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Arbeitsteilung


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Inhaltsverzeichnis

Definition

Unter Arbeitsteilung versteht man jede Form der Aufteilung gesellschaftlichen Produktion von Gütern und Dienstleistungen in unterschiedliche Teilprozesse die dann von verschiedenen Wirtschaftseinheiten Produktionsstätten Regionen) ausgeführt werden. Jede Form der setzt eine entsprechende Form der Arbeitsvereinigung d.h. der gesellschaftlichen Organisation der Zusammenführung verschiedenen Teilprozesse voraus.

Formen der Arbeitsteilung

Im Wesentlichen im Anschluss an Karl Bücher können verschiedene sich aber in der überlagernde Formen der Arbeitsteilung unterschiedenen werden wie

  • die geschlechtliche Arbeitsteilung d.h. die Aufteilung verschiedener Arbeiten zwischen und Frau. Die Arbeitsvereinigung findet z.B. über in der Familie statt. In einer industrialisierten handelt es sich hier grob um die zwischen reproduktiven Aufgaben die den Frauen zufallen und Aufgaben die den Männern zufallen.
  • die Berufsbildung d.h. die Spezialisierung von Produzenten und auf die Produktion bestimmter Arten von Gütern Dienstleistungen. Die Arbeitsvereinigung findet z.B. auf Märkten Tausch statt.
  • die Berufsspaltung d.h. die weitergehende Spezialisierung innerhalb von Berufs- oder Gewerbegruppen auf Unterarten von Gütern Dienstleisungen. Die Arbeitsvereinigung findet z.B. auf Märkten Tausch statt.
  • die Arbeitszerlegung d.h. die Aufteilung eines einzelnen Produktionsprozesses verschiedene Teilprozesse die innerhalb einer einzelnen Produktionsstätte spezialisierten Arbeitskräften wahrgenommen werden. Die Arbeitsvereinigung findet die betriebliche Ablaufsorganisation statt.
  • die Produktionsteilung d.h. die Aufteilung eines Produktionsprozesses in Teilprozesse die in verschiedenen (wirtschaftlich selbstständigen oder Produktionsstätten stattfinden. Die Arbeitsvereinigung findet über die Ablaufsorganisation oder Tausch statt.
  • die regionale Arbeitsteilung d.h. die Spezialisierung einzelner Regionen auf Produktion bestimmter Güter und Dienstleistungen. Die Arbeitsvereinigung z.B. über Tausch statt.
  • die internationale Arbeitsteilung d.h. die Spezialisierung einzelner Nationen auf Produktion bestimmter Güter und Dienstleistungen. Die Arbeitsvereinigung über den Außenhandel statt.

Begriff der Arbeitsteilung in der Wirtschaft

Die Arbeitsteilung steigert nach Adam Smith die Produktivität der Arbeit. Laut Smith sie demnach 3 Vorteile:

  • Spezialisierung und somit Förderung der "größerer Geschicklichkeit einzelnen Arbeiters"
  • Zeitersparnis
  • Technologische Fortschritte

Die Zeitersparnis wird mit dem berühmten (ein Beispiel der Arbeitszerlegung) erklärt. Ein einzelner Arbeiter kann an einem Tag nur wenige herstellen. Wird die Arbeit aufgeteilt in mehrere (Draht ziehen abzwicken zuspitzen Kopf oben drauf ...) können von z.B. 5 Arbeitern tausende an einem Tag hergestellt werden.

Der Technologische Fortschritt kommt dadurch zustande für einen Teil der Arbeit leichter neue entwickelt werden können.

Smith sieht jedoch auch die Gefahr Arbeitsteilung. Menschen verdummen wenn sie nur einen Handgriff andauernd ausüben. Als Gegenmaßnahme fordert er verbesserte Ausbildung.

