Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 25. Mai 2012 

Angstkrankheit


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Angstkrankheiten Phobien und Angststörungen sind psychische Störungen man unterscheidet grundsätzlich Störungen von weiteren Angststörungen.

Allen Angsterkrankungen ist gemeinsam dass die Ängste haben vor Dingen vor denen Gesunde keine Angst haben die also normalerweise nicht gefährlich gelten. Es geht also nicht z.B. Angst (besser: Sorge) vor Arbeitslosigkeit vor Trennung

Folgende Unterteilung wird nach einer Klassifikation WHO getroffen:

  • Agoraphobie : Furcht vor oder Vermeidung von Menschenmengen Plätzen Reisen allein oder Reisen weg von
  • Soziale Phobie: Furcht vor oder Vermeidung sozialen Situationen bei denen die Gefahr besteht Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen Furcht sich oder beschämend zu verhalten z.B. Paruresis
  • Panikstörungen: Spontan auftretende Angstattacken die nicht auf spezifisches Objekt oder eine spezifische Situation bezogen Sie beginnen abrupt erreichen innerhalb weniger Minuten Höhepunkt und dauern mindestens einige Minuten an.
  • Generalisierte Angststörung: Eine diffuse Angst mit Anspannung Besorgnis Befürchtungen über alltägliche Ereignisse und Probleme über Zeitraum von mindestens sechs Monaten begleitet von psychischen und körperlichen Symptomen.
  • Angst und depressive Störung gemischt: Angst und Depression sind gleichzeitig vorhanden leicht ausgeprägt ohne Überwiegen des einen oder

Inhaltsverzeichnis

Welche Symptome treten auf?

Allgemeine Angstsymptome

Herzklopfen Pulsbeschleunigung Schweißausbruch Zittern Beben Mundtrockenheit Dazu Atembeschwerden Beklemmungsgefühl Brustschmerzen Übelkeit. Auch Bewußtseinsstörungen das Gefühl verrückt zu werden das Gefühl Dinge unwirklich sind oder man selbst "nicht da" ist Benommenheit Schwindel Angst zu sterben.

Spezifische Phobien und Agoraphobie

Es besteht eine deutliche emotionale Belastung die Angstsymptome. Die angstauslösenden Objekte bzw. Situationen vermieden. Gleichzeitig besteht die Einsicht dass die übertrieben oder unvernünftig sind. Beim Anblick des Objekts bzw. der Situationen kommt es zu oben beschriebenen Symptomen.

Soziale Phobie

Die Angstsymptome sind die gleichen wie beschrieben. Dazu eventuell Erröten Angst zu erbrechen und Harndrang oder die Angst davor.

Panikstörungen

Panikattacken gehen besonders häufig mit Herzklopfen oder unregelmäßigem Herzschlag einher. Die Betroffenen haben vor einem Herzstillstand oder Herzinfarkt. Atemnot Erstickungsgefühl in Hals und Brust Zittern und Schwitzen deutlich ausgeprägt. Dazu kommen die übrigen beschriebenen

Generalisierte Angststörung

Zu den körperlichen Symptomen kommen Symptome Anspannung wie Muskelverspannungen Ruhelosigkeit und Unfähigkeit sich entspannen Nervosität. Schluckbeschwerden Konzentrationsstörungen Reizbarkeit Einschlafstörungen wegen und Angst. Die Betroffenen können oft nicht wovor sie Angst haben sie werden von Furcht gequält dass sie oder ihre Angehörigen oder Unfälle erleiden könnten.

Angst und depressive Störung gemischt

Zu den Symptomen der Angst kommen der Depression .

Wie häufig sind Angststörungen?

Angsterkrankungen sind in der Praxis häufig Nach einer Studie der WHO 1996 litten ca. 8 5% der an deutschen Allgemeinarztpraxen an einer generalisierten Angststörung 2 5 % an einer Panikstörung. Frauen circa zweimal häufiger als Männer. Menschen mit leiden in der Hälfte der Falle zusätzlich einer Agoraphobie.

