Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Der Antrieb bezeichnet innere dynamische aktivierende Verhaltensbedingungen oder die die Zielorientierung -gerichtetheit und -bindung des gewährleisten.
Da der Antrieb nicht unmittelbar beobachtbar kann er nur aus den Wechselbeziehungen zwischen und Verhaltensziel oder wie beim sprachfähigen Menschen verbalen Äußerungen erschlossen und erklärt werden. Aus Intensität von Bemühungen um Nahrungsbeschaffung oder aus verbalen Bekundungen schließt man z.B. auf die eines Nahrungs-Antriebs.
Während Antriebe der Tiere die man engeren Sinne meist als Triebe bezeichnet als Bestandteile von unbedingten Reflexen von Instinkten (siehe Ethologie ) überwiegend zur Erbausstattung gehören sind beim nur die vitalen Antriebe die primäre Antriebe genannt werden als phylogenetisch erworbene Komponenten erbmäßig fixiert z.B.
Nahrungs- und Lufthunger
Durst
Sexualtrieb
Schlaftrieb
Aber auch als solche unterliegen sie starken gesellschaftlichen Überformung und somit der Veränderung. werden in einem solchen Ausmaß humanisiert daß sie sich qualitattiv grundsätzlich von Trieben unterscheiden z.B. in Hinsicht auf Bewußtheit und Kontrollierbarkeit d.h. auf die Antriebssteuerung normale Lebensumstände vorausgesetzt werden.
Die meisten menschlichen Antriebe werden über im Verlauf der Ontogenese (siehe Entwicklungspsychologie ) erworben und zwar innerhalb der Spielsphäre Unterricht im Arbeitsprozess oder in der Freizeitbeschäftigung. bekunden sich in Erlebnissen und erschließbaren Zuständen je nach Intensität als
Wunsch
Begehren
Drang oder Sucht
in Erscheinung treten und in höheren "vergeistigten" Formen als Interessen oder Strebungen faßbar sind.
Charakteristisch für alle diese Erlebnisse und sind zwei Sachverhalte:
1. Jeder Antrieb hat seine Entsprechung einem Zielobjekt das über den Antrieb eine (siehe Emotion ) Tönung oder Valenz einen Aufforderungscharakter (nach Lewin) erhält der es begehrenswert oder abstoßend macht.
2. Es entsteht damit nach Lewin Zielspannung ein innerer Spannungszustand der den Organismus das Ziel fixiert zum Ziel treibt oder eine Aversion verursacht.
Experimentelle neurophysiologische Untersuchungen z. B. gezielte von Hirngebieten oder Läsionen (siehe Psychophysiologie) belegen Bedeutung zentralnervöser Strukturen für die Antriebsprozesse z.B. Frontalgehirn im Zwischenhirn im Limbischen System oder in der Formatio reticularis. In Neurophysiologie wurden zahlreiche Modelle über das Zusammenwirken Mechanismen beim Zustandekommen von Antriebswirkungen erarbeitet z.B. Modell des funktionellen Systems von Anochin oder das Modell der mulktifaktoriellen Kontrolle von Stellar die jedoch noch alle hypothetischen Charakter haben.
Der Antriebsbegriff gehört zu den psychologischen die in der letzten Zeit sehr uneinheitlich und verwendet werden (ähnlich wie der Begriff Wird eine Verhaltensweise nicht durch den zugehörigen und die entsprechenden Kennreize versursacht sondern beruht Auftreten auf der Wirkung anderer Antriebsmechanismen so man in der Ethologie von einem allochthonen Antrieb bzw. von allochthoner Aktivierung .
Das ist gewöhnlich bei allen Übersprungbewegungen Fall d.h. bei Verhaltensweisen die in einem Zusammenhang ohne erkennbaren Situationsbezug auftreten. Viele Vögel plötzlich Pickbewegungen aus Nagetiere putzen sich oder auffallend und Paviane gähnen in dieser Situation. Ursache dieses Verhaltens ist die gleichzeitige und gleichstarke Aktivierung Dränge (siehe Drang) z.B. der Angriffs- und Flucht- bzw. der Angriffs- und Abwehrbereitschaft.
Man nimmt an daß deren wechselseitige ein Überspringen der Erregung auf andere Nervenbahnen die Enthemmung von Handlungsbereitschaften zur Folge hat normalerweise von den genannten Drängen unterdrückt werden. spricht von einem autochthonen Antrieb oder von auchtochthoner Aktivierung wenn eine Verhaltensweise durch den zugehörigen und die entsprechenden Kennreize verursacht wird. Normalerweise die meisten Verhaltensprogramme auf eigenständiger Aktivierung. Das wird z.B. fast immer autochthon durch den zur Nahrungsaufnahme und die Wahrnehmung von Nahrungsreizen In Ausnahmefällen kann Fressen aber auch ohne Voraussetzungen durch allochthonen Antrieb auftreten.