Siehe auch: Taylorismus

Begriff der Arbeitsteilung in der Soziologie

Der Begriff der Arbeitsteilung war in Soziologie de 19. Jahrhunderts Gegenstand einer Auseinandersetzung den Zusammenhalt der Gesellschaft. Herbert Spencer analysierte die Arbeitsteilung in der Abhandlung of Functions and Division of Labour' aus Werk 'Principles of Sociology' (ab 1877) als Ergebnis gesellschaftlicher Evolution und regionaler Unterschiede Emile Durkheim "reagierte" im Auseinandersetzung mit dem Utilitarismus in 'De la division du travail (1893) und erklärte die Arbeitsteilung zur wichtigen für die "organische Solidarität" hochentwickelter Gesellschaften. Zeitgleich nicht in direkter Auseinandersetzung beschäftigte sich Georg Simmel in 'Über sociale Differenzierung' (1890) mit Thema der Arbeitsteilung. Gemeinsam ist allen drei das wesentliche Ziel den Widerspruch zwischen zunehmender Individualisierung und kollektivem Zusammenhalt der Gesellschaft aufzulösen. hinaus legt jeder Autor ein Gedankenmodell der zugrunde bei der sich ein homogenes Ganzes einen Zeitraum zu einer heterogenen Sammlung von entwickelt die aber ihrerseits wieder ein (höheres) bildet. Die Unterschiede setzen bereits bei der dieses einfachen Modells an: So kann dieses die Menge möglicher Tätigkeiten zur Gesellschaftserhaltung (Spencer) Menge aller bisher vorhandenen Tätigkeiten (Durkheim) oder Menge der Interessen und Vorstellungen eines Individuums sein.

Ausgehend von dem allen drei Autoren Teilungsgedanken werden in der Folge die einzelnen dieser Teilung betrachtet um auf diese Weise unterschiedlichen Facetten der untersuchten Begriffe division of specialisation of functions Differenzierung Arbeitsteilung und division travail social herauszuarbeiten.

Das Objekt der Teilung

Die deutlichste Aussage zum Objekt der ist bei Spencer zu finden. Specialisation of bezieht sich auf alle Tätigkeiten oder deren die zum Fortbestehen einer Gesellschaft nötig oder sind (dies sind die Tätigkeiten von Regierung Geistlichkeit Verwaltung und Industrie). Division of labour Spencer gemäß der allgemeinen Auffassung seiner Zeit den Teil der specialisation of functions ein direkt oder indirekt der Erfüllung materieller Wünsche der Herstellung materieller Hilfsmittel zur Erfüllung geistiger dient. Zur division of labour gehören darüber noch die einen Produktionsprozess regulierenden geistigen Arbeiten. auf Tätigkeiten ausgerichtet scheint die Arbeitsteilung Simmels selten Verwendung findet. Sie hat mit Differenzierung Arbeit eine ähnliche oder identische Bezeichnung. Sie verwandte Aufgaben einer beruflichen Tätigkeit deckt sich höchstens mit der specialisation of functions wenn den Beruf als Beitrag zum Fortbestehen einer ansehen will und die Aufgabe im Sinne in naher Zukunft stattfindender Tätigkeit versteht.

Differenzierung greift indes deutlich weiter über Bereich hinaus und meint zunächst Ungleichheit so Arbeitsteilung schließlich eine mögliche Konkretion von Differenzierung So ist das Objekt der Differenzierung unbestimmt. Differenzierung ist deutlich an den Entwicklungsprozess von homogenen Gruppe von Menschen zu einer heterogenen aber auch hier beschreibt sie direkt nur Unterschiedlichkeit. Schließlich ist in der Differenzierung der die mit der sozialen Differenzierung einhergeht doch eine Art Teilung gefunden. sinnvoll lässt sich diese nur deuten als Unterschiedlichkeit der Interessen einer Person und damit Aufspaltung die Teilung des Interesses einer Person verschiedene Teile. Dieses Teile sind die Zugehörigkeiten Person zu verschiedenen Gruppen (Kreisen) die bei Vielzahl vorhandener Kreise die Persönlichkeit als einzigartiger Schnittpunkt dieser Vielzahl beschreiben.

Durkheim bezieht seine division du travail einmal auf Arbeit und einmal auf Funktion. die Arbeitsteilung aber "ein Ergebnis des Lebenskampfes" sind die zur Disposition stehenden Tätigkeiten auf Erringung von knappen Gütern gerichtet bzw. auf die durch viele menschliche Konkurrenten knapp geworden Da diese Güter sowohl geistige wie materielle können ist ein Vergleich mit der specialisation functions und der Arbeitsteilung möglich. Ein Unterschied ersteren liegt in solchen Tätigkeiten die für Fortbestehen der Gesellschaft nötig sind aber keine nicht aufwendig konstruierten) knappen Güter beschaffen.

