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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 25. Mai 2012 

Ataraxie


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Die Ataraxie («Unerschütterlichkeit» altgriechisch ataraxía von a-tárachos : «unerschütterlich») ist die Bezeichnung der Epikureer und Pyrrhoneer für das Ideal der Seelenruhe. Sie als seelischen Zustand die Affektlosigkeit und die Gelassenheit gegenüber Schicksalsschlägen u.ä. Außeneinwirkungen die das (Eudaimonie) des Weisen gefährden.

Die Ataraxie in der epikureischen Ethik

Das Ziel ( télos ) menschlichen Daseins besteht laut der Ethik Epikurs in der gelassenen Freude ( hedoné ). Diese besteht aber nicht wie etwa der tatsächlich 'hedonistischen' Ethik der Kyrenaiker in Genüssen sondern gerade in der von Übermaßen Lust wie des Leides freien Ataraxie des da positive wie negative Emotionen die Seele (taráchein [?]) aus dem Gleichgewicht reißen und Leid verursachen. So muss sich der Weise äußeren wie inneren Einflüssen die seine Seelenruhe von Begierden Lüsten und Trauer befreien und zur innerlichen Autarkie gelangen.

Die Ataraxie in der pyrrhonischen Skepsis

Für das Ziel der wegen der Überlieferung nur schwer greifbaren Lehre des Pyrrhon von Elis ist neben dem stoischen Terminus Apatheia der Begriff der Ataraxie überliefert. In der Skepsis die uns v.a. in den Schriften Sextus Empiricus entgegentritt bezeichnet die Ataraxie zwar eigentlich Ziel der Ethik das jedoch nicht direkt werden kann da jedes Streben danach ja jede dogmatische Lehre über das Wesen der eben eine Erschütterung und damit Zerstörung der bedeuten würden. Daher sagen die Neupyrrhoneer die folge der Urteilsenthaltung ( epoché ) «wie der Schatten«. Man gelange «zufällig» Seelenruhe indem man sich in allen Entscheidungen Urteils enthalte und so dem Hin- und entkomme.

Literatur

  • Malte Hossenfelder: Stoa Epikureismus und Skepsis = Wolfgang Röd (Hrsg.): Geschichte der Philosophie Bd. 3. C. H. Beck: München Mehrere Stellen siehe Register.
  • Gisela Striker: Ataraxia: Happiness and Tranquility . In: Monist Nr. 73 (1990) 97–110.




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