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Arnold Sommerfeld


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Arnold Johannes Wilhelm Sommerfeld (* 5. Dezember 1868 in Königsberg ; † 26. April 1951 in München ) war ein deutscher mathematischer Physiker .

Inhaltsverzeichnis

Leben

Sommerfeld Sohn eines naturwissenschaftlich interessierten praktischen studierte nach dem Abitur 1886 Mathematik an der Universität Königsberg einer der Hochschulen an der Theoretische Physik als eigenständiges Fach etabliert worden war. seinen akademischen Lehrern zählten so bedeutende Gelehrte David Hilbert Ferdinand von Lindemann und Adolf Hurwitz. Er promovierte dort 1891 über Die willkürlichen Functionen in der mathematischen Physik .

1893 ging Sommerfeld nach Ableistung des Militärdienstes Göttingen dem damaligen Zentrum der mathematischen Wissenschaft Deutschland. Er wurde dort zunächst Assistent am Institut sein Hauptinteresse blieben aber weiterhin die und Mathematische Physik. 1894 wurde er Assistent des Mathematikers Felix Klein der sein wissenschaftliches Vorbild wird. Er unter ihm 1895 seine Habilitationsschrift Die mathematische Theorie der Beugung und wurde danach zunächst Privatdozent für Mathematik.

1897 heiratete Sommerfeld. Er erhält einen Ruf einer ordentlichen Professur der Mathematik an der Clausthal 1900 folgt der Lehrstuhl für Technische Mechanik der Technischen Hochschule Aachen. 1906 erhielt er dann eine Professur für Physik an der Universität in München wo ein bedeutendes Zentrum für theoretische Physik aufbaute. verbringt er obwohl er Angebote auf andere Lehrstühle erhielt den Rest seiner Laufbahn unterbrochen eine Gastprofessur in den USA (University of 1922/23) und durch eine Reise als akademischer die ihn nach Asien (Indien China Japan) in die USA führt (1928/29). 1935 erfolgte die Emeritierung er unterrichtete aber noch bis 1940 weiter. Ursache dieses langen Übergangs war Nachfolgefrage: Sommerfeld favorisierte Werner Heisenberg als seinen Nachfolger stieß aber auf von Vertretern der so genannten Deutschen Physik die letztlich ihren nach Sommerfelds Ansicht aller zur Verfügung stehenden Kandidaten durchsetzten.

Sommereld starb 1951 an den Folgen Verkehrsunfalls.

Leistungen

Sommerfeld war sowohl als Forscher wie als akademischer Lehrer bedeutend. Sein Beitrag zur bestand weniger in der Formulierung neuer umwälzender Theorien als vielmehr in der Anwendung fortschrittlicher Methoden auf physikalische und technische Probleme. Ein Beitrag zur frühen Quantentheorie war die Erweiterung des Bohrschen Atommodells so dass mit diesem auch die Feinstruktur der Spektrallinien des Wasserstoffs erklärt werden konnte (Bohr-Sommerfeldsches Atommodell). Weiterhin er Theorien der Röntgenstrahlung und der Metall elektronen und arbeitete eine umfassende Theorie des Kreisels aus. Sommerfeld war auch einer der Physiker der Albert Einsteins Spezielle Relativitätstheorie akzeptierte und anwendete.

Viele berühmte zum Teil mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Physiker des 20. Jahrhunderts stammen der so genannten Sommerfeldschule der Theoretischen Physik also in ihrer Laufbahn einmal bei ihm Doktorand oder nahmen zeitweilig an seinen Lehrveranstaltungen Diese Schule hat die Entwicklung ihrer Wissenschaft der Quantentheorie und deren Verbreitung) stark beeinflusst wegen der Qualität ihrer Arbeiten wie auch viele Lehrstühle die in Deutschland und den durch ihre Vertreter in der Folgezeit besetzt Mit Werner Heisenberg und Wolfgang Pauli haben zwei der bei der Formulierung Quantenmechanik massgebliche Forscher bei Sommerfeld promoviert. Weitere waren u.a. Peter Debye und Hans Bethe .

Sommerfeld war Mitglied der Bayerischen Akademie Wissenschaften (ab 1908) und Fellow der Royal Society London (ab 1926). Ihm wurde von Preußischen Akademie der Wissenschaften 1917 die Helmholtz-Medaille und von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft 1931 die Max-Planck-Medaille verliehen.

Werke

  • Theorie des Kreisels 4 Bände (zusammen mit Felix Klein) 1897-1910
  • Atombau und Spektrallinien Braunschweig 1919
  • Vorlesungen über theoretische Physik
    • Band 1: Mechanik Leipzig 1943
    • Band 2: Mechanik der deformierbaren Medien Leipzig 1945
    • Band 3: Elektrodynamik Wiesbaden 1948
    • Band 4: Optik Wiesbaden 1950
    • Band 5: Thermodynamik und Statistik Wiesbaden 1952
    • Band 6: Partielle Differentialgleichungen der Physik Leipzig 1945

Literatur

  • Michael Eckert: Die Atomphysiker. Eine Geschichte der theoretischen Physik Beispiel der Sommerfeldschule. Braunschweig 1993

Weblinks



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