Beispiele für diese Tätigkeiten sind das einer Partei das sich Informieren durch die oder der (moralische) Austausch mit seinen Mitmenschen. Tätigkeiten befriedigen zwar Bedürfnisse des Handelnden stehen unbeschränkt zur Verfügung insbesondere unabhängig davon wie andere Menschen die gleiche Tätigkeit ausüben. Jedoch Gesellschaft ohne Wahlbeteiligung oder Kommunikation über die Anliegen würde (auch im Sinne Durkheims) wohl weiterbestehen können. Will man 'berufliche Tätigkeiten' weniger eine 'Berufung' und stärker an eine Lohnarbeit so ist Arbeitsteilung gewissermaßen der 'kleinste gemeinsame der hier diskutierten Begriffe.

Die Komplementarität der Teilung

Ein wesentlicher Kritikpunkt Durkheims an der Spencers ist die Nichtbeachtung der Absprache und des zuvor nötigen moralischen Bandes zwischen den die eine Arbeit untereinander aufteilen. Basis dieser ist die "Natur" der division du travail die "eine Funktion in zwei exakt komplementäre zu teilen verlangt. Dies ist eine übermäßige des Teilungsbegriffs will man den Ausführungen Spencers werden denn dieser betrachtet ebenso eine voneinander 'Teilung' (wenn man sie dann noch als bezeichnen will) wie sie beispielsweise zwischen verschiedenen möglich wäre als auch eine sich gegenseitig Teilung ähnlich einer Symbiose die sowohl Überlappungen auch völlig verschiedene Teile beinhalten kann. So um diese Unterschiede durch Beispiele plastischer zu ein Bauer seine Feldarbeit in Säen und komplementär teilen. Er kann aber auch mit Nachbarn zusammenarbeiten schwerpunktmäßig Ackerbau betreiben und seine stark einschränken während sich sein Nachbar umgekehrt was einer überlappenden Teilung gleich käme. Schließlich Fischer und Bauer ohne sie verbindenden Handel gegenseitige Kenntnis nebeneinander existieren so dass gemessen den denkbaren Möglichkeiten der Lebensmittelversorgung einer Gesellschaft völlig unabhängige Teilung festzustellen ist. Die Kritik ist nur im Falle einer komplementären Teilung Es ist ein beachtlicher Unterschied zwischen "division travail social" und specialisation of functions bzw. of labour festzustellen. Die Differenzierung der Persönlichkeit nehmen wir als Basis das im vorigen konstatierte Teilungsobjekt alle drei der oben entworfenen annehmen. Die Arbeitsteilung hingegen tritt durch den Bezug auf Lohnarbeit häufig als von einem geplant auf und ist daher oft komplementär erscheint aber auch überlagernd. Wichtig ist Simmel gerade die Verbindung zwischen den einzelnen Tätigkeitsbereichen dass eine unabhängige Teilung zwar durch die nicht ausgeschlossen werden kann aber zumindest kaum ihm berücksichtigt wird. Durch diese Verbindung nämlich die für ihn interessanteren Folgen der Arbeitsteilung stande: Dass der Mensch einen anderen Menschen gleichem Beruf aber anderen Interessen hat (oder und so die sachlichen Zusammenhänge von den Gleichheiten zu unterscheiden lernt und darüber das Gemeinsame erkennt.

  

