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Atombombentest


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Überirdischer Atombombentest 1951

Tabellarische Zusatzinformationen
Liste der Atombombentests

Ein Atombombentest ist die Zündung einer Atombombe zu Testzwecken ( Atombombenexplosion ).

Aus Sicherheitsgründen (Gefahr für Menschen Tiere und Sachgüter beispielsweise durch die Druckwelle und insbesondere durch den radioaktiven Fallout ) finden Atombombentests grundsätzlich in großen abgesperrten Militärarealen statt wie der NTS in Nevada. Viele Atommächte haben Tests in von ihrem Staatsgebiet weit entfernten Kolonien zum Beispiel die USA und Frankreich auf verschiedenen Inseln im Pazifik.

Allerdings kann auch dann noch stets immense Gefahr durch den Fallout bestehen insbesondere bei oberirdischen Testexplosionen die den USA und der Sowjetunion bis 1963 in China noch bis 1980 durchgeführt wurden.

Bei oberirdischen Atombombentests wurde häufig an maßstabsgetreu nachgebauter Städte die zerstörerische Wirkung der sehr ausführlich studiert. Auch wurden Hochgeschwindigkeitsaufnahmen von Explosion und physikalische Messungen durch Untersuchung der bei einer Atombombenexplosion auftretenden Strahlungen gemacht. Hierzu musste die Atombombe sich Zeitpunkt der Zündung oft an einem definierten befinden so dass ein Abwurf derselben aus Flugzeug nicht möglich war. Deshalb wurde die auf einem Bombenturm montiert mit einem Fesselballon in Position oder schlicht und einfach in einer Baracke Boden aufgestellt.

Es wurden auch Atombombentests unter Wasser der Hochatmosphäre und sogar im Weltraum (Operation durchgeführt. Von 1963 bis 1995 wurden Atombombentests nur noch unterirdisch durchgeführt. unterirdischen Atombombentests ist die Gefahr des Austritts Materials relativ gering aber doch stets vorhanden bei porösem Gestein. Für die Durchführung eines Atombombentests wird mit einem Bohrgerät ein ca. Meter tiefes Loch gebohrt in welches die mitsamt Messgeräten versenkt wird. Anschließend wird dieses mit Beton versiegelt. Im Unterschied zu einer Atombombenexplosion mit ihrem spektakulären Atompilz ist von einer unterirdischen Atombombenexplosion nur Erdbeben zu spüren.

Der erste Atombombentest fand am 16. Juli 1945 in der Wüste Alamogordo ( New Mexico USA ) unter dem Namen "Trinity" statt. Dabei eine Plutoniumbombe wie die später auf Nagsaki gezündet da diese einen komplizierteren Zündvorgang benötigt die Uranbombe. Man wollte sicher sein dass Konstruktionsprinzip funktioniert. Die erste Uranbombe wurde dagegen vorangegangen Test direkt im Rahmen des weltweit Kernwaffeneinsatzes am 6. August 1945 über Hiroshima gezündet.

Weitere Atombombentests fanden statt in Nevada NTS - über 1000 Tests) auf einigen Pazifikatollen wie Eniwetok Bikini Mururoa oder den Weihnachtsinseln in der algerischen Wüste (von Frankreich Beginn der 60er Jahre ) in der australischen Wüste (von Großbritannien den 60er Jahren) in der Nähe von Semipalatinsk in Kasachstan und auf Nowaja Semlja im nördlichen Eismeer. Auf dieser Insel 1961 die Versuchsexplosion einer Wasserstoffbombe mit 60 Sprengkraft statt.

Durch den von den Testexplosionen verursachten Niederschlag gab und gibt es heute im dieser Gebiete bei der dort lebenden Bevölkerung Raten an Krebserkrankungen und Missbildungen. Die Hintergrundstrahlung ist weltweit als vor den ersten Atombombentests.

Seit 1995 sind nach dem Teststoppabkommen jegliche Testexplosionen Seiten der USA UdSSR (heute Russland ) Frankreich China und Großbritannien von Atombomben mit mehr als 1 Sprengkraft untersagt. Allerdings führten Indien und Pakistan in den letzten Jahren einige unterirdische durch.

Siehe auch: Explosionskrater Kernwaffen-Effekt

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