Er wurde als Sohn des sächsischen August Wilhelm Neidhardt und seiner Frau Maria geborene Müller geboren. Der Vater nannte sich Neidhardt" erst in den folgenden Jahren wurde Beiname Gneisenau von einem früheren Besitztum der in Österreich hinzugefügt. Als der spätere Feldmarschall 1777 auf der Universität Erfurt immatrikuliert wurde er im Register als "Antonius Neidhardt" aufgeführt. nannte ihn die Ansbach-Bayreuthsche Rangliste von 1783 "Neidhardt von Gneisenau" und diesen Doppelnamen er auch im preußischen Dienst.
1769 bis 1777 - Aufenthalt und Schulbesuch verschiedenen Städten
1777 bis 1778 - Studium in Erfurt
1778 bis 1779 - Militärdienst in einem Husarenregiment
1779 bis 1786 - Militärdienst beim Markgrafen Ansbach-Bayreuth davon von 1782 bis 1783 in
1782 - Ernennung zum Leutnant
seit 1786 - Offizier in preußischen Diensten
1795 - Hauptmann und Kompaniechef
1796 - Heirat mit Karoline v. Kottwitz
1806 - Verwundung im Gefecht bei Saalfeld Teilnahme an der Schlacht bei Jena und gegen Napoleon
1807 - Kommandant der Festung Kolberg. Beförderung zum Oberstleutnant und Berufung die Militär-Reorganisationskommission
1809 - Beförderung zum Oberst und zeitweise des Dienstes.
1813 - Ernennung zum Generalmajor und Zweiten in der Schlesischen Armee. Blüchers. Nach Scharnhorst’s wird Gneisenau Erster Generalquartiermeister Blüchers. Teilnahme an Völkerschlacht bei Leipzig und Beförderung zum Generalleutnant.
1814 - Erhebung in den Grafenstand.
1815 - Teilnahme an der Schlacht bei und Beförderung zum General der Infantrie. Übernahme Generalkommandos am Rhein.
1816 - Berufung in den preußischen Staatsrat.
1818 - Ernennung zum Gouverneur von Berlin
1825 - Ernennung zum Generalfeldmarschall
1830 - Befehlshaber eines Korps an der zu Russisch-Polen während des dortigen polnischen Aufstandes.
Nach dem Tod der Mutter am 22. Oktober 1761 übergibt der Vater sein Kind an in Schilda oder Hildesheim . Im Jahr 1769 kommt der junge Neidhardt zu seinem mütterlicherseits nach Würzburg und besucht die dortige Jesuitenschule bis Tod seines Großvaters 1762 . Danach ist sein Aufenthalt ungeklärt; Würzburg Schwäbisch-Gmünd und Erfurt sind mögliche Aufenthaltsorte. Am 1. Oktober 1777 immatrikuliert sich Neidhardt an der Erfurter und studiert militärische Mathematik Artilleriewesen Befestigungskunst und Kartographie . Durch seinen lockeren Lebenswandel verliert er großväterliche Erbe und bricht 1778 sein Studium ab. Er tritt in in Erfurt in Garnison liegende österreichische Husarenregiment Wurmser ein und zieht als Gemeiner in Bayerischen Erbfolgekrieg . Nach dem Frieden von Teschen ( Cieszyn ) im Jahr 1779 tritt Neidhardt in den Dienst des Markgrafen Carl-Alexander von Ansbach-Bayreuth. In der Rangliste dortigen Jägerbataillons ist Neidhardt erstmalig mit dem verzeichnet den inzwischen sein Vater angenommen hat: Neidhardt von Gneisenau .
Der wie andere deutsche Fürsten auch Geldmangel leidende Markgraf Carl-Alexander verkauft während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges Soldaten an Großbritannien . Gneisenau meldet sich zum Einsatz in wird zum Leutnant ernannt und 1782 nach Amerika verschifft. Da der Krieg fast vorüber verbringt Gneisenau seine Zeit meist in der von Québec . Bereits Ende 1783 kehrt er in die Garnision Bayreuth zurück und tritt zur Infanterie über.
