Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 31. Oktober 2014 

Antifaschist


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Als Antifaschisten bezeichnen sich Personen die sich gegen Faschismus und Rechtsextremismus aussprechen bzw. aktiv derartige Bestrebungen und zu verhindern versuchen. Oftmals sind Antifaschisten von politischen Ausrichtung her zugleich Gewerkschaftler und Kommunisten Sozialdemokraten oder Sozialisten aber auch Pazifisten wie Kurt Tucholsky oder Carl von Ossietzky waren entschiedene Antifaschisten.

Antifaschisten aus verschiedensten Ländern haben am Spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Republikaner im gegen die Franco-Diktatur teilgenommen. Viele kämpften während des Zweiten Weltkrieges in der französischen Résistance gegen die deutsche Besatzung. Antifaschistsche Widerstandskämpfer deren sie habhaft wurden wurden von Nationalsozialisten in Konzentrationslager z.B. Buchenwald und Dachau eingesperrt und ermordet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlangten die Antifaschisten eine konsequente Entnazifizierung die jedoch in Deutschland nur eingeschränkt hat. Seit der Gründung der Bundesrepublik traten sie als Mahner gegen das faschistischer Kräfte auf. In vielen Städten organisierten "antifaschistische" Stadtrundgänge Zeitzeugengespräche mit Schulklassen und Fahrten die Konzentrationslager um so die Erinnerung an Nationalsozialismus und seine Folgen wachzuhalten. Auch waren aktiver Teil der Friedensbewegung und engagierten sich für die internationale und gegen bestehende faschistische Diktaturen wie das in Spanien oder die Pinochet -Diktatur in Chile.

Als Organisation der (antifaschistschen) Widerstandskämpfer gründete unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes ( VVN ) die sich 1971 mit dem Bund der Antifaschisten (BdA) zur VVN-BdA zusammenschloss. Zahlreiche Mitglieder VVN wurden während der Adenauer -Ära in den 1950er Jahren erneut strafrechtlich verfolgt und inhaftiert sie sich u. a. gegen die so Restauration der Bundesrepublik die Tatsache dass aktive Nationalsozialisten hochrangige Ämter in Justiz und Verwaltung konnten sowie die Remilitarisierung und die Westintegration Mitglieder gerieten aufgrund der starken Unterwanderung des durch kommunistische Kader in den 1970er Jahren ins Visier des Verfassungsschutzes und dem Radikalenerlass .

Kommunisten nutzten den Antifaschismus häufig als Instrument (Deckmantel) ihrer eigenen Interessen und anerkennen den von ihnen beeinflussten oder geführten Antifaschismus Der von ihnen meist polemisch gebrauchte in Falle aber unpräzise Faschismusbegriff wirkte sich entsprechend den Antifaschismus-Begriff aus. In der DDR war der Antifaschismus offiziell Staatsdoktrin um Gegensatz zur angeblich faschistischen oder doch im Erbe stehenden Bundesrepublik zu betonen; so wurde 1961 errichtete Mauer offiziell als "antifaschistischer Schutzwall" Der Antifaschismus der DDR trug ihr zwar Sympathien auch im westlichen Ausland ein wurde in Wirklichkeit gerade in den Anfangsjahren der nie konsequent angewandt.

Nach der friedlichen Revolution 1989/90 diente dient der Antifaschismus gelegentlich einigen sich selbst links verstehenden Gruppen als Rechtfertigung ihres Daseins andere Gründe wie etwa die Regimekritik an (alten) Bundesrepublik oder Bekenntnisse zu Sozialismus oder Kommunismus nach außen hin hinfällig geworden waren. ist aber ebenso ein Missbrauch des Antifaschismus-Begriffs der "Staats-Antifaschismus" der DDR.

Konfliktpunkte

Manche heute aktive insbesondere sehr junge sind der Ansicht dass seitens des Staates durch Polzei und Justiz versucht würde sie und zu kriminalisieren. Wirkungsvoller antifaschistischer Widerstand gegen das Entstehen neuer faschistischer Strukturen verhindert werden um die Antifaschisten daran zu Zusammenhänge zwischen der offiziellen Politik des Staates seiner Organe und den Zielsetzungen der Rechtsextremen die bestehendenn inhaltlichen und personellen Verbindungen aufzudecken anzuprangern. Diese Antifaschisten behaupten mit dem Schlagwort sei keine Meinung sondern ein Verbrechen" dass von Rechtsextremen nicht durch die im Grundgesetz Rechte auf Demonstrations- und Meinungsfreiheit gedeckt bzw. geschützt sein könne.

Dem ist entgegen zu halten dass Handlungen der antifaschistischen Szene insbesondere das aggressive von Versammlungen der rechtsextremistischen Szene das Gewaltmonopol des Staates und das auch Rechtsextremisten garantierte Demonstrationsrecht ignorieren und von daher nicht den Staat akzeptiert werden können.

Zudem mutet es seltsam an wenn für Demokratie und Menschenrechte ihrem politischen Gegner Rechte nicht zugestehen wollen. Der dann (fälschlich) Artikel 139 des Grundgesetzes räumt kein Widerstandsrecht gegen politisch Andersdenkende sondern nimmt lediglich die von den Besatzungsmächten "Befreiung des deutschen Volkes vom Nationalsozialismus und erlassenen Rechtsvorschriften vom Geltungsbereich des Grundgesetzes aus.

Auch das Widerstandsrecht nach Artikel 20 4 kann nicht zur eigenmächten Abwehr der Umtriebe bemüht werden da derzeit eine Gefährdung Fortbestands der freiheitlich-demokratischen Grundordnung durch rechtsradikale Umtriebe nicht zu befürchten Solange die Verfahren von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit steht selbst gegenüber Verfassungsbrüchen keinem Bürger ein zu; jeder Bürger der sich gegen einen oder Rechtsbruch wehren will muß hierfür die rechtsstaatlichen und demokratischen Wege beschreiten.

Personen

Berühmte Antifaschisten die die Nazi-Diktatur überlebten u.a.:


Siehe auch: Antifa Antirassismus



Bücher zum Thema Antifaschist

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Antifaschist.html">Antifaschist </a>