Die Stadt ist Bischofssitz der katholischen Diözese Augsburg und bildet eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern. Nächst größere Städte München ca. 57 km östlich Nürnberg ca. km nördlich und Stuttgart ca. 133 km nordwestlich. Die Einwohnerzahl Stadt Augsburg überschritt ca. 1906 die Grenze von 100.000 wodurch sie Großstadt wurde. An Augsburg grenzt der Naturpark ein großes Waldgebiet jedoch auch das Stadtgebiet stark begrünt wofür Augsburg bereits 1997 den Siegerpreis als "Grünste und Lebenswerteste Stadt" erhielt. will ebenfalls Kulturhauptstadt Europas 2010 werden.
Die Stadt liegt am Lech der aus Tirol kommend 150 km südwestlich entspringt und km nördlich in die Donau mündet. Der älteste Teil Augsburgs und Süden liegen auf dem nördlichen Ende einer Die Terrasse entstand zwischen dem steilen Hügelrand Friedberg im Osten und den hohen Riedeln westlichen Hügelrandes zwischen den Talauen der Alpenflüsse Lech und Wertach die sich nördlich der Stadt vereinigen.
Im Süden erstreckt sich das Lechfeld eine eiszeitliche Schotterebene zwischen den beiden Flüssen (siehe unter Geschichte) .
Beschreibung : In von Rot und Silber gespaltenem eine grüne Zirbelnuss auf goldenem Kapitell das einem gekrönten Köpfchen belegt ist. Die Stadtfarben rot-grün-weiß
Bedeutung : Das älteste nachweisbare Stadtsiegel Augsburg aus Jahr 1237 zeigt ein zweitürmiges Stadttor mit darüber ein Stern. Im Torbogen steht ein ab 1260 eine Traube auf Fuß. Diese wohl auf den Namen der Stadt "Augster" was eine Traubesorte darstellt. Im 15. Jahrhundert eine grüne Traube in rot-weißem Schild dargestellt. dem Fund eines Pinienzapfens (wohl die Spitze römischen Grabsteins) 1467 ließ aus der Traube Zirbelnuss werden. Das Köpfchen auf dem Kapitell seit 1521 nachweisbar die Mauerkrone erst seit Die Bedeutung dieser Symbole ist nicht geklärt. Stadtfarben sind seit 1372 bekannt.
Als Datum der Gründung von Augsburg 15 v. Chr. angegeben. Tatsächlich wurde in diesem Jahr außerhalb der antiken und der mittelalterlichen Stadt Augsburg ein Legionslager später auch ein Nachschubdepot errichtet. Daraus das Jahr 15 v. Chr als Zeitpunkt Stadtgründung abgeleitet. Augsburg ist diesem Gründungsdatum zufolge nach Trier zweitälteste Stadt Deutschlands .
In Anlehnung an die vor der Zeitenwende entstandenen Lager bildete sich im ersten die Siedlung Augusta Vindelicorum die im Jahr 122 n. Chr. römische Stadtrecht erhielt. Augsburg war Hauptstadt der Provinz Raetien . Es ist jedoch umstritten ab wann der Fall war denn der archäologische Befund darauf hin dass im ersten Jahrhundert n. noch Kempten (Cambodunum) die Hauptstadt war. Nach der der römischen Provinz Raetia im Jahr 294 n. Chr. wurde Provinzhauptstadt von Raetia Sekunda. Augusta Vindelicorum wurde 5. Jahrhundert zerstört. Schon in der Spätantike war Bischofssitz. Etwas südlich der Bischofsstadt bildete sich 12. Jahrhundert eine Kaufmannssiedlung. Südlich Augsburgs wurde auf Lechfeld 955 Geschichte geschrieben als Kaiser Otto I. - mit Hilfe von Bischof Ulrich von Augsburg - die westwärts strebenden Ungarn besiegte.
Im Jahr 1156 erhielt Augsburg das durch Kaiser Friedrich Barbarossa . Ab 1251 ist das Recht der Stadt auf eines Siegels und auf Besteuerung ihrer Bürger König Rudolf von Habsburg verlieh Bischofsstadt und Kaufmannstadt 1276 die Reichsfreiheit ( Freie Reichsstadt ). In der Folge wird Augsburg von Patriziern beherrscht. 1368 Aufstand der Handwerker und Einführung einer Die Zünfte sind bis 1547 an der Stadtregierung beteiligt.
