Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Artikel sind eine Klasse von Wörtern welche Nomen begleiten. Sie dienen zur Kennzeichnung syntaktischer Beziehungen und Funktionen.
War die indoeuropäische Grundsprache noch artikellos so wird der des Artikels im Laufe der hochdeutschen Sprachentwicklung im Regelfall verbindlich sofern kein determinatives vorhanden ist. Die obligatorischen Artikel werden in von Numerus und Genus gebildet und dienen als (zum Teil Kasusmerkmal .
Häufig reichen morphologische Mittel nicht aus um den Kasus da unterschiedliche Kasus formal zusammenfallen und so Artikel als Kasusmerkmal dienen muss.
Das Neuhochdeutsche wäre ohne den verbindlichen Gebrauch von und Personalpronomen nur schwer vorstellbar. Andere moderne Sprachen dagegen ohne obligatorisches Personalpronomen aus und ersetzen allein durch die Personalendung des Verbs . In diesem Fall - als Beispiel man das Spanische anführen - wird das Personalpronomen nur einer betonten Verwendung (Emphase) gebraucht.
Neben dem Lateinischen lassen sich auch moderne Sprachen finden keine Artikel verwenden. Das betrifft die meisten slawischen Sprachen die charakteristischer Weise Merkmale des flektierenden und synthetischen Sprachbaus aufweisen. Im Schwedischen wird der unbestimmte Artikel wie im als vorangestellter Begleiter der bestimmte Artikel als Suffix realisiert.
Alternativ können an Stelle des Artikels Artikelwörter oder auch determinative Pronomen stehen wie kein/dieser/jener/mancher/jeder usw. Vollständige Artikellosigkeit ist im Neuhochdeutschen noch in Ausnahmefällen möglich. So lassen bestimmte keinen Artikel zu: "Er hat Hunger"; "Ich Auto" aber demgegenüber: "Er fährt einen Mercedes". Abstrakta und Stoffbezeichnungen können als Subjekt ohne gebraucht werden ohne dass sich die Bedeutung "(Die) Schönheit vergeht"; "(Das) Geld regiert die Standesbezeichnungen und Ähnliches bleiben in prädikativer Stellung ebenfalls artikellos: "Sie ist Tischlerin". werden üblicherweise nur dann mit Artikel gebildet vor dem Namen ein Adjekitv steht. Im süddeutschen Raum ist es jedoch recht verbreitet außer in der Anrede; mit bestimmten Artikeln verwenden. Ingerid Dal führt das darauf zurück Artikel über Familiennamen eindrangen die eigentlich Appelativa wie mhd . der strickoere ("Seiler"). Artikellosigkeit lässt sich in einer großen Zahl von Sprichwörtern und formelhaften Verbinungen finden: "Haus und "Mann und Maus". Hier handelt es sich Relikte des älteren artikellosen Gebrauchs. In diesem fallen auch Dichtungen die stilistisch überlieferte Volkslieder sollten: "Knabe sprach – Röslein wehrte sich.
Bereits in Wulfilas gotischer Bibelübersetzung lassen sich Artikel nachweisen. Ihren führt Ingred Dal auf den Einfluss des Ausgangstextes zurück in dem Artikel verwendet wurden Im Althochdeutschen setzt sich seine Verwendung immer durch wenn auch noch nicht in aller Im Mittelhochdeutschen ist das Vorkommen von artikellosen schon sehr stark eingeschränkt. In dieser Sprachperiode sich auch die im Neuhochdeutschen unmögliche Form Artikelsetzung vor Possesivpronomen und Substantiv: " die iuweren schoenen tohter ". Eine weitere heute ungebräuchliche Konstruktion ist gleichzeitige Verwendung von bestimmten und unbestimmten Artikel sich vor allem vor einem Relativsatz oder Superlativ nachweisen lässt: " ein daz schoenste gras ".
Der bestimmte Artikel entwickelte sich aus den Demonstrativpronomen dër diu daz und wurde auch schon als Relativpronomen In Folge dessen entstanden die so genannten Demonstrativpronomen aus dem einfachen Demonstrativpronomen und dem Demonstrativpartikel se. Daher wird zunächst auch nur erste Teil flektiert; die Endflexion wird hier später die Regel.
Der unbestimmte Artikel entwickelte sich aus dem Numeral althochdeutsch mittelhochdeutsch ein ( gotisch ains) wie auch der unbekannte Artikel den romanischen Sprachen aus dem lateinischen unus hervorgegangen ist (vergleiche französisch un une ; spanisch un una ). Auch der Gebrauch des unbestimmten Artikels im Mittelhochdeutschen die Regel. Allerdings erreichte die erst nach und nach den Stand dass den Gebrauch von bestimmten und unbestimmten Artikel Artikellosigkeit eine konkrete Bedeutungsrelation verstanden wurde.
Das immer weitere Vordringen des Artikelgebrauchs sich auf eine konstante Tendenz in der der Nebensilben zurückführen die sich bis in Gegenwartssprache fortsetzt. Aus sprachökonomischen Gründen kommt es Nebensilbenabschwächung und auch zur Nebensilbenvokalausstoßung. (Apokope und Diese in erster Linie lautliche Konstante wirkt auch auf das Formensystem aus da sie wesentlich auf die Flexionsmorpheme auswirkt. Durch die der volltonigen Endsilbenvokale zu e fallen unterschiedliche formal zusammen; der Artikel wird gebraucht um Kasus anzuzeigen. Durch die Nebensilbenabschwächung wird folglich Tendenz vom synthetischen zum analytischen Sprachbau verstärkt.