Archie Shepp begann seine professionelle Karriere Musiker 1960 in der Band von Cecil Taylor. arbeitete er u.a. mit Bill Dixon John Don Cherry und vor allem mit John Coltrane (u.a. Ascension 1965 ). In unterschiedlichen Besetzungen folgten unter eigenem bahnbrechende Aufnahmen (u.a. mit Roswell Rudd Bobby Beaver Harris and Grachan Moncur III) die zu einem der wichigsten Protagonisten der Jazz- Avantgarde und des Free Jazz in den 60er machten.
Archie Shepp war nicht nur musikalischer sondern auch politisches und soziales Sprachrohr eines schwarzen Selbstbewußtseins. Ein Höhepunkt des politischen Engagements "angry young man" war der Aufritt beim Festival 1969 in Algier .
Trotz aller neutönerischer Radikalität stand Shepps emotionale Spielweise immer in der Tradition der Swing -Saxophonisten wie Ben Webster oder Coleman Hawkins die auf dem Wechselspiel rauher und gehaucher Töne verschiedener Register und Lautstärkestufen beruht.
In den 70er und 80er wurde Shepps Spiel immer stärker mit tradtitioneller afroamerikanischer Musik durchsetzt. Blues Gospel und Spiritual waren für Shepp die ureigenen Ausdrucksmittel Schwarzen in den USA. Er wollte ihnen Musik geben mit der sich die diskriminierte Community in den Ghettos identifizieren konnte.
In den späten 80ern und in 90er Jahren wurde sein Spiel noch weitgehender Tradition und Mainstream bestimmt. Neben Momenten großer spiritueller Tiefe es immer wieder mittelmäßige Aufnahmen und Konzerte routinierter Beliebigkeit.