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Anschaulichkeit


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Inhaltsverzeichnis

Definition

Die Anschaulichkeit bezeichnet die durch die rationale Erkenntnis Hervorhebung des Wesens oder wesentlicher Seiten des Objektes oder mittels Vorstellungen die Objekt und Prozeß als von Wesen und Erscheinung fassen.

Zum Begriff der Anschaulichkeit in der des Menschen

In der unmittelbaren Tätigkeit des Menschen die Anschaulichkeit einer gedanklichen Darstellung von Dingen u.a. zu wenn sie die Form sinnlicher Abbilder hat oder nur in Begriffen der Verwendung findet.

Eine wissenschaftliche Theorie heißt demzufolge anschaulich für ihre Formulierung nur Begriffe die unmittelbar der Alltagserfahrung gewonnen werden benötigt werden. Dem in semiotischer Hinsicht daß die semiotischen Zeichenreihen in die Theorie formuliert wird einen eidetischen Sinn haben müssen wenn die Theorie anschaulich soll. Die Anschaulichkeit kommt gedanklichen Darstellungen nicht zu; sie ist vielmehr durch den Grad gesellschaftlichen der wissenschaftshistorischen Vermittlung aber auch durch individuelle Erfahrung und Praxis bedingt.

Zum Problem der Anschaulichkeit beginnend mit Antike

Das Problem der Anschaulichkeit ist obwohl vornehmlich in der Entwicklung bestimmter Wissenschaften z.B. Physik eine Rolle spielt seinem Inhalt nach philosopisches Problem. Es weist enge Beziehungen zur der Philosophie auf der Frage nach dem der objektiven Realität und der Art und wie der Mensch diese erkennt.

In der antiken griechischen Philosophie zeichneten in der Beantwortung dieser Frage deutlich zwei Auffassungen ab. Der objektive Idealismus Platons erklärt die Existenz und die Eigenschaften materiellen Gegenstände Prozesse u.a. damit daß die Idee z.B. des Wassers des Tisches der u.a. Eingang in die Materie findet an teilhat.

Da das Reich der Ideen aber unmittelbaren Anschauung nicht zugänglich ist gibt Platon eine prinzpiell unanschuliche Erklärung der Welt. Im hierzu erklärt die antike materialistische Atomistik (bei Demokrit Epikur Lukrez ) die Existenz und die Eigenschaften der Gegenstände Prozesse u.a. aus den Eigenschaften der und Wechselwirkung kleinster materieller Teilchen der Atome liefert somit eine überaus anschauliche Beschreibung und derselben.

Zur Auffassung der Anschaulichkeit in der Scholastik

Die objektiv-idealistische Linie wird im Mittelalter der scholastischen Philosophie weitergeführt. Diese erklärt die Spezifik sinnlich wahrnehmbaren materiellen Objekte Prozesse u.a. aus "verborgenen Qualitäten" ( qualitas occulta ) die den Gegenständen eingeschlossen sein sollen. So soll Stein zur Erde fallen weil in ihm Eigenschaft zur Erde zu fallen verborgen ist.

Streggenommen liefert diese Auffassung aber überhaupt Erklärung da jede der angenommenen "verborgenden Qualitäten" Hypothese ad hoc ist aus der nichts als eben die zu erklärende Erscheinung gefolgert kann. Durch den Rückgriff auf "verborgene Qualitäten" das Anschauliche aus Unanschaulichem erklärt werden. Dieser bedienen sich im Grunde alle idealistischen und Weltanschauungen wenn sie auf der Existenz einer Macht absoluter Ideen u.a. beharren und einerseits Mannigfaltigkeit der materiellen Welt aus ihnen erklären aber die Beschreibung dieser angenommenen übersinnlichen Wesenheiten Hilfe aus der Erfahrung gewonnener Begriffe prinzipiell

Zum Begriff der Anschaulichkeit in der

Die materialistische Philosophie der Neuzeit erklärt materiellen Objekte Prozesse u.a. weder aus unanschaulichen Qualitäten noch aus ebenso unanschaulichen übernatürlichen Wesenheiten legt ihrer Erklärung der Welt in der anschauliche Modellvorstellungen zugrunde.

Von dieser Art ist beispielsweise die Ätherhypothese von Rene Descartes aber auch das stoffliche Modell der Welt das der französische Materialismus des 18. Jahrhunderts entwarf und das wesentlich auf den mechanischen Eigenschaften der Objekte aufbaute. Die Erfolge klassischen Mechanik und der theoretischen Physik des und 19. Jahrhunderts führten zur Herausbildung des naturwissenschaftlichen Weltbildes 19. Jahrhunderts das in seinen Grundzügen mechanisch-materialistisch und implizit die methodologische Forderung enthielt alle Erscheinungen der materiellen Welt mit Hilfe von Begriffen Hypothesen und Theorien zu erklären.

Dieses im 19. Jahrhundert in der noch allgemeine anerkannte Prinzip der Anschaulichkeit wurde indes im Verlaufe der weiteren der Physik zutiefst erschüttert.