1469 - 1478 Zunftdiktatur des Ulrich Schwarz der 1478 hingerichtet wird.
Danach war Augsburg vom Beginn der Neuzeit bis zum Ende der Renaissance ein bedeutendes Zentrum der Wirtschaft und Handels. Bekannte Namen aus dieser Zeit sind Kaufmannsfamilien der Fugger und Welser .
In der Stadt Augsburg existierte zwischen 1524 und 1573 auch eine bedeutende Täufergemeinde . Bekannt geworden ist vor allem die Märtyrersynode 20. bis 24. August 1527 eine internationale Zusammenkunft von Abgesandten unterschiedlicher Die meisten der Synodalen starben später als Märtyrer für ihre Überzeugungen.
Im Jahr 1548 veranlaßt Kaiser Karl V. eine neue Stadtverfassung. Bis 1805 regieren sieben Patrizierfamilien katholisch und evangelisch Stadt. 1784 und 1794 Weberunruhen gegen die Patrizier .
Durch den Friedensvertrag von Preßburg ( 26. Dezember 1805 ) verlor Augsburg das bereits am 21. Dezember von bayerischen Truppen besetzt worden war Reichsfreiheit und fiel an Bayern. Ab 1809 erhielt die Stadt einen eigenen Polizeidirektor. unterstand die Stadt direkt der Kreisverwaltung. Später man solche Städte als "kreisfrei".
1862 entstand das Bezirksamt Augsburg aus dem der Landkreis Augsburg hervorging der bei der Kreisreform 1972 seine heutige Ausdehnung erhielt als die Landkreise Schwabmünchen und Wertingen mit dem Landkreis vereinigt wurden. Augsburg blieb Sitz des Landkreises Stadt selbst stets kreisfrei.
Bereits 1772 entstand mit der Schüleschen die erste Fabrik auf dem europäischen Kontinent. 19. Jahrhundert erlangte Augsburg noch einmal Bedeutung Zentrum der Textilindustrie und des Maschinenbaus ( MAN = M aschinenfabrik A ugsburg N ürnberg)
Augsburg erlitt im Zweiten Weltkrieg schwere Schäden. Bei einem verheerenden Bombenangriff Britischen Luftwaffe in der Nacht vom 25. Februar 1944 wurde fast die komplette Augsburger Innenstadt Bilanz des Bombardements mit 300.000 Brandbomben: 730 und über 1.300 Verletzte. Danach verließ fast Hälfte der Bevölkerung die Stadt.
Augsburg war wohl schon seit dem Jahrhundert Sitz eines Bischofs . Um 738 wurde das Bistum Augsburg erneuert. Ab 1518 fand die Lehre Martin Luthers Anhänger in Augsburg. Die Lehre verbreitete immer mehr und führte schließlich zur offiziellen der Reformation durch den Rat der Stadt im 1534 / 37 . Es folgte anschließend die Teilnahme der am Schmalkaldischen Krieg und 1548 wurde in Augsburg ein Reichstag abgehalten die Ausübung der Religion für eine Übergangszeit Sieben Jahre später ( 1555 ) konnte im sog. Augsburger Religionsfrieden die Gleichstellung beider Konfessionen endgültig erreicht
Die katholische Bevölkerung gehörte danach weiterhin zum Bistum das seinerzeit noch dem Erzbistum Mainz zugeordnet war. Nach dem Übergang der an Bayern verblieb es zunächst noch bei bisherigen Zuordnung doch wurde das Bistum Augsburg mit ihm seine Pfarrgemeinden 1821 dem neu errichteten Erzbistum München und Freising zugeteilt (Siehe hierzu auch Liste der Bischöfe von Augsburg ).
Die protestantischen Gemeindeglieder erhielten spätestens nach dem Westfälischen Frieden die Kirchen St. Anna St. Ulrich den Barfüßern und St. Jakob. Sie unterstanden Rat der Stadt. Nach dem Übergang Augsburgs Bayern wurden die Gemeindeglieder Teil der Protestantischen Kirche des Königreichs Bayern die zunächst lutherische und reformierte Gemeinden Die Stadt wurde danach Sitz eines eigenen Dekanats das 1827 dem Konsistorialbezirk Bayreuth ab 1876 dem Konsistorialbezirk Ansbach und seit 1923 dem Kirchenkreis München angehört. Das Dekanat umfasst neben den Kirchengemeinden der Stadt Augsburg Gemeinden außerhalb des Stadtgebiets.
