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Bantu


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Die Bantu sind über 400 verschiedene Ethnien Afrikas die gemeinsamen Ursprungs sind und alle Sprachen sprechen die zur gemeinsamen Sprachfamilie Bantusprachen gehören.

Die einzelnen Bantu-Gruppen waren zur Zeit Kolonisierung Afrikas über ein weites Territorium verstreut unter anderem das heutige Südafrika umfasste. Einige gemeinsame physiognomische Merkmale sowie gewisse Bräuche verbinden die

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Als Jan van Riebeeck um 1652 an der Küste Südafrikas von Bord lebten dort nur sehr wenige Bantu. Doch der Folge wanderten immer mehr Bantu in Süden des Kontinents und verdrängten nach und die dort lebenden San und Khoi Khoi . Die van Riebeeck folgenden europäischen Siedler zumeist Holländer französische Hugenotten und deutsche Siedler die heute als Buren zusammengefasste Volksschicht Südafrikas teilten sich etwa Jahre lang also bis ungefähr zur Mitte 18. Jahrhundert das südliche Afrika beinahe ausschliesslich mit Khoi Khoi wobei diese zunehmend in ein zu den Buren gerieten. Erst um etwa stiessen die Buren erstmals auf die Bantu diese im 18. Jahrhundert die hauptsächlichsten Bewohner waren. Danach kam es bis zum Ende 19. Jahrhunderts zu teilweise heftigen Territorialkämpfen zwischen diesen Volksgruppen.

Antike Königreiche

An der Kongomündung (ca. 15. - 18. Jahrhundert ):

Am Victoriasee (ca. 18. - 20. Jahrhundert ):

Um den Sambesi (ca. 13. - 19. Jahrhundert ):

  • Monomotapa
  • Shona
  • Mutapa
  • Butua

Sonstige Königreiche:

  • Lunda( 17. -19. Jh.)
  • Luba ( 16. -19. Jh.)

Soziale Organisation

Die Bantu unterteilten sich in verschiedene Stämme oder Häuptlingstümer. Dabei handelte es sich um nationale Verbände sondern um unabhängige Gruppen einigen hundert bis einigen tausend Menschen. Gemeinsam diesen Ethnien ein gemeinsamer Vorfahre meist ein ehemaliger bedeutender Häuptling . Geführt wurden die Stämme von einem der je nach Gruppe über unterschiedlich große verfügte. Die Zugehörigkeit zu einem Häuptling war fix. Das heisst ein populärer Anführer konnte die Aufnahme von Flüchtlingen anderer Stämme seinen vergrössern und so an Macht und Ansehen Unpopuläre Häuptlinge verloren dementsprechend an Einfluss.

Die kleinste Einheit der Bantu-Organisationsstruktur bildete Haushalt ( Household ) auch Kraal genannt bestehend aus Mann oder Frauen den Kindern sowie anderen im Haushalt wohnenden Verwandten. Der Mann war das des Haushaltes und konnte in polygamem Verhältnis leben. Er hatte die komplette über die Familie. So war eine klare gegeben. Diese Hierarchie zog sich weiter bis den Kindern. Beispielsweise wurde der erstgeborene Sohn Nachfolger seines Vaters als Oberhaupt der Familie. Haushalt und die verwandtschaftlich sehr engen Beziehungen Allgemeinen spielten eine wichtige Rolle im Leben Bantu. Diejenigen Haushalte die im selben Tal auf dem selben Hügel beheimatet waren wurden Sub-Distrikten (Wards) zusammengefasst. Die Sub-Distrikte oder Wards ein eigenes administratives und rechtsprechendes System dem so genannter Headman vorstand.

Die Sub-Distrikte wiederum fanden in Distrikten an dessen Spitze nun der Häuptling stand. zentrale Wohnstädte des Häuptlings war oft ein vielfach einige tausend Bewohner umfassender Ort.

Der Häuptling wurde im Allgemeinen nicht sondern erhielt sein Amt durch Vererbung. Bei meisten Stämmen erbte der älteste Sohn das seines Vaters. Bei einigen Stämmen wurde das an den ältesten Bruder des verstorbenen Häuptling nach dessen Tod wiederum an dessen ältesten vererbt. Dies wiederholte sich so lange bis letzte Bruder verstorben war. Nun wurde der Sohn des ursprünglichen Häuptling also des Ältesten Brüder zum Anführer erkoren. Der Häuptling war einer Anzahl vertrauter Berater umgeben. Dabei handelte sich meist um Verwandte wie Onkel und um einflussreiche Headmen oder um persönliche Freunde. Grad der Demokratie hing von der Stärke des Häuptlings Je mächtiger und einflussreicher ein Häuptling war weniger Einfluss hatte das Volk. Obwohl der über große Macht verfügte stand er nicht dem Gesetz. Er konnte sowohl vom Rat auch von seinem Volk kritisiert werden. Bei durfte von ihm eine Wiedergutmachung gefordert werden. Folge seiner Vergehen wurde er oft auch Angehörigen seines Volkes verlassen. Im Extremfall löste einen Bürgerkrieg aus.

