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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 9. Februar 2010 

Apeiron


Apeiron ( griech. ápeiron: die Unendlichkeit) bezeichnet einen von in die Philosophie eingeführten Begriff (siehe: Diels Fragmente der 12 A 9).

Es wird zumeist mit "das Unendliche" "Unbegrenzte" übersetzt. Die Einführung dieses Begriffes bezeichnete wichtigen Meilenstein in der Entwicklung der altgriechischen Philosophie. Materie wird bereits jeglicher sinnlicher Konkretheit entkleidet nicht mehr mit einem bestimmten Stoff identifiziert.

Der Begriff des Apeiron bildet ein dafür welche hohe Abstraktionsstufe bereits in der Frühzeit des materialistischen dialektischen Denkens erreicht wurde. Apeiron zeigt an es ursprünglich keine Grenzen in Raum und gibt.

Als unbestimmte Materie ist das Apeiron aller qualitativ bestimmten Körper so des Himmels der Erde und aller Welten. Es ist unendlich Quelle der Schaffung der Naturdinge und ihrer Bewegung.

Das Apeiron entwickelt aus sich die des Warmen und Kalten. Der Kampf dieser bewegt den Weltprozess. Gleichzeitig setzt Anaximander mit Begriff des Apeiron die immanente Gesetzmäßigkeit der sich unendlich entwickelnden Materie. Apeiron selbst ist ewig und unvergänglich.

Im Begriff des Apeiron kulminieren spontan-materialistische naiv dialektische Ideen der ionischen Philosophie . Dieser Begriff wirkt anregend auf das naturphilosophische Denken der Naturphilosophen (griech. physikoi). Von der Antike bis Gegenwart wird er sowohl idealistisch wie materialistisch

Für Platon hat z. B. das Apeiron kein Sein während Demokrit es zur Bezeichnung des unendlichen absoluten verwendet. Mit einiger Zurückhaltung ausgedrückt kann behauptet dass im Apeiron die ganze Entwicklungs- und Gravitationslehre von Charles Darwin bzw. Isaac Newton in Abstraktion antizipiert wurde.

Zur philosphiegeschichtlichen Deutung des Apeiron

Es hat in der Philosophiegeschichte nicht Versuchen gefehlt diesen Apeiron-Begriff im Sinne des zu deuten d.h. ihn als geistig-spirituell zu so z.B.

  • Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher (in: Über Anaximander Zur Geschichte der Philosophie Band 2 1839 )

  • Ferdinand Teichmüller Joseph Neuhäuser Heinrich Ritter Geschichte der jonischen Philosophie 2 Bände Leipzig 1903 )

  • Eduard Röth (in: Geschichte unserer abendländischen Philosophie Mannheim 1846 )

  • Johannes Hirschberger (in: Geschichte der Philosophie )

Dagegen hat Eduard Zeller der wohl Kenner der griechischen Philosophie das anaximandrinische Apeiron eindeutig als körperlich-materiell interpretiert(in: Die Philosophie der Griechen in ihrer geschichtlichen dargestellt Band I. Leipzig 1869 S. 188 ff.)



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