Der Westfälische Frieden von 1648 führte in Augsburg - daneben in Ravensburg Biberach und Dinkelsbühl - auch ein paritätisches Regierungs- und ein (endgültige Gleichberechtigung und exakte Ämterverteilung zwischen und Protestanten) was bis zur Mediatisierung Bestand haben sollte.
Die Verteilung der Konfessionen zu Anfang 19. Jahrhunderts betrug etwa 60 % Katholiken und % Protestanten. Dieses Verhältnis veränderte sich insbesondere durch Eingliederung von katholischen Vororten zugunsten der so dass der Anteil der protestantischen Bevölkerung 1950 lediglich noch bei ca. 23 %
An der Spitze der Stadt Augsburg als Vorsitzender des Rates nachweislich seit 1266 der Stadtpfleger der gelegentlich auch als Bürgermeister bezeichnet war. Beide Bezeichnungen waren teilweise im Gebrauch. Seit 1548 war die Bezeichnung nur noch Stadtpfleger. Stadtpfleger amtierten über mehrere Jahre und wurden dann auf Lebenszeit gewählt. Daher gab es mehrere Stadtpfleger gleichzeitig. Nach dem Übergang an wurde in Augsburg ein Magistrat mit 2 eingesetzt. Auch nach 1818 gab es einen Magistrat mit 2 und zusätzlich ein Kollegium der Gemeindebevollmächtigten. 1919 wurde das Zweikammersystem zugunsten der Einrichtung "Stadtrats" aufgegeben. Diesem steht seither der "Erste vor der meist den Titel Oberbürgermeister führt (Siehe hierzu Liste der Oberbürgermeister von Augsburg ).
Durch das nördliche Stadtgebiet führt die Bundesautobahn A 8 Stuttgart-München. Ferner führen die Bundesstraßen B 2 B 10 B 17 und B 300 durch Stadt und wird zusammen mit anderen großen und der Schleifenstraße als Stadtautobahn genutzt und dementsprechend mehrspurig ausgebaut tiefergelegt und mit Ausfahrten
Der Augsburger Hauptbahnhof ist ICE und an den Strecken München-Stuttgart München-Hamburg München-Berlin München-Frankfurt. Nordosten der Stadt befindet sich der Regionalflughafen
Den ÖPNV bedienen Straßenbahn- und Buslinien der Stadtwerke im Tarifverbund (AVV) die Regional-S-Bahn wird von Deutschen Bahn ebenfalls im Tarifverbund (AVV) bedient.
In Augsburg erscheinen folgende Tageszeitungen bei Presse Druck- und Verlags GmbH Augsburg:
Augsburger Allgemeine
und Ihre Heimatzeitungen (Auflagenstärkste Abo-Tageszeitung Deutschlands)
Außerdem gibt es den Regionalsender TV der jedoch auch Bayernweit der erfolgreichste TV-Sender und noch vor TV München steht mit Einschaltquoten.
In der Radiolandschaft gibt es zwei Lokalsender Radio RT1 und Radio Fantasy die eigene Frequenz besitzen und noch diverse weitere Kabelfrequenzen. Klassik Radio betreibt außerdem ein eigenes Studio. Der Sender Rockantenne ist terrestrisch auf Frequenz des ehem. Senders Radio Kö zu
Universität Augsburg ; gegründet 1970; die theologische Fakultät hat Tradition in der zwischen 1551 und 1802 Dillingen bestehenden Philosophisch-Theologischen Hochschule der Augsburger Bischöfe. Philosophisch-sozialwissenschaftliche Wirtschaftswissenschaftliche Juristische Mathematisch-naturwissenschaftliche und Theologische Fakultäten.
Fachhochschule Augsburg ; gegründet 1971; diese Hochschule geht zurück die 1710 gegründete Reichsstädtische Kunstakademie die im Jahrhundert mit einer polytechnischen Lehranstalt zur Polytechnischen zusammen geschlossen wurde.
