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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 13. Februar 2012 

Anatolien-Hypothese


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Die Anatolien -Hypothese ist eine der Theorien die die der indoeuropäische Sprachen erklären soll.

Nach dieser Hypothese des britischen Archäologen Renfrew hätte die Entwicklung des Indoeuropäischen bereits 8.000 Jahren in Anatolien ihren Anfang genommen. Das Proto-Indoeuropäische hätte demnach friedlich mit der Entwicklung des Ackerbaus ausgebreitet. Renfrew kritisiert die Kurganhypothese vor allem in drei Punkten:

  1. archäologisch: die Kurgane seien Monumente einer Kultur
  2. erschlossene Wurzelwörter für Pflanzen und Tiere ihre Bedeutung geändert haben und taugten nicht Rückschlüsse auf ein bestimmtes geographisches Gebiet
  3. das Gesamtbild sei nicht überzeugend; es unklar was riesige Horden berittener Krieger hätte sollen zu Ende des Neolithikums nach Westen zu ziehen und den ihre Sprache aufzudrücken.

Er betont demgegenüber dass Neuankömmlinge eine Technologie mitbringen haben müssen die der bisherigen war und es darum nur ein Ereignis der Vorgeschichte gegeben haben konnte das eine Verbesserung der Lebensbedingungen erbracht habe - die der Landwirtschaft genauer: von Ackerbau und Viehzucht. Anbau Weizen und Gerste Schaf - und Ziegenhaltung lassen sich zum frühesten Zeitpunkt aus Nahen Osten und Anatolien belegen. Von drei im Nahen Osten hätten sich drei große Sprachfamilien verbreitet: der anatolische Bereich als Wiege der indoeuropäischen Sprachen Bereich um Jericho als Ursprungsgebiet der afroasiatischen Sprachen und Gebiet um Ali Kosh als Quelle der elamo - drawidischen Sprachen.

Zu ähnlichen Ergebnissen kamen die Sprachwissenschaftler und Iwanow nach den sich das Proto-Indoeuropäische Ost-Anatolien aus verbreitet hätte. Sie stützen sich außer auf Untersuchungen des indoeuropäischen Konsonantensystems auf Annahme dass die vermutete Heimat des Indoeuropäischen der Gebiete sein müsse in denen im 4. Jahrtausend v. Chr. das Pferd domestiziert und als Zugtier verwendet wurde. Petroglyphen (in Stein gehauene die im Gebiet des Transkaukasus und Obermesopotamien Van- und Urmia-See) gefunden wurden seien die Bilder von Wagen die von Pferden gezogen

Der Populationsgenetiker Luigi Cavalli-Sforza sieht in beiden Hypothesen Widerspruch. Seiner Ansicht nach hätten Bauern ein Indoeuropäisch aus Anatolien mitgebracht und in Europa in einer zweiten Welle hätten sich die indoeuropäischen Sprachen aus dem Kurgan-Gebiet verbreitet. Cavalli-Sforza von drei Hauptkomponenten des "genetischen Tableaus von

  1. der ersten die mit der Ausbreitung Ackerbaus aus dem Nahen Osten zusammenhängt
  2. einer zweiten die eine Variation von nach Süden zeigt (also in Korrelation zum steht) und möglicherweile mit der Ausbreitung der Sprachfamilie zu verbinden ist
  3. einer dritten die eine Expansion zeigt von der Kurgan-Region ausgeht
und bringt sowohl Komponente 1) als 3) werden mit der Ausbreitung der indoeuropäischen in Verbindung.

Literatur

  • Colin Renfrew: Die Indoeuropäer - aus archäologischer in: Spektrum der Wissenschaft. Dossier: Die Evolution Sprachen 1/2000 ISSN 09477934 S. 40-48.
  • ders.: Archaeology and Language: The Puzzle of Origins. Cambridge 1990 ISBN 0521386756
  • Thomas W. Gamkrelidse und Wjatscheslaw Iwanow: Die der indoeuropäischen Sprachen in: Spektrum der Wissenschaft. S. 50-57.
  • Luigi Luca Cavalli-Sforza: Gene Völker und Sprachen. biologischen Grundlagen unserer Zivilisation Darmstadt: WBG 1999

Weblinks




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