Welche Ursachen werden vermutet?

Die genaue Ursache ist nicht bekannt. besteht eine erhöhte Vulnerabilität aufgrund von genetischer und Hirnstoffwechselstörungen zum Ausbruch der Erkrankung kommt dann aufgrund von äußeren Einflüssen wie traumatische Kindheitserfahrungen oder belastende Ereignisse.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Im Mittelpunkt der Diagnostik steht das oder psychotherapeutische Gespräch. Anhand der geschilderten Symptome der Arzt oder psychologische Psychotherapeut eine erste Verdachtsdiagnose stellen. Um körperliche der Angst wie z. B. Atemnot und von einer organischen Erkrankung unterscheiden zu können zunächst eine ausführliche medizinische Untersuchung zum Ausschluss körperlichen Ursache erfolgen. Dazu sind meist auch und technische Untersuchungen erforderlich (Blutuntersuchung EKG u.a.). nach Ausschluss einer körperlichen Erkrankung soll eine Störung diagnostiziert und die Behandlung geplant werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Wahl der Therapie hängt von Art der Angststörung und dem Schweregrad ab. Betroffenen brauchen stützende Gespräche und Zuwendung. Sie wissen dass sie nicht an einer körperlichen leiden. Das Zustandekommen der körperlichen Symptome muss erklärt werden.

Bei allen Formen der Angsterkrankungen sind psychotherapeutische Verfahren wirksam vor allem eine Verhaltenstherapie ist erfolgversprechend. Bei schweren Störungen werden bestimmte Medikamente so genannte Antidepressiva eingesetzt. In Fällen mit stärksten Ängste können vorübergehend stark angstlösende Medikamente so genannte Tranquilizer (Benzodiazepine z.B. gegeben werden. Wegen der Gefahr der Entwicklung körperlichen Abhängigkeit jedoch nur im Notfall bzw. kurze Zeit.

Bei spezifischen Phobien sind verhaltenstherapeutische Reizkonfrontationsverfahren wirksam. Medikamente sind meist nicht notwendig.

Bei Panikstörungen und der Agoraphobie werden verhaltenstherapeutische Verfahren (Exposition kognitive Therapie) angewendet. Hier die Kombination mit Antidepressiva am wirksamsten.

Soziale Phobie

In leichten Fällen reicht eine Verhaltenstherapie in schweren Fällen ist die zusätzliche Gabe Antidepressiva über mehrere Monate notwendig. Viele Unsicherheiten sich durch Rollenspiele oder durch ein Expositionstraining Bei einem Expositionstraining übt man mit dem beängstigende Situationen im Alltag. Es kann aber sein dass die soziale Ängstlichkeit tiefere Ursachen Hier ist es dann wichtig diese Probleme in einer Gesprächstherapie aufzuarbeiten.

Generalisierte Angststörung

Auch hier ist eine verhaltenstherapeutische Psychotherapie Medikamente sollten zusätzlich eingesetzt werden wenn der der Psychotherapie allein zu gering ist.

Wie ist der Verlauf der Erkrankung?

Angststörungen neigen zu einer Chronifizierung d.h. Anwesenheit wenn sie nicht behandelt werden. Bei Panikstörung beispielsweise kommt es nur bei 10 30 % der Betroffenen spontan zu einer Gesundung. Unter Verhaltenstherapie und Medikamenteneinnahme wird die wesentlich gebessert. Die isolierten Phobien sind sehr zu behandeln. Grundsätzlich gilt: Je früher eine begonnen wird desto günstiger ist der Verlauf.

Siehe auch: Angst Phobie Depression Diskussion dieser Seite (Urheberrecht)

Weblinks




Bücher zum Thema Angstkrankheit

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Angstkrankheit.html">Angstkrankheit </a>