Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Eine atomare Tatsache bezeichnet nach der Erkenntnislehre des logischen Positivismus ein urprüngliches diskretes und isoliertes Sinnesdatum einfachstes Element des "Erlebnisstroms". Atomare Tatsachen werden atomaren Aussagesätzen fixiert und sollen die Basis gesamten Wissenschaft darstellen.
Ludwig Wittgenstein definiert eine atomare Tatsache als eine von Gegenständen (Sachen Dingen)" wobei er unter gewisse elementare Relationen versteht. Die Relationen gehören Bestand der Tatsache ohne selbst Tatsache zu Atomare Tatsachen sind voneinander unabhängig so daß der Existenz oder Nichtexistenz einer anderen Tatsache Existenz oder Nichtexistenz einer anderen Tatsache nicht
Bertrand Russell verwendet anstelle des Begriffs "atomare Tatsache" Begriff "Ereignis". Ein Ereignis ist eine in abgeschlossene Gesamtheit sinnlicher Qualitäten mit folgenden Eigenschaften:
1. sämtliche Qualitäten der Gesamtheit koexistieren
2. nichts außerhalb der Gesamtheit koexistiert jedem Glied der Gesamtheit
Wie bei Wittgenstein das sinnliche Erkenntnismaterial isolierten diskreten Tatsachen besteht bei Russell das Erkenntnismaterial aus gesonderten diskreten Mengen sinnlicher Qualitäten. Frage ob den Ereignissen etwas objektiv Reales beantwortet Russell im Sinne des subjektiven Idealismus: nehmen Ereignisse und nicht Substanzen wahr".
Auch Rudolf Carnap hält an der These vom atomaren des sinnlichen Erkenntnismaterials fest betont jedoch stärker die Wissenschaft es nicht mit diesem Material sondern mit atomaren Aussagen (siehe Protokollaussage ) zu tun habe und begründet damit sogenannte verbale Variante des logischen Positivismus.
Die neupositivistische Konzeption vom atomaren Charakter Erkenntnismaterials ist ein Versuch der Dialektik des zu entgehen und beruht in methodischer Hinsicht einer schematischen Übertragung gewisser Gegebenheiten der formalen Logik auf die Erkenntnistheorie. Im zweiwertigen Aussagenkalkül z.B. sogenannte Molekularaussagen aus atomaren (elementaren) Aussagen
Die Regel zur Bildung logischer Moleküle mit entsprechenden Abwandlungen auch in allen übrigen Kalkülen anwendbar. In der extensionalen Logik wird der Wahrheitswert molekularer (zusammengesetzter) Aussagen als Funktion des der entsprechenden atomaren Aussagen betrachtet d.h. es eine gewisse "Atomisierung" des Wahrheitswertes durchgeführt u.a.
Der logische Positivismus verabsolutiert die diskrete der Aussagen und überträgt sie auf die der Empfindungen und Wahrnehmungen . Die menschlichen Empfindungen sind (wie das psychophysische Gesetz von der sensitiven Erregungsschwelle bestätigt) relativ diskreter Natur jedoch nicht "ursprünglich" "atomar" voneinander isoliert.
Die sinnliche und rationale Stufe der bilden stets eine Einheit. Mit jeder Sinneswahrnehmung der neurodynamischen Grundlage der bedingten und unbedingten des primären Signalsystems sind beim Menschen Überlegungen der Grundlage der bedingt-reflektorischen Tätigkeit des sekundären verbunden d.h. die einzelne Sinnesempfindung liegt nicht "reiner" "Ursprünglicher" Form vor sondern wird stets das Bewußtsein durch bestimmte Erfahrungen u.a. beeinflußt.
Auf der sprachlichen Ebene kommt dieser darin zum Ausdruck daß jede sinnvolle Aussage bereits gewisse theoretische Begriffsbildungen Eine atomare Aussage im Sinne des logischen erweist sich dagegen als Fiktion. Die einzelnen Eigenschaften abbildenden Empfindungen sind auch nicht voneinander isoliert existieren nicht beziehungslos nebeneinander sondern durch bestimmte Relationen miteinander verbunden auf deren die ganzheitliche und strukturierte Wahrnehmung entsteht.