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Die Awaren waren ein asiatisches Reitervolk dessen ethnische sprachliche Herkunft nicht völlig geklärt ist und im Frühmittelalter über 200 Jahre lang Mitteleuropa beherrschte.
Vermutlich nicht mit den in diesem abgehandelten Awaren verwandt ist das gleichnamige Mehrheitsvolk der russischen Teilrepublik Dagestan die auch als Dagestaner bezeichnet werden.
Nach 555 zogen die Awaren unter dem Druck Göktürken nach Westen sie wurden 558 Föderaten des Byzantinischen Reichs. Um 560 besiegten sie die Hunno-Bulgaren am Schwarzen Meer zogen aber wegen sie verfolgenden Göktürken weiter.
Mitte des 6. Jahrhunderts hatten sie die Herrschaft über Pannonien und ließen sich vor allem im Karpatenbecken nieder. Schon früh fand eine gemeinsame zusammen mit den Slawen statt wie u.a. Grabfunde aus Hennersdorf/ Wien zeigen.
Ende des 6. Jahrhunderts reichte ihr von der Ostsee bis zur Wolga . Unter ihrem Herrscher Khagan Bajan stellten eine Großmacht dar die es sich leisten vom Byzantinischen Reich Tribut zu fordern.
Das Volk ging in den heutigen Ungarn und in einigen südslawischen Völkern auf. Hierfür gibt es möglicherweise Belege. So zeigten molekulargenetische Untersuchungen an Y-Chromosomen in der kroatischen Bevölkerung (1.) für der kroatischen Insel Hvar Merkmale die auf eine zentralasiatische Abstammung
Im Namen Banat verbirgt sich der awarische Fürstentitel "BAN" Khagan Bajan dem berühmten Heerführer) der später Banus an die Kroaten überging.
Walter Pohl: Die Awaren Ein Steppenvolk Mitteleuropa 567-822 n.Chr. ISBN 3-406-48969-9
Lovorka Bara Marijana Perii Irena Martinovi Siiri Rootsi Branka Janiijevi Toomas Kivisild Jüri Igor Rudan Richard Villems and Pavao Rudan: chromosomal heritage of Croatian population and its isolates European Journal of Human Genetics (2003) 535-542.
Denis Sinor: The Cambridge History of Inner Asia Cambridge 1990