbeit Rohstoffen abhängig sondern können auch durch andere in der Umgebung positiv oder negativ beeinflusst Übersteigen die Vorteile durch die Nähe zu Unternehmen die negativen Auswirkungen auf Transport und lohnt sich die Ansiedlung im Agglomerationsraum. Sollte der Nähe aber Nachteile (Konkurrenz und anderes) kann das zu einer Wegverlagerung des Betriebes
Aufgrund der ausschließlich kostenorientierten Betrachtungsweise der Grundannahmen und der nicht überschneidungsfreien Kategorisierung wird Standortfaktorenmodell von Weber häufig kritisiert gleichwohl wird als ein Basismodell der Wirtschaftsgeografie auch heute noch als ein Erklärungsansatz die räumliche Verteilung von Standorten von Industriebetrieben eingesetzt.
Tor Palander (1928) W. Isard (1956) Leon Moses (1958) und David M. Smith (1966) entwickelte deshalb das Standortfaktorenmodell weiter.