Der Wandel des Prinzips der Anschaulichkeit Entwicklungen in der modernen Physik

Die klassiche Mechanik die es mit Bewegung und der mechanischen Wechselwirkung von Körpern dreidimensionalen euklidischen Raum und in der absoluten zu tun hatte und die Gesetze dieser und Wechselwirkung erforschte war das Musterbeispiel einer Theorie. Auch andere klassische physikalische Theorien wie Thermodynamik die physikalische Statistik und die Elektrodynamik ungeachtet ihrer Kompliziertheit im Prinzip anschauliche Theorien.

Mit der Enststehung der Quantentheorie und Relativitätstheorie ergab sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts insofern eine neue Situation in der Physik als sich die Quanten- und relativistischen bzw. Erscheinungen nicht mehr anschaulich darstellen ließen. Max Planck konnte 1900 zeigen daß die elektromagnetische Strahlung nicht - wie dies der anschaulichen Vorstellung entspricht sondern in Form kleinster "Portionen" - Quanten - emittiert wird. Albert Einstein zeigte 1905 dasselbe für die Absorption von Strahlung.

Max Born wies 1913 nach daß nicht nur die Energie Strahlung sondern auch die Energie der Atome ist. Louis-Victor de Broglie gelangte 1924 zu dem Schluß daß nicht nur Licht sowohl Wellen- als auch Korpuskeleigenschaften aufweist sondern daß diese Doppelnatur auch Teilchen der Quantenphysik gilt. Dabei sind die De Broglies nicht im klasssich anschaulichen Sinne mechanische oder elektromagnetische Wellen aufzufassen sondern stellen physikalischen Natur nach Wahrscheinlichkeitswellen dar. Als Werner Heisenberg schließlich 1927 zur Formulierung der Unbestimmtheitsrelation gelangte erwies sich auch der korpuskulare der Marterie als nicht mehr anschaulich im der klassischen Physik.

Zu den Wirkungen der Relativitätstheorie

Hatte die Quantentheorie die anschaulichen Vorstellungen klassischen Physik im Bereich der Bewegung zerstört führte die Relativitätstheorie zu analogen Ergebissen hinsichtlich Vorstellungen von Raum und Zeit . Daß die Lichtgeschwindigkeit nicht von der der Lichtquelle abhängt die Gleichzeitigkeit von Ereignissen relativ zu bestimmten Bezugssystemen existiert die Zeit verschieden bewegten Inertialsystemen verschieden abläuft und auch räumliche Intervalle der Geschwindigkeit mit der sich die Inertialsysteme abhängen daß der Raum in der Umgebung Massen gekrümmt ist und die Struktur des bestimmt u.a. all das widersprach den anschaulichen der Newtonschen Physik von der absoluten Zeit dem Raum und der Gravitation.

Die Entwicklung der Quantentheorie - und der Quantenfeldtheorie - und der Relativitätstheorie erweiterte das anschauliche naturwissenschaftliche Weltbild des 19. Jahrhunderts ein in seinen wesentlichen Teilen unanschauliches Weltbild nicht mehr in Begriffen der Alltagserfahrung darstellbar beschreibbar ist. Auf Grund dieser Entwicklung gelangten und andere Physiker zu der Auffassung die Physik unterscheide sich von der klassischen durch prinzipielle Unanschaulichkeit und erhoben diese Auffassung zu methodologsichen Prinzip und darüber hinaus zu einem Prinzip schlechthin.

Zum Prinzip der Unanschaulichkeit in seiner allgemeinen Form

Das Prinzip der Unanschaulichkeit besagt in seiner allgemeinen Form daß Erscheinungen gibt die prinzipiell nicht anschaulich darstellbar daß der objektive Grund für diese Unmöglichkeit der besonderen Natur der betreffenden Quanten- bzw. Objekte liegt und daß der weitere Fortschritt Physik davon abhängt wie schnell und gründlich sich von allen anschaulichen Vorstellungen entfernt. Da nun aber die klassische Physik als der Grenzfall der unanschaulichen modernen Theorie erweist folgt dem Prinzip der Unanschaulichkeit nicht nur daß Unanschauliches gibt das nicht auf Anschauliches zurückgeführt kann sondern darüber hinaus daß das an Anschauliche als Grenzfall des Unanschaulichen zu betrachten auf dieses zurückzuführen ist.

Zur Vermeidung der Absolutierung des Prinzips Anschauung in der materialistischen Dialektik

In den Auffassungen der materialistischen Dialektik das einseitige Verabsolutieren sowohl des Prinzips der als auch das der Unanschaulichkeit vermieden.

Im dialektischen Prozess der Erkenntnis der Realität bilden Anschauliches und Unanschauliches eine Einheit einander ab und gehen ineinander über. Die zwischen Anschaulichem und Unanschaulichem können unter gewissen sogar die Form eines dialektischen Widerspruchs annehmen die Entwicklung der betreffenden Disziplin vorantreibt.

