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Arnika


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Die Arnika (lat. Arnica montana ) auch Berg-Wohlverleih genannt gehört zur Familie der Korbblütler ( Asteraceae ) Gattung Arnika und ist eine gelb blühende krautige Pflanze . Hauptinhaltsstoffe sind verschiedene Flavonoide die für die antiphlogistische Wirkung verantwortlich sollen.

Arnika steht unter Naturschutz.

Inhaltsverzeichnis

Arnika als Heilpflanze

Alle Teile der Pflanze sind giftig; enthält Arnika das giftige Helenalin deswegen sollte als Selbstmedikation nicht innerlich angewendet werden. Das Laub kann aufgrund des Wirkstoffes Arnicin Hautreizungen hervorrufen.

Den antiken Schriftstellern war Arnika als nicht bekannt. Die wohl früheste Erwähnung findet bei der hl. Hildegard von Bingen . Bei der von ihr als „Wolfsgelegena“ Pflanze könnte es sich um die Arnika Ende des Mittelalters war sie dann eine Wundheilpfanze.

Umschläge mit Arnika-Tinktur helfen bei Zerrungen Muskeln und Sehnen bei Faserrisen und Quetschungen. klingen mit Hilfe von Arnika-Umschlägen schneller ab die Resorption verbessert wird. Diese Wirkung ist den Wirkstoff Helenalin zurückzuführen. Bei zu hoher von Arnika-Tinktur kann es allerdings zu Reizungen Schädigungen der Haut kommen eine Einnahme kann zu Atemlähmung und Herzstillstand führen.

Arnika war in manchen Herz- und enthalten. Schon Johann Wolfgang von Goethe soll sein flatterndes Herz mit Arnikatropfen haben. Moderne experimentelle Untersuchungen bestätigten die volksmedizinische bei Herzschwäche. Die in der Arnika enthaltenen Flavonoide steigern die Durchblutung der Herzkranzgefäße wodurch es zu einer verbesserten Leistung Herzmuskulatur kommt. Allerdings kann es bei der Einnahme bei zu hoher Dosierung zu gefährlichen wie Schwindel Durchfall Herzrhythmusstörungen und Muskelzittern kommen weshalb nur auf exakt dosierten Fertigpräparate zurückgegriffen werden sollte.

Arnika im Aberglaube

Hildegard von Bingen mag eine der ersten gewesen sein die heilende Wirkung dieser Pflanze erkannt hat. schrieb ihr jedoch auch beachtliche magische Kräfte
Wenn ein Mann oder eine Frau in erglüht dann wird wenn jemand sie oder auf der Haut mit Wolfesgelena (=Arnika) berührt der Berührte in der Liebe anderen verbrennen und wenn das Kraut vertrocknet dann werden Mann oder Frau durch die fast rasend so daß sie schließlich unsinnig

Die Arnika zählt zu den alten worauf einige volkstümlich Namen hindeuten z.B. Donnerwurz Johannisblume. Als leuchtend gelb blühende Pflanze spielte früher im Kult der Sommersonnwende eine Rolle. dieser heidnischen Bräuche gingen dann in volkstümliche über. So galten z.B. die am Johannistag also dem 24. Juni dem Tag Sonnenwende gesammelten Blüten als besonders heilkräftig.

Am Vorabend zum Johannistags steckten Bauern an die Ecken ihrer Getreidefelder. Dies sollte "Bilmesschnitter" davon abhalten das Getreide zu vernichten. Dieser war ein Korndämon ging besonders gerne um die Zeit der über die Getreidefelder und legte dort die um. Dieser Aberglaube beruht aber wahrscheinlich auf Beobachtungsgabe denn auf Arnikapflanzen legt die Arnikafliege arnica) ein Getreidenützling die Eier ab.

In einigen Gegenden zählt Arnika auch den Blumen die in den Strauß der Kräuterweihe an Maria Himmelfahrt dem 15. August Damit zählt Arnika zu den Marienpflanzen. Möglicherweise sie schon in vorchristlicher Zeit der Muttergöttin (oder Freia) zugeordnet.

Besonderheiten

Arnika wurde früher dem Schnupftabak zugesetzt die getrockneten Blätter reizten die Nasenschleimhäute. Gemeinsam Huflattich und Königskerzenblüten wurde Arnika auch als geraucht.

Literatur

  • Hartwig Abraham und Inge Thinnes; Hexenkraut und Zaubertrank Unsere Heilpflanzen in Sagen und Legenden Greifsberg 1995
  • Detlef Arens Sechzig einheimische Wildplanzen in lebendigen Porträts Köln 1991
  • Manfred Bocksch Das praktische Buch der Heilpflanzen München
  • Gertrud Scherf; Zauberpflanzen Hexenkräuter - Magie und Mythos heimischer und Kulturpflanzen München 2002



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