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Anton Fränznick


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Anton Fränznick (* 9. August 1889 in Eppingen -Rohrbach; † 27. Januar 1944 im KZ Dachau ) war ein katholischer Priester.

Fränznick wurde am 2. Juli 1913 Priester geweiht. Nach verschiedenen Vikarstellen in Neustadt im Schwarzwald in St.Urban in Freiburg-Herdern als Hausgeistlicher der St.Josefsanstalt für Behinderte in Herten und als Vikar in Karlsruhe wurde er 1925 Pfarrer in Mörsch damaligen Dekanat Ettlingen .

Bereits im Priesterseminar in Freiburg war durch seine tiefe Frömmigkeit und Strenge gegenüber selbst wie auch gegenüber anderen aufgefallen. In 20'er Jahren schloß er sich der Schönstatt-Bewegung an. In deren Sinne organisierte er seiner Gemeinde mit großem Erfolg sogenannte "Eucharistische und war im gesamten süddeutschen Raum als Wandermissionar tätig. Seine Mitbrüder sahen dies teilweise Misstrauen. Sein Dekan schrieb 1931 "Fränznick/Mörsch spinnt

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten schloss er sich 1933 anderen Schönstattpriestern in einer Art "Verschwörung" zur des religiösen Lebens in einer Kirche am Kaiserstuhl zusammen die vor dem Zugriff der Gestapo sicher war. Dennoch geriet er alsbald deren Visier weil er unverändert seiner Missionarstätigkeit Wegen des staatlichen Verfolgungsdrucks erwirkte das Ordinariat Rottenburg ein - innerkirchliches - Verbot in Diözesangebiet tätig zu werden. Bereits 1934 waren mehrere Geistliche seines Bereichs in Schutzhaft 1935 untersagte auch das erzbischöfliche Ordinariat Freiburg ihm - allerdings erfolglos - die weil dies zulasten des Gemeindedienstes gehe.

1940 wurde Anton Fränznick auch zu eigenen Schutz in das abgelegene 500-Seelen Dorf bei Freiburg versetzt. Allerdings gab er auch dort Ruhe. Vielmehr trug er mit dem Ortsbürgermeister die Kanzel einen Konflikt aus ob die sich an der Baulast eines Weges zu habe und kritisierte in einer Predigt die Erschießung eines polnischen Zwangsarbeiters der ein Verhältnis mit einer Bollschweilerin hatte.

Am 24.Juli 1942 wurde Anton Fränznick verhaftet und in das KZ Dachau in den Priesterblock verbracht. Dort musste an einer primitiven Mühle Kräuter zerkleinern eine staubige Arbeit die letztlich zu seinem Tod Die Obduktion ergab Folgendes: Überstandene Lungenentzündung Typhus Abheilen Staublunge kranke Nieren Embolie im Bein in der Herzkammer.

Anton Fränznick starb innerlich ungebrochen. Er sich auf seinen Tod als Märtyrer vorbereitet.

Die Ortsgemeinde Bollschweil hat zum Andenken Straße nach Anton Fränznick benannt.

Literatur:

  1. Heck Dieter; Pfarrer Anton Maria Fänznick; 1994
  2. Schmider Christoph; Pfarrer Franz Anton Fänznick in Helmut (Hrsg.) Zeugen für Christus 1999 Band S. 195 ff
  3. Wollasch Hans-Josef; Fränznick Franz Anton in Badische Neue Folge Band IV S.80



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