Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Mit dem Angevinischen Reich (frz. Adjektiv angevin von Anjou ) ist das Königreich England einschließlich seiner Lehen in Westfrankreich gemeint wie es seit 1154 existierte.
Das Angevinische Reich entstand unter dem König Heinrich II. der das Haus Anjou-Plantagenet begründete welches bis 1399 Bestand hatte. Von seinem Vater Gottfried Anjou (der nach seiner Helmzier einem Ginsterzweig Plantagenet genannt wurde) hatte er die französischen Anjou Maine und Touraine geerbt. Von seiner Mathilde Tochter von König Heinrich I. hatte er 1150 das Herzogtum Normandie geerbt. Durch die Heirat mit Eleonore von Aquitanien im Jahre 1152 erhielt er das Herzogtum Aquitanien (Guyenne) die Auvergne die Grafschaft Poitou und das Herzogtum 1154 erweiterte sich sein Machtbereich da er König von England gekrönt wurde. Heinrich II. als englischer König über einen größeren Landbesitz französischem Boden als der französische König selbst wenn dieser offiziell die Lehnshoheit über die Besitzungen in seinem Königreich besaß. Durch die von Heinrichs Sohn Gottfried mit Konstanze von Bretagne 1171 wurde auch das Herzogtum Bretagne Teil des Angevinischen Reiches.
Der französische Teil des Angevinischen Reiches schnell Ziel einer Eroberungspolitik der französischen Könige. erfolgreich war Philipp II. der sämtliche Gebiete nördlich der Loire eroberte. In dem unter Ludwig IX. geschlossenen Frieden von Paris mußte der König Henrich III. auf alle französischen Lehen bis auf Gascogne und Aquitanien verzichten und den französischen als Lehnsherren anerkennen. Dies führte einige Jahrzehnte dazu das Eduard III. von England als mächtigster Vasall des Königs nach dem Aussterben der Kapetinger im Jahre 1328 Ansprüche auf den französischen Königstitel erhob. dadurch entbrannte Konflikt mit dem französischen Königshaus Valois gipfelte im Hundertjährigen Krieg . Am Ende dieses Krieges kontrollierten die auf französischem Boden nur noch die Stadt Calais .