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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 24. November 2014 

Balthasar Hubmaier


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Balthasar Hubmaier (* 1485 in Friedberg bei Augsburg + 1528 in Wien ) war eine führende Täuferpersönlichkeit der Reformationszeit .

Balthasar Hubmaier

Inhaltsverzeichnis

Hubmaier als katholischer Theologe und Priester

Hubmaier (auch Hubmair Hubmayr Hubmör geschrieben) ursprünglich römisch-katholischer Priester. Er promovierte 1512 zum der Theologieund war zunächst Universitätsprofessor in Freiburg und Ingolstadt . Ab 1518 hatte Hubmaier die Stelle eines Dompredigers Regensburg inne. In dieser Funktion rief er Verfolgung der Juden auf und beteiligte sich an der der Regensburger Synagoge . Als späterer Wallfahrtsprediger an der Kapelle schönen Maria" wurde er bekannt durch seine Marienverehrung .

Begegnung mit der Reformation

1521 sucht Hubmaier in Waldshut die innere Einkehr und beginnt ab 1522 die reformatorischen Schriften Martin Luthers zu lesen wobei ihn besonders dort paulinische Theologie fasziniert. Er kommt in Kontakt mit Kreisen und schließt Freundschaft mit Huldrych Zwingli . In dessen Umfeld lernt er auch Täufer kennen unter ihnen den späteren Märtyrer Konrad Grebel. Anfang 1525 läßt Hubmaier sich in Zürich taufen .

Hubmaier als Täufer

Es kommt zum endgültigen Bruch mit nachdem er in seiner wohl bedeutendsten Schrift Vom christlichen Tauff der Gläubigen seine Taufauffassung gerechtfertigt hatte. Er wird in Zürich verhaftet und widerruft seinen täuferischen nachdem er mit der Todesstrafe bedroht worden Nach einer erfolgreichen Flucht aus dem Gefängnis er Asyl in Nikolsburg. Dort stellt er sich die in vielen Täuferkreisen gelehrte und praktizierte Er ruft - seine Schutzherrschaft in Nikolsburg - zum bewaffneten Widerstand gegen die "türkische auf.

In Mähren verfaßte Humaier weitere 18 Schriften durch er großen Einfluß auf die täuferischen Kreis Diese Schriften kreisen thematisch um die bekannten Lehrauffassungen: Ablehnung der Kindertaufe Gemeindezucht und Ablehnung des Eides . Historische Quellen berichten das Hubmaier in mehr 2000 Anhänger getauft habe.

Hubmaier kehrt nach Waldshut zurück und auch dort eine Täufergemeinde. König Ferdinand I. läßt ihn dort unter dem Vorwurf Aufruhrs verhaften. Während seiner Haft schreibt er bekannte "Rechenschaft meines Glaubens" in der er eindeutig als Täufer bekennt. Das Angebot eines schlägt er aus und wird 1528 bei Leibe in Wien verbrannt. Seine letzten Worte: "Die Wahrheit ist untödlich!" Drei Tage nach seinem Märtyrertod wird Ehefrau ertränkt.

Literatur in Auswahl

  • Balthasar Hubmaier: Vom christlichen Tauff der Gläubigen ( 1525 )
  • Balthasar Hubmaier: Kurzes Vaterunser ( 1526 )
  • Balthasar Hubmaier: Vom christlichen Bann ( 1527 )
  • Balthasar Hubmaier: Von der Freiheit des Willens ( 1527 )
  • J. Loserth: Balthasar Hubmaier und die Anfänge der Wiedertaufe in Mähren ( 1893 )
  • C. Sachsse: Balthasar Hubmaier als Theologe ( 1914 )
  • Thorsten Bergsen: Balthasar Hubmaier. Seine Stellung zu Reformation und ( 1961 )
  • R. Dollinger: Artikel Balthasar Hubmaier in: RGG III. Bd. Spalte 464f




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