Baden (Land) Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier . Diese Seite benötigt Javascript um richtig angezeigt zu werden.
Baden war ein Land des Deutschen Reichs und (in veränderten Grenzen) der Bundesrepublik 1952 ging es im Bundesland Baden-Württemberg auf.
Baden liegt im Südwesten Deutschlands. Das erstreckte sich längs des Rheins von Konstanz über Lörrach und Karlsruhe bis zur größten Stadt Mannheim mit einer Fortsetzung bis an den Main bei Wertheim . Es grenzte an das französische (1871-1918) Elsass im Westen an die Schweiz im Süden die Pfalz im Nordwesten Hessen und Bayern im Nordosten. Die östliche nach Württemberg ( Schwaben ) verlief auf den Höhen des Schwarzwaldes . Zentrale Landschaft Badens mit den meisten Städten ist die oberrheinische Tiefebene .
Karlsruhe die frühere Hauptstadt Badens war ab 1715 Residenz zunächst der Markgrafen von Baden-Durlach und der Großherzöge von Baden sowie bis zum des zweiten Weltkrieges Hauptstadt des 1918 gegründeten Freistaates beziehungsweise der Demokratischen Republik Baden.
Großstädte auf badischem Gebiet sind (von Nord Süd): Mannheim Heidelberg Karlsruhe Pforzheim und Freiburg im Breisgau . Größere Mittelstädte in Baden sind (von nach Süd): Baden-Baden Offenburg Villingen-Schwenningen (jedoch nur der Stadtteil Villingen; Schwenningen württembergisch) und Konstanz .
Landschaften in Baden:
Der Name stammt von den Markgrafen von Baden einer im 12. Jahrhundert etablierten Seitenlinie der Herzöge von Zähringen . Hermann II. war der erste Zähringer der sich dem neuen Stammsitz der Burg Hohenbaden hoch über den Thermalbädern der damaligen Stadt Baden (heute Baden-Baden) Markgraf von Baden nannte. Herrschaftsgebiete der badischen Markgrafschaften waren Baden- Durlach (bei Karlsruhe ) Baden-Baden Baden-Hachberg bei Emmendingen sowie Sausenburg-Rötteln bei Lörrach . Letztere Herrschaft bestand aus Besitzungen zwischen bis südlich Freiburg und ist heute als Markgräflerland bekannt.
Von 1535 bis 1771 war die Herrschaft in die Linien Baden-Durlach ( evangelisch ) und Baden-Baden ( katholisch ) geteilt. Markgraf Ludwig Wilhelm der so genannte " Türkenlouis " ( 1677 bis 1707 ) machte Rastatt zu seiner Residenz Karl III. Wilhelm von Baden-Durlach das 1715 erbaute Karlsruhe . Karl Friedrich von Baden-Durlach erbte 1771 die Besitzungen der erloschenen Linie Baden-Baden .
Unter der Protektion Napoleons entstand in den Jahren 1803 (Karl Friedrich wird Kurfürst ) und 1806 (Karl Friedrich wird Großherzog ) aus vielen kleinen Fürstentümern geistlichen Gebieten und Reichsstädten das neue badische Staatsgebiet welches mindestens fünffache Fläche des ursprünglichen hatte.
Hinzu kamen:
Auf diesem Wege kam Baden das dahin keine eigene höhere Bildungsstätte verfügte auch den Besitz der beiden Universitäten Freiburg und Heidelberg .
Im 19. Jahrhundert konnten sich in Baden Demokratie und Parlamentarismus freier entwickeln als anderswo. 1818 erhielt das Großherzogtum auch eine liberale Verfassung .
1845 Gab es einen Hofskandal um die von Caspar Hauser .
In den Jahren 1848 und 1849 kam es neben anderen Staaten des Bundes auch in Baden zur so genannten Badischen Revolution ( Märzrevolution ).
1871 tritt Baden dem Deutschen Reich bei und blieb in seinen Grenzen württembergischer Versuche im Dritten Reich die Vereinigung bis zum Ende des 2. Weltkrieges unverändert.
Nach dem zweiten Weltkrieg war Baden geteilt.
1952 schlossen sich die Länder Württemberg-Baden und Baden mit dem Land Württemberg-Hohenzollern zum heutigen Bundesland Baden-Württemberg zusammen. In Mittel- und Südbaden gab viele Gegner des Zusammenschlusses. Diese plädierten für eigenständiges Bundesland Baden unterlagen jedoch bei der Volksabstimmung . Entscheidend war das Abstimmungsverhalten des bevölkerungsreichen Nordbadens . Insbesondere die alte Kurpfalz mit Mannheim und Heidelberg war gegen Baden. " Vom See bis an den Maines Strand die Stimme dir mein Badnerland " war auf den Wahlplakaten von 1952 zu lesen.
