Die Askanier sind ein schwäbisch - fränkisches Fürstengeschlecht. Der Name leitet sich von Ascharia ihrem Sitz in Aschersleben ab. Sie waren seit dem 10. im östlichen Sachsen ansässig. Adalbert und sein Sohn Esico bereits ab 1035 Grafen von Ballenstedt und Gaugrafen in Schwaben und Hartgau.
Söhne von Albrecht dem Bären waren Herzog Bernhard von Sachsen Erzbischof Siegfried von Bremen und sein als Markgraf Otto I. von Brandenburg. Otto setzte die expansionistische Ostpolitik der Askanier fort. 1300 gelang es den Askaniern die Mark bis zur Oder zu erweitern. Zwischen 1253 und 1262 die brandenburgischen Askanier auch Landesherren der Oberlausitz (bis 1319).
1180 bis 1422 führten die Wittenberger Askanier den Titel Herzogs von Sachsen. Ihr Territorium bestand aus des untergegangenen alten Herzogtums Sachsen an der mittleren Elbe. Später wurden zu Kurfürsten erhoben. Die Kurwürde ging nach dem der Wittenberger Askanier 1423 an die meißnischen Wettiner über. vgl. dazu auch Geschichte Sachsens
Von 1212 bis 1918 waren Askanier Fürsten (später Herzöge) von Anhalt (zahlreiche Teilungen). 1180 bis 1689 waren Askanier Herzöge von Sachsen- Lauenburg .
Die Askanier führten anders als andere erst 1727 das Prinzip der Primogenitur ein so dass ihre Länder bis immer unter allen Söhnen aufgeteilt wurden was politischen Zersplitterung des Herrschaftsgebiets führte und somit Einfluß der Askanier im Heiligen Römischen Reich
Bis auf den anhaltinischen sind die Zweige ausgestorben. Jeweiliges Ende der Zweige:
Zweig Brandenburg: 1319/1320
Zweig Sachsen-Wittenberg: 1422
Zweig Weimar-Orlamünde: ca. 1486
Zweig Sachsen-Lauenburg: 1689.
Die Stammlinie konnte sich bis 1918 auf dem anhaltinischen herzöglichen Thron halten. Mitglieder dieser Linie waren Kaiserin Katharina II. Russland (geb. Prinzessin Sophie von Anhalt-Zerbst) der Dessauer (Fürst Leopold von Anhalt-Dessau) und Leopold Franz Gründer des Wörlitzer Parks . Zu Beginn des 3. Jahrtausends ist Stammlinie mit Prinz Eduard von Anhalt existent.