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Augenfliegen



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Augenfliegen
Systematik
Unterstamm : Tracheentiere (Tracheata)
Überklasse : Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse : Insekten (Insecta)
Unterklasse : Fluginsekten (Pterygota)
Überordnung : Neuflügler (Neoptera)
Ordnung : Zweiflügler (Diptera)
Familie : Augenfliegen (Pipunculidae)
Arten
  • Pipunculus campestris
  • Verrallia aucta
  • Cephalops semifumosus

Die Augenfliegen (Pipunculidae) sind eine Familie der Zweiflügler (Diptera). Hier werden sie zu den Fliegen (Brachyptera) gezählt. Weltweit sind etwa 600 dieser Gruppe bekannt in Europa leben davon 150 in Deutschland etwa 40. Die heimischen sind meist klein und werden maximal fünf lang am häufigsten ist Pipunculus campestris .

Die Fliegen sind meist unbehaart und gefärbt. Auffällig sind die stark vergrößerten Facettenaugen die wahrscheinlich vor allem dem Auffinden Wirtstiere für die Larvenentwicklung dienen. Ebenfalls stark ist der säbelförmige Legebohrer der Weibchen. Die ernähren sich beinah ausschließlich vom Honigtau ihrer Wirte.

Fortpflanzung

Die Kopulation der Augenfliegen findet im Flug statt das Männchen das Weibchen ergreift und an Beinen festhält. Diese Klammerung hindert das Weibchen Fliegen dieses hebt daraufhin den Hinterleib hoch. Paar setzt sich dann auf ein Blatt andere Pflanzenteile ab wobei nur das Weibchen der Unterlage steht. Beendet wird die fast Paarung wieder im Flug. Zur Eiablage fliegen Weibchen meist in der Nähe von Wasserläufen die Vegetation ab und suchen dabei nach Wirt für ihre Larven. Dabei handelt es ausschließlich um Zikaden wobei einige Arten sehr spezifisch Artengruppen sogar einzelne Wirtsarten nutzen. Der Wirt wird und im Flug durch Einstich des Eiablageapparates einem Ei belegt. In diesem Wirt entwickelt dann die Larve die diesen meist erst wenn dieser voll entwickelt ist. Einige Arten etwa Verrallia aucta befallen direkt das Erwachsenenstadium in diesem die Zikadenarten Philaenus spumarius und Neophilaenus lineatus deren Larven durch einen Schaummantel geschützt (siehe Schaumzikaden).

Larvalentwicklung

Die Atmung der Larve wird durch ein vorderes ein hinteres Atemloch ( Stigma ) des Tracheensystems gewährleistet (amphipneustisch) eventuell erfolgt auch eine an die Tracheen des Wirttieres. Sie entwickeln im Hinterleib der Wirte und haben nur Larvenstadien die Verpuppung erfolgt meist erst außerhalb Wirtes im Bodenstreu häufig im Spülsaum von Beim Schlüpfen der Imago wird von der Puppenhülle ein dorsaler ein ventraler Deckel abgesprengt. Die Überwinterung erfolgt als Puppe oder als Larve im überwinternden Manche Arten wie etwa Cephalops semifumosus haben zwei Generationen im Jahr.

Literatur

  • Coe RL (1966): Diptera family Pipunculidae Handb Ident British Insects 10(2c) London
  • Honomichl K Bellmann H (1994): Biologie und Ökologie der Insekten ; CD-Rom Gustav Fischer Verlag Stuttgart.
  • Waloff N Jervins MA (1987): Communities parasitoids associated with leafhoppers and planthoppers in Adv Ecol Rs 17 282 - 403



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