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Armut


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„Der Begriff Armut entzieht sich wegen seiner einer allgemeingültigen Definition.“ (aus: Lebenslagen in Deutschland. Der erste Armuts- und der Bundesregierung Berlin 2001).

Armut ist die unzureichende Mittelausstattung zur Befriedigung lebenswichtigen Grundbedürfnisse . Sie ist häufig bestimmt durch ein unterhalb der Armutsgrenze .

Inhaltsverzeichnis

Absolute Armut

Als grober Indikator für die absolute Armut wird manchmal die Verfügbarkeit von 1 in lokaler Kaufkraft pro Tag für die der Lebensbedürfnisse angesehen. Davon sind ca. 1 Mrd. Menschen weltweit betroffen. Die größte Zahl Menschen lebt in Asien; in Afrika ist der Anteil der Armen an der Bevölkerung höher. Die Mitglieder der UN haben sich beim Milleniumsgipfel im Jahr auf das Ziel geeinigt bis zum Jahr die Zahl derer die weniger als 1 am Tag haben zu halbieren. Nach Angaben Weltbank vom April 2004 kann dies gelingen nicht in allen Ländern. Während durch einen Aufschwung in Teilen Asiens der Anteil der deutlich zurück ging (in Ostasien von 58 16 Prozent) hat sich in Afrika die der Ärmsten erhöht (im Afrika südlich der von 1981 bis 2001 fast verdoppelt). In und und Zentralasien wurde eine Zunahme der Armut auf 6 Prozent der Bevölkerung errechnet.

In Wohlstandsgesellschaften ist Armut auf andere zu definieren. Aktuell wird gemäß europäischer Konvention als arm bezeichnet der weniger als 50% Durchschnittseinkommens hat (vgl. relative Armut ).

Relative Armut

Die relative Armut ist die Unterversorgung mit materiellen und Ressourcen von Menschen bestimmter sozialer Schichten im Verhältnis zum Wohlstand der jeweiligen

Armut in Österreich

Nach einem Bericht der Armutskonferenz sind Daten über so genannte Working Poor verfügbar: in Österreich seien 57 000 Menschen ( 2003 ) von Armut trotz Arbeit betroffen. Weiters der Grad der Armutsgefährdung von der Art Beschäftigungsverhälnisses ab:

Teilzeitbeschäftigte mit bis zu 20 Stunden wöchentlicher haben ein dreifaches bei 21 bis 30 ein doppelt so hohes Risiko armutsgefährdet zu wie Personen die zwischen 31 und 40 beschäftigt sind. [1]

Weiters kritisiert der Schattenbericht der Armutskonferenz zum 2. Nationalen Aktionsplan für soziale Eingliederung 2003-2005 österreichischen Bundesregierung dass Langzeitarbeitslose und Migranten und Migrantinnen diesem Plan vollkommen fehlen [2] .

Armut in Deutschland

In Deutschland betrugen die Durchschnitts-Nettolöhne und je Arbeitnehmer im Jahre 2002 im Monat €. Danach ergibt sich eine Armutsquote von 5% (der europäische Durchschnitt beträgt 14 5%). Anzahl der Sozialhilfeempfänger beträgt "nur" 3 5%. ist die Dunkelziffer an Armut ableitbar.

Bei der Berechnung der Armutsquote wird der Bedarf bzw. Verbrauch von kleineren und größeren Erwachensen und Kindern gewichtet ("Äquivalenzeinkommen"). Weil hierbei Formeln benutzt werden sind die Ergebnisse verschiedener nicht einheitlich. (Quelle für Armutsquote in Deutschland: Welter: Working poor - Ein unscharfer Begriff für Massenphänomen. )

Grundsätzliches

Armut ist ein zentraler Begriff der Ethik und der Sozialphilosophie . Im theoretischen Grundverständnis unterscheiden sich ökonomische Konzepte die Armut als Mangelversorgung mit Gütern und Dienstleistungen verstehen von soziokulturellen Konzepten die auch nichtmaterielle Bedürfnisse thematisieren das Fehlen ausreichender Bildungsmöglichkeiten ) - s. insbesondere hier Knappheit .

Armut schränkt die Betroffenen in der Ausgestaltung ihres Lebens ein.

Bis ins 19. Jahrhundert wurde Armut nicht als gesellschaftlich verursacht sondern als individuell oder "gottgewollt" betrachtet. In Europa setzte sich Zuge der Industrialisierung und der Auseinandersetzung um Soziale Frage die Auffassung durch dass Armut als ein Ergebnis ökonomischer Verteilungsprozesse ist und durch Politik verringert werden kann.

Hauptursachen von Armut sind Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sowie stark ungleiche Einkommensverteilung.

Für die Beschreibung der Ungleichheit wird den Sozialwissenschaften oft der Gini-Koeffizient oder das Atkinson-Maß als Ungleichheits-Indikator verwendet.

Als das Gegenteil von Armut gilt Reichtum .


Siehe auch: Amartya Sen Existenzminimum Grundrechte Knappheit Menschenrechte Minderheitenschutz Soziale Gerechtigkeit Soziale Ungleichheit Sozialhilfe Sozialrecht

Weblinks




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