Zur Wandlung der ikonischen Abbilder zu abstrakten semantischen Abbildern im Erkenntnisprozess

Eine Wissenschaft geht in ihrer historischen im allgemeinen von ikonischen Abbildern zu abstrakten Abbildern über. Dieser Übergang von der ikonischen abstrakten semantischen und damit von einer auf ausgehenden zu einer auf Unanschaulichkeit beruhenden Denkweise ein sich ständig vollziehender Prozess. Die Menschen dies in diesem Jahrhundert am Beispiel des mathematischer Methoden in viele Wissenschaften insbesondere auch die Geisteswissenschaften die bis dahin weniger davon waren.

Der Gewinn an mathematischer Klarheit den Wissenschaften nun erfahren ist aber mit einem Verzicht an Anschaulichkeit verbunden. Die ikonischen Abbilder aus anschaulichen Bildern und Vorstellungen entstehen welche Menschen die unmiitelbare Sinneserfahrung vermittelt sind letztlich Träger des eidetischen Sinns unserer Begriffe und Aussagen über die Realität.

Mit ikonischen Abbildern läßt sich jedoch unzulänglich operieren; mit ihnen läßt sich in Fällen zwar die äußere Erscheinung nicht aber Wesen der Objekte Prozesse u.a. der objektiven charakterisieren. Semantische Abbilder hingegen sind in der abstrakt und damit besser überblickbar und kontrollierbar. abstrakten Symbolen die nur einen operativen Sinn läßt sich leichter operieren. Darüber hinaus gestattet exakte Symbolik den Begriffsapparat der deduktiven Methoden auszunutzen.

Zur Umkehr von unanschulichen zu anschaulichen

Die Entwicklung abstrakter unanschaulicher Theorien kann durchaus als ein echter wissenschaftlicher Fortschritt gewertet wenn sie nicht zum Anlaß genommen wird Unanschaulichkeit so zu interpretieren als sei das Geschehen da es nur in abstrakten Symbolen ist mit den Symbolen selbst identisch.

In dieser Interpretation läuft das Prinzip Unanschaulichkeit auf die idealistische These:"Die Materie ist es bleiben nur die Symbole" hinaus. In Auffassung der materialistischen Dialektik wird die Abbildtheorie Mittel in dem Übergang von ikonischen zu Abbildern betrachtet von anschaulichen zu unanschaulichen Theorien Übergang von der Beschreibung der Erscheinung materieller Prozesse u.a. zur Aufdeckung ihres Wesens bzw. Wesens einer bestimmten Ordnung zum Wesen einer Ordnung zu ermöglichen.

Die Begründung des Übergangs im eidetischen

Andererseits werden in der Entwicklung der aber auch unanschauliche Denkweisen von anschaulichen abgelöst. entspricht daß sich abstrakte Symbole die nur Sinn besitzen in solche verwandeln können die eidetischen Sinn haben. Dieser Übergang von unanschaulichen zu anschaulichen kann aus zweierlei Gründen erfolgen.

Der ständige Umgang mit abstrakten Symbolen diese zu so einer vertrauten Angelegenheit werden daß sie dem Menschen schließlich als eidetisch anschaulich gegenwärtig sind. Zum anderen können im der Entwicklung einer Wisssenschaft für Symbole die nur operativen Sinn haben sinnlich wahrnehmbare Entsprechungen bzw. Modelle konstruiert werden die ihnen einen Sinn verleihen.

So war die nichteuklidische Geometrie zunächst abstrakte mathematische Theorie mit rein operativem Sinn unanschauliche Denkmöglichkeit für die in der objektiven keine anschauliche Entsprechug angegeben werden konnte. Das sich als es in der zweiten Hälfte 19. Jahrhunderts gelang gewisse anschauliche Modelle der Geometrie zu konstruieren von denen insbesondere das Kleinsche Modell der nichteuklidischen Geometrie im Innern eines eine wichtige Rolle spielte; jetzt konnte den Symbolen eine einigermaßen anschauliche Vorstellung und ein Sinn zugeordnet werden.

  

Zum Faktor des Historischen in der der Anschaulichkeit

Die Frage nach der Anschaulichkeit oder einer Theorie kann daher im Grunde genommen historisch entschieden werden. Eine Theorie die für Zeitgenossen unanschaulich wirkt braucht es für spätere durchaus nicht mehr zu sein. Die Frage also nicht absolut entschieden werden sondern nur in bezug auf den jeweiligen historischen Entwicklungsstand.

Die Anschaulichkeit bzw. Unanschaulichkeit einer Theorie auch noch insofern relativ weil jede Theorie Grunde sowohl anschauliche als auch unanschauliche Elemente So ist die klassische Mechanik zwar durchaus anschauliche Theorie doch muß sie wie jede Disziplin Abstraktionen vornhemen(z.B. die des ausdehnungslosen Massenpunktes des Fernwirkprinzips u.a.) die nicht unmittelbar vorstellbar sind.

Andererseits bildet die Quantentheorie als Ganzes eine unanschauliche Theorie die aber doch eine einzelner Aspekte des Verhaltens der Quantenobjekte zuläßt z.B. im Schalenmodell des Atomkerns und außerdem über Experimente u.a. bestrebt ist die Folgerungen aus der zu überprüfen und sinnlich wahrnehmbar werden zu

siehe auch Abbild Wahrnehmung Abbildung Beobachtbarkeit Anschauung operatives Abbildsystem




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