Wegen des eintönigen Dienstes verläßt er Dienste des Markgrafen von Ansbach-Bayreuth und bewirbt im November 1786 beim preußischen Heer. Als jüngster Premierleutnant er in die Garnison Löwenberg ( Lwowek ) versetzt. Er lernt in seiner Garnisonszeit englische französische und polnische Sprache und studiert Literatur und Kriegswissenschaften. 1790 erfolgt die Beförderung zum Stabskapitän. Von 1792 bis 1795 ist Gneisenau mit seinem Bataillon bei der 2. Polnischen Teilung zusammen russischen Truppen eingesetzt. Im Jahr 1795 wird Gneisenau zum Hauptmann befördert und als Kompaniechef nach Jauer ( Jawor ) versetzt. Er heiratet 1796 die vermögende Karoline von Kottwitz mit er in den Folgejahren 4 Töchter und Söhne hat. Nachdem seine Frau 1803 das Gut Mittel-Kauffung erworben hat studiert Gneisenau landwirtschaftliche entwirft Pläne zur Melioration und richtet eine ein. Nebenher beschäftigt er sich weiter intensiv Studien zum Truppendienst zur Infanterie Kavallerie Artillerie Ingenieurkunde Taktik und Militärgeographie.
Zwischen 1807 und 1810 hält sich Gneisenau meist in Memel ( Klaipeda ) und Königsberg ( Kaliningrad ) auf. Unter anderem arbeitet er mit General Graf York neue Exerzierinstruktionen für die Infanterie aus. weiteren Offizieren ist er mit der Aufklärung Vorgänge betraut die zur Kapitulation der Festungen Magdeburg Nienburg und Neiße ( Nysa ) sowie des Hohenloheschen Korps bei Prenzlau und zur Niederlage der Schlacht bei und Auerstedt und dem Gefecht bei Halle haben. Im Sommer 1808 fordert in einer an den König die Volksbewaffnung und verfasst später die “Konstitution für die allgemeine Waffenerhebung nördlichen Deutschlands gegen Frankreich“. Im Mai 1808 wird Gneisenau zum Inspekteur der Festungen und wird im September 1808 auch Chef Ingenieurkorps. Am 1. März 1809 wird er als Mitglied des Artillerie- Ingenieurdepartements ins preußische Kriegsministerium berufen. Im Mai greift Gneisenau seinen Gedanken der Volkserhebung wieder und regt die Aufstellung einer “Preußischen Legion” der Seite der Österreicher an.
Im Mai 1809 wird Gneisenau zum Oberst befördert und quittiert im Juli 1809 Dienst “für die Dauer des Friedens“ nachdem und andere Reformer von reaktionären Kräften am verleumdet und des Verrats beschuldigt wurden. In Auftrag reist Gneisenau im August 1809 nach um die Möglichkeiten britischer Hilfe im Kampf Napoleon zu sondieren. In Kenntnis seiner militärischen bieten ihm lediglich der Herzog von Braunschweig-Oels das Kommando in seinem Freikorps der Schwarzen Schar und die Briten Eintritt in die Deutsch-Englische Legion an. Enttäuscht Gneisenau im Dezember 1810 nach Berlin zurück. Zum Schutz vor Spitzeln bringt ihn Clausewitz bei einem Tischler in Pankow (damals bei Berlin) unter. Danach begibt Gneisenau auf sein Gut in Schlesien hält aber weiter engen Kontakt zu Reformern ( Scharnhorst Boyen und Blücher ).
Im März 1811 wird er vom Staatskanzler Hardenberg auf dessen Gut Tempelberg bei Fürstenwalde gerufen um die neue Situation auf der sich verschärfenden Zuspitzung der russisch-französischen Beziehungen erörtern. Im gleichen Jahr bereiten Scharnhorst Boyen Clausewitz und Gneisenau eine Volkserhebung vor die verfasst und Hardenberg am 8. August 1811 dem König übergibt. Dieser Plan vom König jedoch abgelehnt. Gneisenau arbeitet aber an den Plänen für den Aufstand. Nach Vertrag vom 24. Februar 1812 in dem sich Preußen zur Aufstellung Hilfskorps für den Krieg der Franzosen gegen Russland verpflichtet reicht Gneisenau seine Entlassung aus Staatsdienst ein und reist zum 2. Mal Großbritannien. Erneut will er die Möglichkeiten einer Unterstützung in Erfahrung bringen. Die Reise führt über Wien nach Wilna zu Zar Alexander I. für den er eine Analyse der Streitkräfte ausarbeitet. Über Stockholm kommt Gneisenau wieder ohne offiziellen Auftrag London . Er führt Gespräche mit der Regierung allerdings konkrete Zusagen zu erhalten. Über Kolberg Gneisenau an den preußischen Königshof in Breslau ( Wroclaw ) wo er am 11. März 1813 eintrifft.
