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Glasauge


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Ein künstlich hergestelltes Auge wird Glasauge oder Augenprothese genannt. Künstliche Augen werden heute aus Kryolithglas oder Kunststoff hergestellt.

Synthetische Materialien haben sich gegenüber Glasmaterial erheblich nachteilig erwiesen und werden deshalb nur angewendet.

Inhaltsverzeichnis

Ursache

Menschen die eine Augenprothese benötigen haben ein Auge durch eine Krankheit oder durch Unfall verloren. Aufgrund der operativen Entfernung (Enukleation) Auges wird ein Glasauge erforderlich weil sonst Augenhöhle zu schrumpfen droht oder sich entzünden

Herstellung

Die Spezialisten die diese Herstellung beherrschen eine lange Lehrzeit von 6 bis 7 die grosses künstlerisches Talent und manuelle Fertigkeiten hinter sich gebracht. Sie werden Ocularisten genannt nehmen in regelmässigen Abständen an Fortbildungen teil. Deutschland werden seit über 150 Jahren Augenprothesen reiner Handarbeit angefertigt.

Das Auge wird farblich und im nach dem noch gesunden Auge angefertigt so man im doppelten Sinne von einem Kunst-Auge kann. Jedes noch so winzige Detail der Iris die Färbung des Augenkörpers ( Glaskörper ) sowie die bei jedem Menschen individuelle der roten Äderchen werden vom Ocularisten mittels Glasfiberstäbchen im künstlichen Auge nachempfunden.

Mit dem Glasauge soll die ursprüngliche wieder hergestellt werden. Die Farbgebung und Anpassung künstlichen Auges erfolgt meistens im Beisein des Dennoch ist die Ursache die zum Verlust Auges geführt hat letztlich dafür ausschlaggebend wie das Erscheinungsbild des Patienten sein wird.

Die Oberfläche eines Kunstauges aus Kryolithglas sehr homogen und widerstandsfähig weshalb es in Regel erst nach etwa 1 Jahr erneuert muss. Durch Staub Schmutz Umweltfaktoren Veränderungen der bzw. organische Störungen kann sich die glatte des Glases aber auch schneller abnutzen. Die der Oberfläche und damit der Alterungsprozess des ist für den Patienten durch Reizung des Lides spürbar. Wird ein Auge stumpf gewordener Oberfläche nicht bald gewechselt kann zu grösseren Schäden der Augenhöhle führen.

Ein Glasauge wird von den Krankenkassen Deutschland meistens als medizinisches Hilfsmittel zu 80 % anerkannt den Rest muss Patient selbst bezahlen. Der Ocularist kann ein in 1 bis 2 Stunden herstellen. Die betragen durchschnittlich in etwa 300 € je individueller Färbung oder anatomischer Anpassung (Schwierigkeitsgrad für Ocularisten). Sollte ein Kunstauge nach der Herstellung Anpassung schlecht sitzen oder den Wünschen des nicht entsprechen kann es innerhalb von 4 noch nachgebessert werden da das Kryolithglas innerhalb Zeit noch formbar ist.

Behinderung

Die Menschen die ein Auge verloren sind in Deutschland laut Versorgungsamt zu 30 % Es wird ihnen eine "dauernde Einbuße der Beweglichkeit" bescheinigt was aber dem individuellen Empfinden Menschen nicht wirklich entsprechen muss.

Das Gesichtsfeld verengt sich mit dem Verlust des Auges anfangs beträchtlich. Erstaunlicherweise kann aber das Auge diesen Mangel nach einiger Zeit insofern als das Gesichtsfeld sich durch die Gewohnheit einäugigen Sehens nach und nach ungewöhnlich weitet.

Dem mit einem Auge Sehenden wird unterstellt er könne nicht dreidimensional sehen. Das ist nur bedingt richtig auch hier kompensieren das gesunde Auge und Gehirn offensichtlich gemeinsam nach einem gewissen Zeitraum räumliche Sehvermögen. Die Wahrnehmung von 3D-Filmen und und einigen optischen Täuschungen kann jedoch nicht nachvollzogen werden. Insofern Berufe in denen eine volle Sehfähigkeit bzw. dreidimensionale Sehen erforderlich sind nicht oder nur ausgeübt werden.

Um das künstliche Auge zu schützen sich der Kunstaugenträger Sportarten widmen die für Auge keine unmittelbare Gefahr darstellen.

Irrtümer

  • Entgegen der vorherrschenden Meinung und wie häufig in Filmen zu sehen ist ist Glasauge nicht rund wie eine Murmel sondern eine Schalenform mit kleinen runden Ausbuchtungen um der Augenhöhle anzupassen.
  • Mit einem Glasauge ist es auch nicht möglich zu sehen. Es bleibt abzuwarten die medizinische Entwicklung in dieser Hinsicht zukünftig wird.

Kurzer Abriss der Geschichte

  • Bereits Ägypter Chinesen und Griechen stellten Edelsteinen und Halbedelsteinen Elfenbein weissem Feldspat Glas und durch Metallegierungen künstliche Augen für Statuen Mumien Masken Puppen und Spielzeugtiere her.
  • Fabri ocularii statuarum werden bereits vor 2000 Jahren in hoch angesehen.
  • Aristoteles (384-322 v.Chr.) erwähnt Marionetten mit beweglichen Augen.
  • Schon im Mittelalter gab es "Vorlegeaugen" Augen aus Leder die über den Augenlidern und mit einem Federdraht am Kopf befestigt Ebenfalls gab es bereits "Einlegeaugen" aus Gold Silber mit einer in Emailfarben bemalten Iris.
  • Im 17. Jahrhundert wird Paris zum Mittelpunkt für künstliche Glasaugen. Hergestellt diese vermutlich in Venedig .
  • Ludwig Müller-Uri (1811-1888) aus Lauscha gibt mit dem Würzburger Prof. Adelmann den Anstoss für die
  • Seit 1835 werden in Lauscha Prothesen Glas hergestellt die für die Augenhöhle eines individuell angepasst werden konnten.
  • Heute ist das Kunst-Auge eine hochentwickelte komfortable Prothese die das Aussehen des gesunden so weit wie möglich nachahmt. Die deutsche gilt als führend auf der ganzen Welt.

Persönlichkeiten mit Kunstauge

Spielzeug

Glasaugen werden natürlich auch für Spielzeugpuppen -tiere hergestellt. Doch hierbei handelt es sich um eine rein maschinelle Fertigung die mit hier genannten Kunstfertigkeit nichts gemeinsam hat.

Weblinks




Bücher zum Thema Glasauge

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