1970 kam es aufgrund einer Klage nochmals einer Volksabstimmung an der sich diesmal nur Badener (und nicht die Württemberger) beteiligen durften. überwältigende Mehrheit war allerdings für den Verbleib Baden-Württemberg.
Die 1952 gebildeten Regierungsbezirke Nordbaden und Südbaden griffen die Grenzen des alten Landes wieder auf. Mit der Kreisreform die zum 1. Januar 1973 vollzogen veränderten sich die Zuständigkeiten der beiden Regierungspräsidien Karlsruhe und Freiburg so dass die Regierungsbezirke in Karlsruhe bzw. Freiburg entsprechend umbenannt Die alten Grenzen des Landes Baden spiegeln heute lediglich noch im Gebiet der Evangelischen Landeskirche in Baden wider.
ehem. Amtsbezirk Bonndorf ( bis 1924 ) Amtsbezirk Donaueschingen Amtsbezirk Engen Amtsbezirk Konstanz Amtsbezirk Meßkirch Amtsbezirk Pfullendorf Amtsbezirk Säckingen ehem. Amtsbezirk St. Blasien ( bis 1924 ) Amtsbezirk Stockach ehem. Amtsbezirk Triberg ( bis 1924 ) Amtsbezirk Überlingen Amtsbezirk Villingen Amtsbezirk Waldshut
ehem. Amtsbezirk Breisach ( bis 1924 danach Amtsbezirk Freiburg ) Amtsbezirk Emmendingen ehem. Amtsbezirk Ettenheim ( bis 1924 danach Amtsbezirk Offenburg ) Amtsbezirk Freiburg Amtsbezirk Kehl Amtsbezirk Lahr Amtsbezirk Lörrach Amtsbezirk Müllheim Amtsbezirk Neustadt Amtsbezirk Oberkirch Amtsbezirk Offenburg ehem. Amtsbezirk Schönau ( bis 1924 ) Amtsbezirk Schopfheim Amtsbezirk Staufen Amtsbezirk Waldkirch Amtsbezirk Wolfach
ehem. Amtsbezirk Achern ( bis 1924 ) ehem. Amtsbezirk Baden ( bis 1924 ) Amtsbezirk Bretten Amtsbezirk Bruchsal Amtsbezirk Bühl ehem. Amtsbezirk Durlach ( bis 1924 danach Amtsbezirk Karlsruhe ) Amtsbezirk Ettlingen Amtsbezirk Karlsruhe Amtsbezirk Pforzheim Amtsbezirk Rastatt
Amtsbezirk Adelsheim Amtsbezirk Buchen ehem. Amtsbezirk Eberbach ( bis 1924 danach Amtsbezirk Heidelberg ) ehem. Amtsbezirk Eppingen ( bis 1924 ) Amtsbezirk Heidelberg Amtsbezirk Mannheim Amtsbezirk Mosbach ehem. Amtsbezirk Schwetzingen ( bis 1924 danach Amtsbezirk Mannheim ) Amtsbezirk Sinsheim Amtsbezirk Tauberbischofsheim Amtsbezirk Weinheim Amtsbezirk Wertheim Amtsbezirk Wiesloch
Bis 1945 war das Land Baden in 4 Landeskommissärbezirke eingeteilt die sich in und Landkreise unterteilten.