Rosenaustadion (FC Augsburg). Curt-Frenzel-Stadion (Eisstadion: AEV/Augsburger Sporthalle (Schauplatz olympischer Wettbewerbe bei der Olympiade Olympia-Kanustrecke am Eiskanal. Großes Sportfeld im Westen vielen Sportplätzen Laufwegen Die Städtischen Frei- und stehen vor dem Verkauf an die Stadtwerke
Das Stadtgebiet von Augsburg ist in Stadtteile eingeteilt. Dabei handelt es sich teilweise ehemals selbständige Gemeinden die im Laufe der nach Augsburg eingegliedert wurden teilweise aber auch neue Stadtteile die aus Wohngebieten hervorgegangen sind. Stadtteile haben darüber hinaus räumlich getrennte Siedlungen Wohnplätze ) mit eigenem Namen die hinter dem genannt werden.
Innenstadt
Antonsviertel
Bärenkeller
Bergheim mit Neubergheim Wellenburg Radegundis und Fuchssiedlung
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis handelt es sich meist um Schätzungen danach Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.
Die Stadt Augsburg hat folgenden Personen Ehrenbürgerrecht verliehen. Die Auflistung erfolgt chronologisch nach Zeitpunkt der Verleihung:
02.03. 1820 : Karl Ernst Freiherr von Gravenreuth (Kgl. Kämmerer und Wirkl. Staatsrat im v. Dienst und Präsident der kgl. Regierung des Oberdonaukreises der adeligen Gutsbesitzer zur Ständeversammlung)
01.09. 1829 : Fürst Ludwig Ernst Karl von Oettingen Oettingen-Wallerstein (Kgl. b. Kronoberhofmeister Reichsrat des Königreiches Staatsminister des Innern Generalmajor)
06.05. 1837 : Georg Edler von Silberhorn (Direktor des Wechselappelationsgerichtes für den Oberdonaukreis und des kgl. und Stadtgerichtes Augsburg)
03.07. 1841 : Karl Albert Leopold Freiherr von Stengel der kgl. Regierung von Schwaben und Neuburg)
27.09. 1845 : Friedrich Albert Graf von Pappenheim (Kgl. und Kommandant der II. Armee-Division)
27.09. 1845 : Dr. Anton von Kopf (Direktor der Regierung von Schwaben und Neuburg Kammer der
18.08. 1849 : Dr. Anton von Fischer (Kgl. Staatsrat ordentl. Dienst ehem. Regierungspräsident von Schwaben und
11.12. 1852 : Dr. Franz Reisinger (Kgl. Hofrat Direktor Krankenhauses)
21.12. 1852 : Josef Wenninger (Generalmajor und Stadtkommandant)
01.01. 1853 : Georg Henle (ehem. Rotgerbermeister von Höchstädt der Donau)
06.12. 1853 : Luise Barbara Gräfin von Ysenburg Büdingen-Philippseich des Frauenvereins für die Kinderbewahranstalten und für Kinderheilanstalten)
27.04. 1861 : Leonhard Freiherr von Hohenhausen (Kgl. Kämmerer und Generalcaptain der Leibgarde der Hartschiere)
11.09. 1886 : Winfried von Hörmann (Staatsrat Regierungspräsident von und Neuburg)
01.04. 1890 : Otto Fürst von Bismarck (Kanzler des Reiches)
05.02. 1919 : Georg Brach (Kommerzienrat und ehem. bürgerlicher
20.05. 1927 : Dr. Maximilian von Lingg (Bischof von
Die folgende Liste nennt Personen die Augsburg geboren sind chronologisch nach ihrem Geburtstag. ist es unerheblich ob die Personen ihren Wirkungskreis in Augsburg hatten oder nicht. Viele andernorts bekannt geworden. Die Liste erhebt keinen auf Vollzähligkeit. Im zweiten Teil der Liste Personen genannt die nicht in Augsburg geboren aber hier gewirkt haben.
1898 10. Februar Bertolt Brecht alias Eugen Berthold Friedrich Brecht † 4. August 1956 in Berlin (Ost) Schriftstellter ("Die Dreigroschenoper" Courage und ihre Kinder" "Herr Puntila und Knecht Matti")
1937 29. September Gustl Gstettner bzw. Frank Thorsten alias Wesche Komponist von Schlagern und volkstüml. Melodien Roland Kaiser Kastelruther Spatzen u.a.)