Ethnische Unterteilung

Die Bantu unterteilen sich in vier Gruppen: Nguni Sotho Venda und Shangana-Tsonga wobei die Nguni die grösste Gruppe Diese unterteilen sich wie folgt:

  • Nguni
  • Shangana-Tsonga
  • Sotho
  • Venda

  • Lemba (ursprünglich keine Bantu)

Interessant sind die Gemeinsamkeiten der beiden Blöcke der Nguni und der Sotho. Bei handelt es sich um patrilineare Gesellschaften bei denen die Häuptlingstümer die Einheiten bildeten. Ähnlich war auch der Nahrungserwerb Anbau Hirtentum und Jagd. Die wichtigsten Differenzen die stark abweichenden Sprachen obwohl beide Dialekte Bantu-Sprachfamilie angehören und die unterschiedlichen Siedlungs- und Bei den Nguni war das Siedlungsmuster geprägt weit verstreute Dörfer wohingegen bei den Sotho Städte vorherrschten. Des Weiteren waren die Nguni exogam organisiert. Im Gegensatz dazu bevorzugten die Ehen unter Cousinen und Cousins.

Gemäss kephalometrischen Untersuchungen also Schädelmessungen sind Xhosa und die Mpondo am engsten mit Khoi-Khoi verwandt wohingegen die Pedi und Swazi stärksten von den Khoi-Khoi abweichen.

Kultur

Die Bantu waren nicht territorialbezogen wie Europäer sondern vielmehr gruppenbezogen. Gemäss ihrer Ansicht man Land nicht besitzen sondern nur nutzen. genügend Land für alle vorhanden war hatten tatsächlich nur sehr vage Vorstellungen von Grenzen. gestalteten sich vielmehr natürlich in Form von oder Bergen die jedoch keineswegs fix waren.

Nahrungserwerb

Der Nahrungserwerb der Bantu beschränkte sich der Hauptsache auf Hirtentum Ackerbau und Jagd wobei meist die Frauen für den und die Männer für das Hirtentum und Jagd verantwortlich zeichneten. Das Fischen war erstaunlicherweise bei den Tsonga und zum Teil bei Mpondo von keinerlei Bedeutung. Die Hauptnahrungsmittel waren Mais Fleisch Gemüse Kuh- und Geissenmilch Wasser und Kornbier allerdings verglichen mit dem europäischen Bier nur wenig Alkohol enthielt. Beim Verzehr von Fleisch die Bantu eine ganze Reihe von Tabus . So durfte beispielsweise kein Fleisch von Affen Krokodilen und Schlangen gegessen werden. Ebenfalls war das Fleisch einiger Vögel wie der Krähen und Geier. Je nach Ethnie mussten Tabus beachtet werden.

Allen Bantu-Ethnien gemein war auch eine Trennung zwischen den Aufgaben der Frauen und der Männer. Unterschiedlich war jedoch die Art Trennung.

Haustypen

Die Bantu wohnten in zwei verschiedenen von Hütten. Zum einen kannten die Nguni so genannte Beehive Hut wobei es sich ein kreisartig aufgebautes Grundgerüst aus langen Schösslingen mit Gras bedeckt wurde handelt. Die Hütten Sotho Venda und Shangana-Tsonga sind unter dem Begriff Cone-and-Cylinder-Hut bekannt. Dabei wurde aus vertikalen eine zylindrische Wand geformt die mit Schlamm Kuhdung abgedichtet wurde. Das Dach wurde aus Schösslingen gebaut. Der Boden bestand bei beiden aus festgestampfter Erde.

Glaube

In den Glaubensvorstellungen der Bantu nimmt Magie -Begriff eine zentrale Rolle ein also der an übernatürliche Wesen die man positiv zu versuchte. Diese übernatürlichen Wesen konnten - gemäss Überzeugung - das Leben zum Guten wie zum Schlechten hin beeinflussen. Sie sahen in übernatürlichen Wesen oft eine Manifestation der Seelen verstorbener Vorfahren. Mit einer Vielzahl von Zeremonien Riten und Tabus versuchten die Bantu den Willen der Geister zu erhalten. Nebst dem Glauben an Wesen herrschte aber auch der Glaube an höchstes Wesen vor. Des Weiteren kannten die die Trennung von Körper und Geist. Die Seele trennte sich beim Tod vom sterblichen - so der Glaube der Bantu.

Siehe auch

Bantusprache Bantuide

Literatur

  • Schapera I (Ed.): The Bantu-Speaking Tribes of South Africa. 1959: Routlege & Kegan Paul London.

 Geschichte zu knapp  



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