Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die Artischocke ( Cynara scolymus L. ) ist der Blütenkopf einer distelartigen kräftigen Kulturpflanze aus der Familie der Korbblütengewächse ( Asteraceae ).
Die sehr frostempfindliche Artischocke stammt ursprünglich dem Mittelmeerraum. Sie waren bereits im alten Ägypten als Diätmittel bekannt und die Römer beschrieben sie als Nahrung der Reichen. ist aber ebenso auf den Kanarischen Inseln und in Südamerika beheimatet.
Hauptanbaugebiete sind heute Italien Spanien Ägypten Argentinien und Frankreich . Aus einem kräftigen Wurzelstock treibt innerhalb 2 Jahren ein bis zu 2 m Stengel auf dem sich grosse Blattrosetten bilden. bestachelten Blätter sind stillos mehrfach fiederschnittig oben und von unten etwas heller bis weißlich. Blütenköpfe sind faustgroß. Ihre mehrschichtigen schuppenartigen Hüllblätter sich nach oben hin zu. Unten bilden einen fleischigen Boden der als Gemüse verwendet wird.
Artischocken müssen gekocht werden. Eßbar sind Blütenböden und der fleischige untere Teil der die nach dem Garen abgezupft und ausgelutscht können. Artischockenböden (auch Artischockenherzen ) haben einen herben bis zartbitteren Geschmack.
Artischocken wird eine appetitanregende verdauungsfördernde und Wirkung zugeschrieben. Der in ihnen enthaltene Bitterstoff Cynarin regt den Stoffwechsel von Leber und Galle an. Außer als Gargemüse werden ihre in Säften Tee Trockenextrakten und Tinkturen verwendet. Ihre medizinische diätetische Wirkung wird auf den Gehalt an Flavonoiden und Chinasäurederivaten zurückgeführt.