August Bebel wurde am 22. Februar 1840 in Köln-Deutz geboren. Er war der Sohn eines und lernte nach dessen frühem Tod das Nach Gesellen- und Wanderjahren ließ er sich in Leipzig nieder wo er in der Bildungsvereinsbewegung Fuß fasste. 1867 gründete er zusammen mit Wilhelm Liebknecht die radikaldemokratische Sächsische Volkspartei 1869 ebenfalls mit Liebknecht die Sozialdemokratische Arbeiterpartei ( SDAP ).
1867 wurde er in den Norddeutschen Reichstag in dem er am 26. November 1870 "Frieden mit der französischen Nation unter auf jede Annexion" forderte und sich mit Pariser Kommune solidarisierte. Es folgten eine einhundertzweitägige Untersuchungshaft 1872 die Verurteilung im Leipziger Hochverratsprozess zu zwei Jahren Festungshaft und wegen Majestätsbeleidigung zu neun Monaten Während der Haft bildete er sich selbst und sprach von seiner "Haftuniversität".
August Bebel war zusammen mit Paul Singer Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands ( SPD ) und von 1871-1913 Mitglied des Reichstages (ausgenommen 1881-1883).
Nach seiner Ausweisung aus Leipzig auf Grund des Sozialistengesetzes als sozialdemokratischer Agitator ließ sich Bebel Borsdorf bei Leipzig nieder. Bis 1889 war er geschäftlich den Vertrieb seiner Leipziger Drechslereiwarenfirma tätig. Die Geschäftsreisen im ganzen verband er mit seiner Parteiarbeit. Auch unter Sozialistengesetz wurde Bebel zu Gefängnisstrafen verurteilt 1883 vier Monaten 1886 im Freiberger Geheimbundprozess zu Monaten Gefängnis.
Bebel war von der Richtigkeit des Marxismus überzeugt und ein entschiedener Gegner des Revisionismus . Dessen ungeachtet achtete in der parlamentarischen parteipolitischen Arbeit stets darauf konkrete soziale Reformen Bebel erwartete die Revolution als sich gesetzmäßig "großen Kladderadatsch" den die Sozialdemokratie nicht gezielt bemüht sein müsse. Seine beiden wichtigsten Schriften Ziele" (1870) und "Die Frau und der ( 1883 ) erreichten riesige Auflagen. Bis zu seinem blieb Bebel der allseits anerkannte Führer der Sozialdemokratie.
Bebel lebte zunächst in Leipzig und nach 1890 viele Jahre in Berlin-Schöneberg in der 22 der Hauptstraße 84 der Habsburger Straße und zuletzt in der Hauptstraße 97 (Gedenktafel dem Eingang).
Am 18. März 1913 starb er in Passog in der Schweiz während eines Sanatoriumaufenthaltes. Er wurde in Zürich wo seine Tochter lebte beigesetzt.