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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 18. April 2014 

Alttürkische Sprache


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Das erste Auftauchen türkischer Sprachen fällt in das 8. und 9. Am Jenissej und Orchon tauchten die ersten Inschriften Türken auf.

Doch scheinen ursprünglich die Wurzeln des in der Hunnischen Sprache zu liegen.

Geschichte

Um das Jahr 300 v. Chr. die Turuken und die von ihnen unterworfenen endgültig " Hunnen " genannt während der alte Volksname "Turuk" dem Erbadel zufiel.

Mit dem Untergang des Hunnenreiches ( 216 ) kam das Volk der Awaren ) in Zentralasien an der Macht. Sie setzten sich den Resten der Weißen Hunnen und den altmongolischen Shou-shan zusammen. Die "Schou-shan" waren wohl mongolisch-tungusische unter einer dünnen türkischen Oberschicht. Ihre Sprache uns leider nicht überliefert worden: außer einigen die allerdings mehrheitlich als türkisch anzusehen waren.

Das Awarenreich ging 552 unter als ein Fürst der Turkuten nun aufmachte die alttürkischen Stämme zu Teoman Khan . Er stammte aus dem Altai- und - also aus dem alten Stammgebiet der Turuken. Auch Teoman Khan sah sich als Vertreter" Kök-Tengris auf Erden. Aber im Gegensatz den Turuken und den nachfolgenen Hunnen sah persönlich nicht mehr den Schan-yü als die höchste Macht an sondern Khan (= Herrscher) bzw. den Khagan (= Großer Herrscher). Deshalb nahm er den Namen Bumyn Khagan an. Doch 553 starb Teoman unerwartet sein eigener Bruder Istämi Khagan brachte ihn wohl um.

Das Reich wurde nun zwischen Istämi und seinem Neffen Muhan Khan geteilt - und damit zerfiel nun das bis dahin einheitliche türkische Sprachgebiet in große Sprachhälften: Im Osten - dem Khaganat Istämi - entwickelte sich das osttürkische Volk Oguren (türk.: Ogurlar ). Im Westen - dem Khanat des Khan - sollten sich nun die westtürkischen der Oghusen entwickeln. Beide Reichshälften waren schließlich verfeindet.

Die Osttürken blieben unabhängig während die Westtürken sich der chinesischen T'ang-Dynastie unterstellten. (Aus zwei Stammessprachen sollten die heutigen türkischen Sprachen und deren grober Einteilung in Osttürkisch und Westtürkisch begründen.

In späterer Zeit fanden in Bereich Turkologie allerdings andere Faktoren - hauptsächlich geographische Gesichtspunkte - zur Einteilung der einzelnen Turksprachen Verwendung.)

Im 8. Jhd. entstanden in der am Jenissej und am Orchon erste Inschriften des Alt-Türkischen die die einstige Größe des Türkischen und ihrer Herrscher beschworen. Diese Inschriften waren Karlukisch abgefaßt und für nachkommende Zeiten bestimmt. Sibrische Schrift der Türken erinnert stark an germanische Runen deshalb nennt man sie auch Türkische Runen - obschon sich alle Völker des Altairaumes ( Mongolen und Ungarn !) ihrer bedienten. Diese "Runenschrift" stammte wohl den Turuken die das Vorvolk der späteren - und wohl auch deren Hauptstamm -

Wenn man diese Inschriften dem modernen gegenüberstellt dann wird man bemerken daß sich Sprache seit dem kaum verändert hat; s. das folgende Beispiel:

Sprachbeispiele zwischen Alttürkisch und heutiger Turksprachen


Göktürkisch
Turk Oguz begleri budun esidin uzetenri basmasar yir telinmeser Turk budun ilinin torunun kimartati?
Türkeitürkisch
Türk Oğuz beyleri kavmi işitin yukarida basmasa asagida yer delinmese Türk milleti ülkeni kim bozar?

(Die Unterschiede ergeben sich durch die persisch -arabischen Lehnwörter des modernen Türkischen.) Die alttürkische kam nun in den europäischen Westen. Gut ist uns das Kyptschakische der Kumanen . Als Beispiel werden nun Kumanisch und moderne Kasan-Tatarische gegenüber gestellt.

Kyptschakisch
Atamis kim köktä sen Algiszle bulsun ating kelsin sening hanlechin bulsun sening tilemegin köktä allay ierdä kundegi ötmackimismi bisge bugun dage iazuclarimisni bizgä bozzatkil neçik bis bozzattirbis iaman etchenlergä dage iecnik sinamakina bisni kuurmagil barça iamandan bisni kuthargil. Amen.
Tatarisch
Küklärdäge Atabyz! Isemeñ mökatdäs bulsyn. Sineñ kilsen. Küklärdä Sineñ iqtyjaryñ bulgan kebek jşirdä Sineñ iqtyjaryñ bulsyn. Jaşäü öçen kiräk bulgan bir bezgä. Bez buryçlylany kiçergän kebek bezneñ kiçer. Bezne kotkyga kertmä qäjläkärdän kotkar. Çönki ta kodrät tä şöhrät tä mäñgegä Sineke.

Alttürkische Dialekte und Schriftsprachen

Als eigenständige Zweige des Alttürkischen gelten überwiegend folgende Sprachen: Gök-Türkisch Alt-Uyghurisch Karlukisch Choresmisch Kyptschakisch (die Sprache der Bulgaren Chasaren Kumanen und Petschenegen) und Seldschukisch (Alt-Osmanisch und Alt-Aserbaidschanisch).

Die meisten der oben erwähnten Sprachen sich schließlich zu Schriftsprachen türkischer Reiche:

Außer den runischen Aufzeichnungen der Jenessej- und Orchon-Inschriften (türkisch Orhon Türkçesi oder "Orchon-Türkisch") des 8. Jhd.s ( Göktürken ) sind uns seit dem 9. Jhd. auch die christlich-religiösen Handschriften der Uiguren bekannt: Diese hatten mit der Annahme ostkirchlichen (= orthodoxen ) Christentum ein bedeutendes Schriftum entwickelt. Ebenfalls dem 8. Jhd. sind uns die wenigen in Kyptschak-Bulgarischer Sprache bekannt. Ab dem 10. Jhd. uns die Schriften der Chasaren überliefert worden. Die meisten Schriften dieses ist zwar in hebräischen Schriftzeichen überliefert worden sind auch einige Inschriften in den türkischen (im sog. "Talas-Stil") bekannt. Ebenfalls im 10. sind die ersten Schriften der Osmanen bekannt geworden die seit Anbeginn in Schriftzeichen geschrieben wurden.




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