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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 31. Oktober 2014 

Atropin



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Das Atropin ist ein hochgiftiges Alkaloid das künstlich hergestellt werden kann aber in der Natur in Nachtschattengewächsen wie Tollkirsche ( Atropa belladonna ) Alraune ( Mandragora officinarum ) Engelstrompete ( Datura suaveolens ) und Stechapfel ( Datura stramonium ) vorkommt. Atropin ist ein sogenanntes Racemat aus Hyoscyamin und entsteht erst bei Gewinnung des Stoffes aus der Pflanze stellt ein sogenanntes Artefakt dar. Obwohl der eine Bestandteil des weniger Wirksamkeit aufweist bevorzugt man die Gewinnung Atropins weil hier die Konzentration des Wirkstoffes genau berechenbar ist. Weil der Wirkstoff auch Bilsenkraut ( Hyoscyamus niger ) enthalten ist wird er auch Hyoscyamin genannt. Es ist ein Ester der Tropasäure mit Tropin. Nur das von beiden Arten Hyoscyamin (sogenanntem rechtsdrehenden und Hyoscyamin siehe auch Stereochemie ) wird Atropin genannt. In den meisten genannten Pflanzen findet sich auch Scopolamin ( Hyoscin ) ein dem Hyoscyamin strukturell nah verwandtes

In der Medizin findet Atropin Verwendung den Parasympathikus zu blockieren. Insbesondere bei der Einleitung Narkose wurde es bis vor kurzem noch verwendet ist aber mittlerweile obsolet da die die man dem Patienten ohne Vergiftungserscheinungen geben nicht ausreicht um die durch die Vagusstimulation Bradykardie zu unterdrücken. Allerdings wird Atropin als bereitliegen falls es während der Operation zu solchen Bradykardie kommt. Als Asthmamittel wird es nicht mehr eingesetzt stattdessen besser verträgliche Derivate eingesetzt.

Atropin wird in der Augenheilkunde zur Erweiterung der Pupillen und selten im Bereich des Magen-Darm-Trakts Krämpfen der glatten Muskulatur eingesetzt. Zusätzlich kann Atropin bei erschwerter Blasenentleerung bei Inkontinenz und zur Behandlung einer Reizblase gegeben In der Frauenheilkunde wurde Atropin selten bei Dysmenorrhoe (schmerzhafte Regelblutung) eingesetzt. Den gleichen Effekt man heute mit N-Butylscopolamin einem chemisch weiterentwickelten des Scopolamins das entspannend auf die verkrampfte Muskulatur wirkt und aufgrund der geringeren Nebenwirkungen erhältlich ist

Es hat folgende Wirkungen:

  • Blockade des Parasympathikus (=Vagus und sakrolumbale Nervenfasern)
  • Beschleunigung der Herzfrequenz
  • Weitstellung der Bronchien
  • Weitstellung der Pupillen
  • Austrocknung der Schleimhäute
  • Gegenmittel gegen E 605 -Vergiftungen

Missbrauch

Vor einer unkontrollierten Einnahme als Rauschdroge zu warnen. Die therapeutische Breite des Stoffes gering die Nebenwirkungen sind gravierend. Als Vergiftungssymptome sind Rötungen Haut Mydriasis Herzrasen und Verwirrtheit wie Halluzinationen berichtet. tritt eine schwere Bewusstlosigkeit ein bei einer sind die Vergiftungen in der Regel tödlich. Obduktionsergebnisse sind typischerweise Leberverfettung und subepikardiale Ekchymosen erwähnt worden. Ansonsten sind die Befunde Ab 10 mg treten Delirien und Halluzinationen Bei 100 mg setzt eine tödliche Atemlähmung Insbesondere Kinder reagieren bei viel geringeren Dosen: 2 mg (entsprechen drei bis fünf Tollkirschen) für eine tödliche Dosis.

Neben Vergiftungen durch freiwilligen oder unfreiwilligen von Pflanzenteilen kommen medizinale Vergiftungen infolge Überdosierung oder falscher Anwendung vor.

Die Erste Hilfe bei Atropin-Vergiftung besteht in sofortiger Entleerung Magen-Darm-Kanals (Erbrechen Magenspülung) sowie erforderlichenfalls künstlicher Beatmung.

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