Nach der französischen Niederlage im Russlandfeldzug 1812/13 können sich in Preußen endlich Reformer und am 16. März 1813 erklärt König Friedrich Wilhelm III. Preußen dem napoleonischen Frankreich den Krieg. Gneisenau als Generalmajor wieder in das preußische Heer eingestellt und als Zweiter Generalquartiermeister zur Blüchers versetzt in der auch sein Sohn bei der Kavallerie dient. Beim Einrücken in Rheinbundstaat Sachsen verfasst Gneisenau einen Aufruf zum Widerstand. In Dresden das von den Franzosen geräumt wurde Gneisenau die Schaffung von Flussübergängen an da Elbebrücken von den Franzosen gesprengt wurden. Am 5. April 1813 nimmt er an der Schlacht Möckern teil und in der Schlacht bei am 2. Mai 1813 befehligt Gneisenau die Kavallerie des linken Da der Erste Generalquartiermeister der Blücher-Armee Scharnhorst dieser Schlacht tödlich verwundet wird übernimmt Gneisenau der Folge die Aufgaben des Ersten Generalquartiermeisters. der Schlacht bei Bautzen unterliegen die vereinten preußisch-russischen Truppen erneut das Reitergefecht bei Haynau ( Chojnow ) gewonnen wird.
Die Zeit des Waffenstillstands vom 4. Juni bis August 1813 nutzt Gneisenau zur Ausbildung und Ausrüstung der preußischen Truppen insbesondere Schlesischen Armee Blüchers. Gleichzeitig führt er auch Geschäfte des Generalgouvernements Schlesien. Er läßt auch die schlesischen ausbauen und weiter aufrüsten. Mitte August hat Schlesische Armee eine Stärke von 105.000 Mann besteht aus zwei russischen und einem preußischen Korps . Nach den Gefechten bei Löwenberg Bunzlau Goldberg zwischen dem 21. August und dem 23. August 1813 muß sich die Schlesische Armee zurückziehen. Aber in der Schlacht an der Katzbach am 25. August erringen die Verbündeten den Sieg.
Bis Ende September 1813 kämpft die Blücher und Gneisenau geführt Schlesische Armee in und dringt dann ab 26. September 1813 über Bautzen nach Norden vor. 5. Oktober 1813 steht die Armee östlich von Bitterfeld . Auch die anderen beiden verbündeten Heere Nordarmee unter dem schwedischen Kronprinzen Bernadotte und die Böhmische Armee unter dem Fürsten Schwarzenberg konzentrieren ihre Kräfte im mitteldeutschen Raum Leipzig wo es am 18. Oktober 1813 zur entscheidenden Völkerschlacht bei Leipzig kommt die mit dem Sieg der endet. Blücher und Gneisenau ziehen mit ihren als Erste in die Stadt ein. Beide auf dem Marktplatz von Zar Alexander I. Russland von Kaiser Franz von Österreich von Friedrich Wilhelm III. von Preußen und von Schwarzenberg belobigt. Gneisenau vermisst allerdings schmerzlich ein Wort der Anerkennung durch den preußischen König. 18. Dezember 1813 wird Gneisenau zum Generalleutnant befördert. Sein Feldzugplan zum direkten Marsch verbündeten Armeen wird allerdings aus politischen Gründen verworfen. Erst am Jahresende 1813 gelingt es seinen Plan durchzusetzen. Die Schlesische Armee überschreitet 1. Januar 1814 bei Kaub den Rhein und marschiert westwärts Richtung Frankreich. In Briefen warnt Gneisenau vor Verhandlungen mit Napoleon einen Friedensabschluß die bis Februar 1814 geführt Am 31. März 1814 endet der Feldzug mit der von Paris . Napoleon dankt ab und verläßt Frankreich. seiner Verdienste wird Gneisenau in den Grafenstand
Nach Napoleons Rückkehr 1815 bleibt Gneisenau weiter Stabschef von Blüchers Ein eigenes Kommando bleibt ihm somit versagt Entscheidung die ihn tief kränkt. Trotzdem erfüllt seine Aufgaben mit bekannter Tatkraft und Energie. bemüht sich für die Armee um Waffen Geld aus Großbritannien bemüht sich um die der Truppe mit Verpflegung und Bekleidung und mit Blücher den Feldzug. Die geplante Vereinigung britisch-niederländischen Armee unter Wellington mit der preußischen unter Blücher scheitert als Napoleon die Preußen Ligny angreift und schlägt. Die Schlacht der gegen die Briten bei Quatre Bras endet Daraufhin fassen Blücher und Gneisenau den Plan Aufgabe der Versorgungslinien nicht nach Osten sondern Norden zu marschieren um so doch noch Vereinigung mit den Truppen Wellingtons zu erreichen. stellte sich Napoleon am 18. Juni 1815 beim Dorf Waterloo in Belgien zur Schlacht. Erst als späten Nachmittag die preußischen Truppen das Schlachtfeld fällt die Entscheidung zugunsten der Verbündeten. Napoleon vernichtend geschlagen und dankt später erneut ab. preußischen Truppen erbeuten zahlreiche Gegenstände aus Napoleons Gneisenau behält das kaiserliche Siegel und wird Juli 1815 zum General der Infanterie befördert.