Die Betroffenen der Teilung

Die eben angesprochene Folge der Arbeitsteilung Simmel ist nur zu finden wenn zwei Personen oder Gruppen die getrennten Teile der ausführen die Teilarbeiten also parallel ausgeführt werden Aus ähnlichem Grunde ist auch die Form Teilung bei der eine Tätigkeit nur räumlich zeitlich geteilt wird und trotzdem von einer oder einer Gruppe (ohne Spezialisierung ihrer Mitglieder) wird für Durkheim uninteressant und wird nicht Denn in diesem Fall kann die Entstehung Solidarität zwischen verschiedenen Personen nicht gefolgert werden. findet diese Möglichkeit nur bei Spencer eine Erwähnung zumindest für die serielle division of von einer Einzelperson. Erstaunlich unbeachtet bleibt die nach der Austauschbarkeit der Beteiligten der Teilung Spencer in den behandelten Kapiteln denn diese parallel mit der allgemeinen Teilungsentwicklung zu steigen. behandelt er die Freiheiten des Lohnarbeitsverhältnisses aber eine Aufsplitterung komplexerer Tätigkeiten nicht nur Raum eine Spezialisierung der an der Teilung beteiligten ermöglicht sondern umgekehrt auch die verbleibenden Teile einfach machen kann dass prinzipiell jeder Mensch besondere Qualifikationen diese Teiltätigkeiten ausführen kann habe im Ausgangsmaterial nicht finden können. Noch deutlicher dieser Punkt bei Durkheim regelrecht 'negiert'. So sich in der Sekundärliteratur eine Charakterisierung der also in Durkheims Klassifizierung primitiven wenig entwickelten der folgenden Art: "Von den meisten Individuen erwartet dass sie jede Aufgabe erfüllen können müssen was die Funktionserfüllung betrifft fast austauschbar und besitzen in diesem Sinne aus gesellschaftlicher keine 'Individualität'." Letztere entsteht bei Durkheim gerade die division du travail social was aber solche Spezialisierung der Arbeitsanbieter voraussetzt dass sie eben deutlich weniger austauschbar sind als zuvor Entwicklung ist nach Durkheim auch durch die Konkurrenz der Arbeitsanbieter verursacht). Betrachtet man aber den Teil der Arbeitsteilung der zur Steigerung Produktivität von Arbeitgebenden bewusst geplant ist so viele dieser Teilarbeiten so unpersönlich und unqualifiziert die angestellten Menschen in hohem Maße austauschbar und keine oder kaum besondere Qualitäten vorweisen Dann ist aber nicht einsehbar warum eine zwischen diesen Personen entstehen sollte da jeder Aufgaben übernehmen könnte und somit keiner von abhängig ist. Auch ist dieser Aspekt nicht Anomalie an den Rand zu stellen da in einer nur auf freiwilliger Berufswahl und gewachsener division du travail social beruhenden Gesellschaft stets unqualifizierte und damit personell austauschbare anfallen. Diese werden dann nicht aus Interesse oder Fähigkeiten angenommen sondern aus Mangel an Arbeitsmöglichkeiten. Deutlich geht Simmel auf diesen Punkt auch in allgemeinerer Form ein. Er sieht Objektivierung der sozialen Beziehungen in Einklang mit steigenden individuellen Freiheit wachsen da die Verpflichtungen nicht mehr einer konkreten Person sondern nur noch gegenüber Position bestehen. Diese Entwicklung hat seine Grenzen die anderen "zunächst doch da sein und werden [müssen] damit sie einem gleichgültig sein [...] Die Ursache wie die Wirkung derartiger Abhängigkeiten bei denen das Subjekt als solches ist liegt in der Auswechselbarkeit der Personen: dem freiwilligen oder durch die Struktur des bewirkten Wechsel der Subjekte offenbart sich jene des subjektiven Momentes der Abhängigkeit die das der Freiheit trägt." Bezogen auf die Arbeitsteilung das dass nur die Positionen oder Posten die Teile der Arbeit zugeordnet sind voneinander sind nicht aber die diese besitzenden Individuen. schafft das Bewusstsein der Individuen über die Abhängigkeiten ihrer das Gefühl von allen anderen Individuen abhängig sein da potentiell jeder andere einen solchen erhalten könnte und somit eine indirekte Abhängigkeit wäre. Dabei ist allerdings und insofern trifft oben geäußerte Kritik auch auf Simmel zu der unterschiedliche Grad der Austauschbarkeit abhängig von Tätigkeit und den dazu nötigen Qualifikationen berücksichtigt eben nicht eine Abhängigkeit des Einzelnen von gleichermaßen sondern eine mit der Qualifikation des Postens steigende Abhängigkeit erzeugt. Ein Punkt ist die Frage ob eine Person mehreren Teilungsprozessen beteiligt sein kann. So scheint für Spencer selbstverständlich zu sein dass jede nur einen Tätigkeitsteil oder Beruf ausüben kann. widerspricht nun Simmel der gerade in der der Kreise an denen die gleiche Person ist eine wesentliche Entwicklung feststellt (Dabei wird Beispielen deutlich dass auch verschiedene Tätigkeiten und mit der Mitgliedschaft in solchen Kreisen verbunden können). Die Ausführungen Durkheims lassen beide Möglichkeiten Da sie aber die aus mehreren Tätigkeiten einer Person möglicherweise entstehenden Konflikte nicht beachtet Simmel dies tut) ist seine Auffassung vermutlich von Spencer ähnlich.




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