Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Als Allgemeinwissen oder -bildung bezeichnet man jenes Wissen das jede Person mit einer durchschnittlichen Bildung kennen sollte.
Dietrich Schwanitz formuliert in Bildung (1999 S. 394): Bildung ist die Fähigkeit bei der Konversation kultivierten Leuten mitzuhalten ohne unangenehm aufzufallen. Bildung sich an dem Ideal der allgemeinen Persönlichkeitsbildung Gegensatz zur praktischen Berufsbildung der Spezialisten.
Einen ersten Ansatz zu einer umfassenden formulierte Comenius : sein Ziel war es allen alles lehren. Ähnlich versuchten die Enzyklopädisten in der alles Wissen zu sammeln und der Allgemeinheit Verfügung zu stellen.
Während die Einführung der Schulpflicht im und 18. Jahrhundert in erster Linie auf Disziplinierung der Untertanen gezielt hat versuchen Humanisten Wilhelm von Humboldt im 19. Jahrhundert mit seinen Schulreformen die für die Emanzipation im Sinne Kants benötigte Allgemeinbildung breiter Schichten zu ermöglichen und scheiterte.
Mit der Entwicklung der Informationsgesellschaft bzw. der modernen Informationstechnik bekommt Allgemeinbildung einen neuen Stellenwert: Da Informationen z.B. mit dem Internet in großer Menge schnell zur Verfügung geht es nunmehr darum Techniken der Recherche zu beherrschen Informationen bewerten zu können Zusammenhänge zwischen Informationen herstellen zu können.
Das was heute häufig als Allgemeinbildung wird das Wissen der Cocktail-Parties von Schwanitz Wer-Wird-Millionär oder Trivial Pursuit ist in dieser Form nicht mit Wissen oder gar der Erlebniswelt der Menschen Adorno spricht von Halbbildung die unvermittelt und bleibt. Eine wirkliche Allgemeinbildung muss dagegen auch kritische Reflexion der gesellschaftlichen Zustände und der Lebenswirklichkeit vermitteln und auf Mündigkeit zielen.