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Bärenzwinger


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Der Bärenzwinger ist ein studentisches Kultur- und Begegnungszentrum Stadtzentrum Dresdens nahe dem Albertinum Teil der historischen Stadtbefestigung .

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des Bauwerks

Die heute als "Bärenzwinger" bezeichneten Bauten wurden von Caspar Voigt von Wierandt 1519 und 1521 errichtet und im Zuge der Nordosterweiterung Dresdner Stadtbefestigung ( Bastion Venus / Jungfernbastion) durch den in Nürnberg geborenen Tischler und Schraubenmacher Paul_Buchner ( 1531 - 1607 ) von 1590 bis 1592 erweitert. Buchner hatte ab 1567 die Oberaufsicht über Ausbau der Stadtbefestigung und wurde 1576 zum Oberzeugmeister der Stadt Dresden berufen. Von ihm stammen weitere prägende in Dresden wie das Zeughaus (heute Albertinum) Pferdestall Stallhof des Dresdner Residenzschlosses (Johanneum heute Verkehrsmuseum) das alte Gewandhaus

Die Bezeichnung "Bärenzwinger" geht auf Begriffe Festungsbaus zurück: "Batardeau" (Abdämmung/Schleusendamm) wurde zu "Bär" "Zwinger" bezeichnet den Gang zwischen innerer und Grabenmauer - also "Zwinger am Bären". Pelzige der Familie Ursidae hielten sich hier nachweislich nur im 1993 anlässlich einer Party auf und haben mit dem Namen zu tun. Während die Stadtmauer gut erhalten ist sind von der Grabenmauer nur noch Rudimente sichtbar.

Die Anlage des Bärenzwingers diente dem des Schleusendamms der den Stadtgraben vom Elbstrom trennte. Davon zeugen die Kanonenöffnungen durch eine man heute den Studentenklub betritt sowie teilweise noch erhaltenen Schmiedeanlagen. Der Bereich vor Bärenzwinger wurde später als Gondelhafen genutzt 1856 und als Parkanlage gestaltet.

Infolge des Fortschritts der Waffentechnik verlor Festung ihre militärische Bedeutung und so gelangte der elbwärtige der Anlagen durch Schenkung in den Besitz sächsischen Premierministers Heinrich Reichsgraf von Brühl ( 1700 - 1763 ) der sie 1748 / 49 zu einer Gartenanlage umgestalten ließ.

Auf Befehl Napoleons begann 1809 die Festungsschleifung die Demolierung der oberirdischen Bauten fand 1830 ihren Abschluss mit dem anfallenden Schutt die unterirdischen Kasematten verfüllt wodurch der ehemalige Kanonenhof hinter Großen Tonne mit seiner Ausfahrt in die Stadt bis unter die Decke mit diesen gefüllt wurde. Spätere Funde an Salbnäpfchen und Behältnissen sowie Vertiefungen in den Wänden der verfüllten Tonnen gewölbe deuten auf eine zeitweilige Nutzung der Lagerräume der Hofapotheke der 1815 gegründeten Medizinischen Akademie unter Carl Gustav Carus hin.

Im 2. Weltkrieg wurden die Gewölbe noch als Luftschutzräume genutzt.

Geschichte des Studentenklubs

Der „Studentenclub Bärenzwinger“ in seinen historischen Gewölben gilt als einer der schönsten Clubs in Dresden und verbindet Studenten kneipe mit Kulturbetrieb.

Mitte der sechziger Jahre machten sich der Technischen Universität Dresden auf die Suche nach Räumen für Begegnungsstätte und sie wurden im Bereich der Festung fündig. Mit Unterstützung der Studentenschaft wurden die Gewölbe in tausenden freiwilligen unentgeltlichen Stunden im des "Nationalen Aufbauwerks" (NAW) von Schutt befreit ausgebaut. Am 15. Juni 1968 wurde der Klubbetrieb unter dem Namen "Studentenclub Bärenzwinger" in "Kleinen Tonnen" und dem Innenhof aufgenommen.

1986 wurde die "Große Tonne" als Veranstaltungssaal und aus dem Architektenklub wurde ein "Zentraler FDJ -Studentenclub der TU Dresden .

Seit 1990 befindet sich der Club in der Trägerschaft eines gemeinnützigen Vereins (Studentenclub Bärenzwinger e.V.). Das inzwischen nicht Studenten offenstehende Kulturzentrum besuchten jährlich ca. 150000 Jugendliche . Höhepunkte des jährlichen Programms sind der am 1. Mai Veranstaltungen zum Dresdner Dixielandfestival sowie der "Dresdner Weihnachtsmannsackhüpfstaffelmarathon" ein Staffellauf bei dem als Weihnachtsmann verkleidete Studenten im Sack um die Wette hüpfen.

Am 1. Juni 2000 musste der Studentenklub seine "Große Tonne“ wie zuvor schon den Kanonenhof - nach verlorenen Rechtsstreit an die Evangelisch-Reformierte Gemeinde abgeben die ein Altenheim betreibt. Damit sank die Kapazität von 500 auf 150 Gäste.

Auf dem Programm stehen Konzerte zumeist lokaler Bands Kino Lesungen Vorträge Kulturforen Diskotheken u.a.

Weblinks

Literaturempfehlung

Eva Papke: Festung Dresden
Michael Sandstein Verlagsges. mbH Dresden 1999
ISBN: 3930382121




Bücher zum Thema Bärenzwinger

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