Nach dem Krieg zieht sich der Gicht erkrankte Gneisenau zunächst auf sein verschuldetes zurück. Im Jahr 1822 verstirbt die Tochter Agnes verheiratet mit Sohn Wilhelm bei der Geburt ihres dritten Gneisenau kümmerte sich nun um seine Enkel sich sein Schwiegersohn im Ausland aufhielt. Aber im Oktober 1815 übernahm er das Generalkommando Rhein. Gneisenau hält Verbindung zu fortschrittlichen Intellektuellen wird verstärkt zum Ziel von Angriffen konservativ-reaktionärer am Königshof. Daraufhin reicht er im April 1816 seinen Abschied ein. Der König lehnt und gewährt stattdessen einen “Urlaub auf unbestimmte Als Gneisenau Wochen später zurück kehrt ist Dienststellung schon mit einem Anderen besetzt. Gneisenau vom König in den preußischen Staatsrat berufen erst Hardenberg gelingt es Gneisenau zur Annahme Berufung zu überreden. Er erhält den Vorsitz den Abteilungen “Äußere Angelegenheiten” und “Militärangelegenheiten”. Im 1818 wird Gneisenau vom König zum nur Repräsentation dienenden Gouverneur von Berlin ernannt. 1819 wird die Eigenständigkeit der Landwehr abgeschafft ohne das man Gneisenau als der Abteilung für Militärangelegenheiten konsultiert. Er wird Präses der Ober-Militär-Examinationskommission ernannt die die wissenschaftliche der Offiziere abhält und ist dort mit Verwaltungsarbeit beschäftigt. Jeder Einfluss auf Entscheidungen war damit entzogen. Seine Gegner hatten ihn kaltgestellt. Gneisenaus eigene Empfehlung wird die Position des von Berlin 1820 zur Entlastung der Staatskasse gestrichen Titel Berliner Dienstwohnung bleiben ihm jedoch erhalten. Er zwischen Berlin und seinem Gut Erdmannsdorf bei Hirschberg ( Jelina Gora ) daß er gegen Gut Mittel-Kauffung eingetauscht Gneisenau engagiert sich für die Künste befürwortet Wiederherstellung des alten Schloßgartens in Berlin und unter anderem mit Schinkel Rauch und Clausewitz dafür daß Scharnhorst ein Grabmal erhält welches noch heute auf dem Invalidenfriedhof zu Berlin zusehen ist.
Am 18. Juni 1825 fand bei den Feierlichkeiten zum 10. der Schlacht bei Waterloo die Ernennung Gneisenaus Generalfeldmarschall statt. Als königliche Schenkung erhielt er Gut Sommerschenburg bei Helmstedt . Er wird auch weiterhin revolutionärer Ideen obwohl er längst konservative Ansichten hat. Sein wird kontrolliert.
1830 erfolgt in Polen ein Aufstand gegen russische Besatzung. Den Oberbefehl über das von aufgestellte Korps an der Grenze zu Russisch-Polen im Dezember 1830 Gneisenau. Zar Nikolaus I. von Russland verzichtet jedoch auf die Waffenhilfe. Neidhardt von Gneisenau fällt während seines am 23. August 1831 der aus Russland Polen eingeschleppten Cholera-Epidemie zum Opfer.
Seine Söhne August Hugo und Bruno militärische Laufbahnen ein. Die Tochter Agnes war Wilhelm v. Scharnhorst die Tochter Hedwig seit 1828 mit Graf Friedrich von Brühl die Emilie mit Graf Stauffenberg verheiratet. Die Tochter blieb unverheiratet.
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