Stadtkreise : Heidelberg Mannheim Landkreise : Landkreis Buchen Landkreis Heidelberg Landkreis Mannheim Landkreis Mosbach Landkreis Sinsheim Landkreis Tauberbischofsheim
Stadtkreise : Baden-Baden Karlsruhe Pforzheim Landkreise : Landkreis Bruchsal Landkreis Bühl Landkreis Karlsruhe Landkreis Pforzheim Landkreis Rastatt
Stadtkreise : Freiburg im Breisgau Landkreise : Landkreis Emmendingen Landkreis Freiburg Landkreis Kehl Landkreis Lahr Landkreis Lörrach Landkreis Müllheim Landkreis Neustadt (später Landkreis Hochschwarzwald) Landkreis Offenburg Landkreis Wolfach
Stadtkreise : Konstanz Landkreise : Landkreis Donaueschingen Landkreis Konstanz Landkreis Säckingen Landkreis Stockach Landkreis Überlingen Landkreis Villingen Landkreis Waldshut
Die Staatsoberhäupter ( Markgrafen Kurfürsten und Großherzöge) von Baden von 1738 zum Ende des ersten Weltkriegs 1918 waren:
12. Mai 1738 - 5. Mai 1803 Karl Friedrich (*1728 - † 1811) Markgraf ab 5. Mai 1803 Kurfürst ab 5. Mai 1806 Großherzog 10. Juni 1811 - 8. Dezember 1818 Carl Ludwig Friedrich (*1786 - † 1818) Großherzog 8. Dezember 1818 - 30. März 1830 Ludwig I. (*1763 - † 1830) Großherzog 30. März 1830 - 24. April 1852 Leopold (*1790 - † 1852) Großherzog 5. September 1858 - 28. September 1907 Friedrich I. (*1826 - † 1907) Großherzog (seit bereits Regent) 28. September 1907 - 14. November 1918 Friedrich II. (*1857 - † 1928) Großherzog Regierungschefs bzw. Staatsminister des Großherzogtums waren:
1820 bis 1831 -- Wilhelm Ludwig Leopold Freiherr von Berstett (* 1769 - † 1832 bis 1842 -- Sigismund Freiherr von (* 1766 - † 1847) 1844 bis 1846 -- Christian Friedrich von (* 1777 - † 1855) Amt zwischen 1846 - 1861 aufgehoben 1861 bis 1866 -- Anton Stabel (* - † 1880) 1866 bis 1868 -- Karl Mathy (* 1807 - 1868) 1868 bis 1876 -- Julius August Isaak Jolly (* 1823 - † 1891 ) 1876 bis 1893 -- Ludwig Karl Friedrich Turban (* 1821 - † 1898 ) 1893 bis 1901 -- Franz Wilhelm Nokk (* 1832 - † 1903 ) 1901 bis 1905 -- Carl Ludwig Wilhelm Arthur von (* 1845 -† 1926 ) 1905 bis 1917 -- Alexander Freiherr von Dusch (* 1851 - † 1923 ) 1917 bis 1918 -- Heinrich Freiherr von (* 1851 - † 1929 ) Die Staatspräsidenten der Republik Baden 1918 - 1945:
10. November 1918-14. August 1920 -- Anton (1858-1944) SPD 14. August 1920 - 23. November 1921 Gustav Trunk (1871-1936) Zentrum 23. November 1921 - 23. November 1922 Hermann Hummel (1876-1952) DDP 23. November 1922 - 23. November 1923 Adam Remmele (1877-1951) SPD 23. November 1923 - 23. November 1924 Heinrich Franz Köhler (1878-1949) Zentrum 23. November 1924 - 23. November 1925 Willy Hugo Hellpach (1877-1955) DDP 23. November 1925 - 23. November 1926 Gustav Trunk (2. Mal) 23. November 1926 - 3. Februar 1927 Heinrich Franz Köhler (2. Mal) 3. Februar 1927 - 23. November 1927 Gustav Trunk (3. Mal) 23. November 1927 - 23. November 1928 Adam Remmele (2. Mal) 23. November 1928 - 20. November 1930 Franz Josef Schmitt (1874-1939) Zentrum 20. November 1930 - 10. September 1931 Franz Josef Wittemann (1866-1931) Zentrum 18. September 1931 - 11. März 1933 Franz Josef Schmitt (2. Mal) 11. März 1933 - 8. Mai 1933 Robert Wagner (1895-1946) NSDAP 8. Mai 1933 - ??. April 1945 Walter Köhler (1897- 1989) NSDAP
s. Badisch
Nach dem Zusammenschluss von Baden und (Schwaben) zum Bundesland Baden-Württemberg sind manche Sprüche die das besondere Verhältnis der Badner zu Schwaben ausdrücken. Sie sollen jedoch mit Augenzwinkern nicht als Affront gegen die Schwaben verstanden
Beispiele:
Lieber Badisch als Unsymbadisch Es gibt Badische und Unsymbadische Über Baden lacht die Sonne über die ganze Welt Schwabe schaffe Badner denke D`Schwoba han`s em Kopf d`Badner en Gurgel
In Baden spielt der Weinbau eine wichtige wirtschaftliche Rolle. siehe auch: Badischer Wein
Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist der Tourismus insbesondere im Schwarzwald.
Die korrekte Bezeichnung für einen Einwohner ist Badener nicht Badenser . Das Lied der Badener ist aus der Melodie des Lied der Sachsen entstanden. Das Badnerlied ist heute Ausdruck der Verbundenheit mit Heimatland und ebenfalls humoristisch-anarchisches Mittel der Abgrenzung künstlichen Verwaltungseinheit Baden-Württemberg wie in zahlreichen inoffiziellen Liedstrophen belegt auch www.bfsbw.de )
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