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Reclam


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Der Reclam-Verlag wurde von Anton Philipp Reclam (* 29. Juli 1807 in Leipzig 5. Januar 1896 ebenda) gegründet. Er war der Begründer Herausgeber der Universal Bibliothek (UB) .

Geschichte

1828 gründete Anton Philipp Reclam den Verlag des literarischen Museums in seiner Heimatstadt Leipzig nachdem er zuvor eine Leihbibliothek das Litherarische Museum gekauft hatte. 1837 benannte er ihn in Philipp Reclam jun. um und erwarb zwei Jahre später Druckerei .

1858 erschien eine Shakespeare -Ausgabe die als Vorläufer der UB gilt. 1867 kam der Durchbruch für Reclam: auf Bundesversammlung des deutschen Bundes vom 9. November trat die Regelung in Kraft die Urheberrecht deutscher Autoren auf 30 Jahre nach deren Tod danach wurden sie Allgemeingut und somit verwertbar. Bereits der erste der UB war ein Klassiker : Goethes Faust . Dabei halfen modernste Technik und erfolgreiches Marketing dass Reclam seine Bücher in Taschenbuchformat sehr günstig verkaufen konnte.

Die UB wuchs pro Jahr erschienen rund 140 - neben deutschen Autoren auch europäische Literatur und philosophische Werke Gesetzestexte musikalische Werke ( Opern ) und Unterhaltungsliteratur .

1896 starb Anton Philipp Reclam in seinem Geburtsort Leipzig. Sein Verlag lebte weiter. 1905 wurde das neue Verlagsgebäude im Buchhändlerviertel bezogen. Die hauseigene Dampfmaschine erzeugte dabei u.a. die Energie für die über 40 Schnellpressen der

1908 erschien der 5000. Band der UB . 1912 setzte der Verlag erstmals Verkaufsautomaten ein. 1920 wurden auch gegenwärtige Autoren verlegt. 1928 hielt Thomas Mann die Laudatio zum 100-jährigen Bestehen des

Während der Zeit des Nationalsozialismus durften viele Werke vor allem jüdischer Autoren nicht mehr veröffentlicht werden. 1934 wurde das Urheberrecht auf 50 Jahre Bei den Bombenangriffen 1943 wurden die Verlagsgebäude schwer getroffen über t an Taschenbüchern wurden ein Opfer der

Nach 1945 übersiedelte Ernst Reclam der Eigentümer in Westen da die Arbeit in der sowjetischen Besatzungszone nicht nur deutlich erschwert war sondern Verlag auch teilenteignet wurde. 1947 gründete er in Stuttgart die Reclam Verlag GmbH mit acht Buchtiteln und produzierte vorwiegend Schulen . 1959 erschien der 1000. Band.

1967 beim 100-jährigen Geburtstag der Universal Bibliothek waren über 1100 Titel erhältlich die mehr und mehr Universitäts -Niveau erhielten. 1970 erscheinen die Taschenbücher in ihrem bis gültigen Aussehen: Gelb für deutsche Ausgaben und Orange für zweisprachige Ausgaben; ab 1983 Rot für fremdsprachliche Ausgaben. 1980 wurden die neuen Verlags- und Druckereigebäude Ditzingen bezogen.

1992 entstand nach der Reprivatisierung des Leipziger die Tochtergesellschaft Reclam Bibliothek Leipzig . Ab 1995 wurde der Verlag multimedial : zuerst auf CD-ROM ab 1998 via Internet und ab 1999 mit Hörbuchausgaben . Im selben Jahr gab es auch Ausstellung mit den bemalten beschriebenen und verunstalteten Umschlagseiten der von Schülern benutzten Ausgaben.

Am 1. Oktober 2003 feierte der Verlag sein 175-jähriges Bestehen.

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