Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Apnoe ist der medizinische Fachbegriff für einen Atemstillstand d.h. den Ausfall eines oder mehrerer äußere Atmung betreffender Organe . Hervorgerufen wird dieser Zustand zum Beispiel Lähmung der Atemmuskulatur ( Zwerchfell Brustmuskulatur) Würgen Blockade der Atemwege (durch Gegenstände Flüssigkeiten etc.) durch neurologische Erkrankungen Traumata oder durch psychische Ursachen.
Das in den Lungen befindliche Gasvolumen bleibt eingangs unverändert. Abhängig ob die Atemwege offen sind kann ein Gasfluß zwischen und Außenluft bestehen bleiben. Der Gasaustausch innerhalb Lungen sowie die Zellatmung bleiben von einer Apnoe unbeeinflusst.
Unter normalen Bedingungen kann der Körper Menschen nicht sehr viel Sauerstoff speichern. Apnoen mehr als einer Minute führen daher zu gefährlichen Sauerstoffmangel im Blut (Hypoxämie). Nach nur Minuten kommt es zu bleibenden Hirnschäden wenig zum Tod sofern keine geeigneten Maßnahmen getroffen werden. speziellen Umständen ( Hypothermie Hyperbare_Oxygenation Extrakorporale Membranoxygenation Apnoe-Oxygenation) können jedoch sehr viel längere ohne ernsthafte Schäden überlebt werden.
Untrainierte Personen können ihren Atem nicht als ein bis zwei Minuten willentlich anhalten. Grund dafür liegt in der sehr strikten von CO 2 und Blut-pH durch das Atemzentrum. Bei Apnoe wird kein CO 2 mehr abgeatmet; es kumuliert im Blut. starke Reiz auf das Atemzentrum kann willentlich überwunden werden. Allerdings kann eine Apnoe-Toleranz durchaus werden. Trainierte Apnoetaucher können ihren Atem bis zu sieben anhalten.
Achtung : Die Tatsache daß eine Hyperventilation vor Beginn einer willentlichen Apnoe es den Atem deutlich länger anzuhalten führt oft der missverständlichen Annahme dies sei einer vermehrten des Blutes mit Sauerstoff geschuldet. Tatsächlich wird die Hyperventilation allerdings nur der CO 2 -Partialdruck gesenkt und somit der Zeitraum bis Stimulation des Atemzentrums verlängert. Folge dieser falschen kann es sein daß ein Taucher seinen verbraucht bevor er wieder Lufthunger verspürt. Die Bewusstlosigkeit kann unter Wasser sehr schnell zum führen.
Da der Gasaustausch zwischen Blut und unabhängig vom Gasfluß zwischen Lungen und Außenluft kann sogar einer apnoeischen Person ausreichend Sauerstoff werden. Man nennt dieses Phänomen Apnoeische Oxygenation . In der Apnoe wird aus dem in den Lungen mehr Sauerstoff absorbiert als in die Lungen hineindiffundiert. Bei offenen Atemwegen ein verabreichtes Gas dem Druckgefälle von den Atemwegen in die Lungen. Bei Gabe von Sauerstoff genügt dies zum Auffüllen der Sauerstoffspeicher der Lunge. Die Aufnahme von Sauerstoff ins bleibt somit im üblichen Bereich. Allerdings wird einer Apnoe keinerlei CO 2 abgeatmet. Der Partialdruck des Kohlendioxid im Blut wird also und eine respiratorische Azidose verursachen. Außerdem wird der Sauerstoff in Lungen nach und nach durch CO2 ersetzt.
Unter idealen Bedingungen (d.h. wenn vor der Apnoe reiner Sauerstoff geatmet wurde um Stickstoff zu entfernen UND reiner Sauerstoff insuffliert könnte ein gesunder Erwachsener theoretisch eine Stunde ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Limitierender Faktor hier die Kumulation von Kohlendioxid.
Apnoeische Oxygenation findet Anwendung in der sowie bei Manipulationen an den Luftwegen wie Bronchoskopie Intubation oder chirurgischen Eingriffen. Aufgrund der beschriebenen ist die Apnoe-Oxygenation den Verfahren der extrakorporalen jedoch unterlegen und wird nur in Notfällen für kurze Vorgänge genutzt.
Der sogenannte 'Apnoe-Test' ist neben Angiographie Elektroenzephalogramm u.a. eines der Kriterien die zur des Hirntodes im Rahmen der Organspende herangezogen werden. Dabei wird der komatöse Patient mit reinem Sauerstoff beatmet und die mechanische Ventilation drastisch reduziert daß es zu einem Anstieg des Kohlendioxid - Partialdruckes im Blut kommt. Für die Rezeptoren im Hirnstamm stellt dieser Anstieg einen Anreiz zur Auslösung eines Spontanatemzugs dar. Setzt Spontanatmung bei einem festgelegten Grenzwert nicht ein man von einem völligen Ausfall des Atemzentrums