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Apfelwein


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Apfelwein ist ein Fruchtwein welcher aus einer Mischung verschiedenster Apfelsorten gekeltert wird. Üblicherweise hat er einen Alkoholgehalt von mindestens 5 5% - 7 und einen herben sauren Geschmack. Hergestellt und wird er überwiegend in Hessen insbesondere im Frankfurter Raum der Wetterau und im Odenwald sowie im gesamten moselfränkischen Raum. Hochburgen sind hier Merzig ( Saarland ) und der Trierer Raum.

Inhaltsverzeichnis

Name

Apfelwein wird im Hessischen Äbbelwoi oder Ebbelwoi genannt. Auf das von Großkeltereien geschaffene Äppler reagieren viele Apfelweinliebhaber allergisch weshalb man - insbesondere in einer alt eingesessenen Apfelweinkneipe tunlichst vermeiden sollte. In einer Diskothek hingegen die Bezeichnung Äppler durchaus gebräuchlich. An der Mosel in der Eifel und im Hunsrück trägt er den Namen " Viez " welcher aus römischer Zeit (lat. Vice der zweite oder stellvertretende Wein ) stammt und andeutet das dieser Apfelwein Ersatz zum echten Wein getrunken wurde. In ist die übliche Bezeichnung Most .

Herstellung

Apfelwein ist ein reines Naturprodukt . "naturtrüb" der Apfelwein im Endeffekt ist. hängt ab wieviel Klärstoffe sich durch die Zugabe sauren Früchten bilden.. Bei der industriellen Fertigung der naturtrübe Charakter künstlich hervorgehoben um dem eine Öko-Note zu verleihen. Im Herbst nach der Apfelernte werden die Äpfel ausgepresst und man erhält den so genannten Süßen der in Süddeutschland und Österreich oft Most oder Süßmost genannt wird. Nach einigen Tagen wird dann ein Rauscher also ein gärender Most der auf Zunge bitzelt. Im weiteren Verlauf entstehen dann helle Neue und der Alte .

Neben einigen Großkeltereien wird das Stöffchen noch von vielen kleinen Keltereien nach Hausrezept gekeltert die oft auch ein Apfelweinlokal Es gibt aber auch zahlreiche Gastronomiebetriebe und Privatpersonen die ihren Apfelwein selbst

Eine Variante des Apfelweins wird mit Saft der Früchte des Speierlingbaumes versetzt die wie der Name bereits so sauer sind dass man speien (spucken) Diese "Säuerung" klärt den Wein und macht länger haltbar. Weitere weniger bekannte Zusätze sind oder Schlehe im süddeutschen Raum und Österreich die Mostbirne.

Apfelwein wird nicht aus den modernen hergestellt da diese zu süß sind. In Kelterung ist man auf die säurehaltigen älteren aus dem Streuobstanbau angewiesen. Der fleißige Genuß Apfelwein trägt nicht nur zum Fortbestand der Apfelsorten bei sondern auch zum Erhalt der landschaftsprägenden Streuobstwiesen mit ihrer mannigfachen Pflanzen- und Alte Apfelsorten die für die Apfelweinherstellung wichtig sind

Darreichung

Apfelwein wird da er trüb ist im Gerippten (Glas mit Rautenschnitt dessen Schnitte das reflektieren) serviert. Die Standardgröße dieses Glases beträgt 25 Liter (die große Variante fasst 0 Liter). Der Ausschank von Apfelwein in anderen (z.B. Longdrinkgläsern) ist absolut unüblich. Ein mit gefülltes Geripptes wird auch als Schoppen bezeichnet.

In Gesellschaft oder bei größerem Durst man Apfelwein auch im Bembel . Das dickbäuchige Gefäß aus Steingut hat eine graue Grundfarbe mit blauem Muster. Die Größen werden in der Regel nach ihrem in Gläsern benannt (z.B. 4er oder 8er Bembel).

In Eifel Hunsrück Moseltal und Trier ist der Viezkrug zu Hause der weißem Porzellan besteht und 0 5 l fasst. nennt ihn hier "Porz" (von Porzellan) gesprochen: ( moselfränkisch ).

Auch beliebt ist der frisch gepresste "süße Viez" oder auch Most. Er ist erfrischend wenn der Gärungsprozess bereits eingesetzt hat.

Als altes Hausmittel gegen Erkältung oder als wärmendes Getränk in der kalten Jahreszeit der heiße Apfelwein beliebt wobei der Apfelwein erhitzt (nicht !) und mit Zimtstange evtl. Gewürznelken und Zitronenscheibe serviert wird. Bei dieser Variante ist Beigabe von Zucker ausnahmsweise nicht tabu.

Apfelwein als Mischgetränk

Böse Zungen aus fremden Regionen behaupten sei das was erst nach dem 8. zu schmecken anfängt. Vermutlich deshalb haben sich Abarten entwickelt:
  • Die üblichste ist der Sauergespritzte oder auch einfach nur " G'sprizte ": verschnitten mit Mineralwasser also eine Apfelweinschorle Viezschorle . Wer mehr als die übliche Menge in seinem Apfelwein wünscht bestellt einen Tiefgespritzten bzw. einen Batschnassen .
  • Ebenfalls verbreitet ist der Süßgespritzte : verschnitten mit Fanta oder Zitronen-Limonade oder mit frischem Apfelmost.
  • In alten Zeiten wurde in den Frankfurter Herrschaftshäusern Apfelwein mit Sekt gemischt. Vereinzelte Keltereien versuchen diese Tradition
  • Deutlich seltener wird Apfelwein mit Cola gemischt.
  • Auch beliebt ist das Mischen von und Apfelsaft (Halbe-Halbe)

Das Mischen (insbesondere mit Cola) gilt vielen Apfelweinliebhabern übrigens als Kulturverbrechen. Einige Puristen den selbstkelternden Wirten sollen auch schon den von Süßgespritztem verweigert haben.

Medien

Die ARD-Sendung "Zum Blauen Bock" mit Schenk und Lia Wöhr machte Ebbelwoi und den dazu gehörigen Bembel bundesweit bekannt.

Apfelwein in anderen Ländern

Varianten des Apfelweins sind auch in Frankreich ( Cidre ) Großbritannien USA ( Cider ) Spanien ( Sidra ) und Finnland ( Siideri ) bekannt. Ein ähnliches alkoholisches Getränk das Äpfeln und Birnen hergestellt wird trägt in Süddeutschland der Schweiz und Österreich den Namen Most .

In der Schweiz wird unterschieden zwischen (klar spritzig) und saurem Most (klar oder d.h. gegärtem Apfelsaft. Sauerer Most wird vor in der Ostschweiz produziert wo er der Einfachheit halber genannt wird. Der Kanton Thurgau der schweizweit am meisten Äpfel produziert deshalb oft scherzhaft als "Mostindien" bezeichnet.

mehr Beiträge zum Thema im Portal Essen & Trinken

Weblinks




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