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Beamter


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Ein Beamter ist ein vom Staat oder einem sonstigen Träger der öffentlichen beschäftigter Mitarbeiter der einen (vom Angestellten oder Arbeiter ) abweichenden Status trägt. Dieser Beamtenstatus - auch als öffentlich-rechtliches Dienst- und bezeichnet - ist in verschiedenen Ländern und Bund unterschiedlich geregelt. Das Dienstverhältnis wird durch (Urkunde) begründet nicht wie bei Angestellten oder durch Vertrag.

Das Beamtenrecht soll sicherstellen dass die von Bund Ländern und Gemeinden funktionsfähig bleiben beispielsweise nicht durch Streiks "lahmgelegt" werden können. der Beamten ist die unparteiische Wahrnehmung hoheitlicher die zum Wohl der Allgemeinheit ausgeübt werden

Inhaltsverzeichnis

Rechte und Pflichten der Beamten in

Die deutschen Beamten haben eine besondere dem Dienstherrn gegenüber und daraus eine Beschränkung Bürger- und Arbeitnehmerrechte (z.B. kein Streikrecht keine Sogar das grundgesetzliche Recht auf freie Meinungsäußerung für Beamte eingeschränkt. Ferner bestehen Verhaltenpflichten auch des Dienstes um das Ansehen des Beamtentums zu gefährden. Dafür ist der Dienstherr seinen gegenüber zu besonderer Fürsorge verpflichtet; ihre Besoldung muss dem Amt angemessen sein. Dies in der Praxis jedoch eine untergeordnete Rolle das Gehalt vom Gesetzgeber festgelegt wird und auch pauschal gekürzt werden kann. Problematisch ist Höhe der Besoldung insbesondere für Beamte unterer die eine Familie zu versorgen haben. Nach Rechtsprechung des Bundesverfassungsgericht ist sogar eine Bezahlung lediglich 15 % über den Leistungen für liegt noch als angemessen zu beurteilen.

Ausbildung Laufbahnprinzip und Dienstverhältnisse der Beamten

Deutsche Beamte werden nach Vorbereitungsdienst (Beamte Widerruf) und bestandener Laufbahnprüfung sowie Absolvierung einer und Wartezeit auf Lebenszeit ernannt wenn sie das 27. Lebensjahr vollendet haben. Ein Beamter nicht kündigen er muss seine Entlassung beantragen.

Daneben gibt es aber auch Beamte Zeit zum Beispiel bei befristeten Tätigkeiten an ("Zeitbeamte"). Auch politische Beamte wie Bürgermeister Staatssekretäre Minister sind nicht auf Lebenszeit beschäftigt.

Es gibt in Deutschland verschiedene Laufbahnen:

  1. Einfacher Dienst
  2. Mittlerer Dienst (i.d.R. wird ein Realschul- oder Abschluss gefordert)
  3. Gehobener Dienst (i.d.R. ist ein Fachhochschulstudium Voraussetzung)
  4. Höherer Dienst (i.d.R. ist ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium

Die Ausbildung für den einfachen und Dienst findet i.d.R. an Studieninstituten und ähnlichen Einrichtungen statt. Im gehobenen Dienst ist eine an einer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung der Parallel findet die praktische Ausbildung in der Einstellungsbehörde statt. Für den höheren Dienst werden der öffentlichen Hochschulen eingestellt.

Das deutsche Beamtentum im Wandel

Der Beamtenstatus ist aufgrund der ständig Bezahlung sowie zahlreicher weiterer Einschnitte (teils bis 42 Wochenstunden verlängerte Dienstzeiten Pensionsabbau Personalabbau bei Zunahme der Aufgaben) unter Druck geraten. Insbesondere relativ schlecht bezahlten Laufbahnen des einfachen und Dienstes werden durch die nachfolgenden Laufbahnen ersetzt. werden beispielsweise bei der Polizei des Landes die Beamten des mittleren Dienstes nach Durchlaufen mittleren Laufbahn in den gehobenen Dienst übergeleitet. hinaus sind dort aber auch Beamte des Dienstes eingesetzt die über eine entsprechende Laufbahnausbildung und Examina verfügen. Weiterhin steht diesen Beamten Juristen mit dem II. Juristischen Staatsexamen die des höheren Dienstes offen. Die Kommunen insbesondere Osten Deutschlands beschäftigen immer weniger Beamte. Ob Einstellung von Angestellten anstelle von Beamten finanziell ist ist umstritten. Studien sind in dieser zu widersprüchlichen Ergebnissen gekommen. Zum einen muss Dienstherr für seine Beamten keine Sozialversicherungsbeiträge abführen lediglich die als kostensparend geltende Beihilfe im finanzieren zum anderen sind stetig steigende Pensionslasten verzeichnen für welche bisher nach überwiegender Meinung ausreichend hohen Rückstellungen geleistet werden.

Keine Beamten: Richter und Soldaten

Obwohl es - in Bezug auf rechtlichen Verhältnisse - gewisse Ähnlichkeiten gibt sind Richter und Soldaten keine Beamten. Ihr Status unterliegt jeweils Bestimmungen.

Geschichte des Beamtentums

Die Ursprünge des Beamtentums liegen im Ägypten . Auch in den orientalischen Staaten der und im Römischen Reich gab es bereits Beamte. Im Gegenzug ihre unbedingte Treue übernahm ihr Dienstherr die sie lebenslang angemessen zu unterhalten. Ein wesentliches auch des modernen Beamtentums wurde damit bereits 3. Jahrtausend v. Chr. entwickelt. Als ein prägendes Merkmal ist die hierarchische Ordnung des zu nennen die sich bis heute erhalten Die frühen Beamten waren zudem einem absoluten verpflichtet. Nur in Griechenland war bereits die heute verbreitete Verpflichtung Beamten auf Staat und Gesetz bekannt.

Vorläufer der heutigen Beamten waren die im Europa des ausgehenden Mittelalters. Friedrich II. verfügte 1231 eine Neuordnung des Beamtentums. wurde erstmals ein Staat auf eine rein Verwaltung gestützt deren Beamte bei guter Besoldung umfassenden Kontrolle und besonderen Gehorsamspflichten unterworfen waren.

Erst seit dem Beginn des 19. ist das europäische Beamtentum dem Staat und Gesetz verpflichtet. Wesentlich für die Entstehung des Beamtentums waren die Auswirkungen der Französischen Revolution .

Anfang des 20. Jahrhunderts und auch der Weimarer Republik hatte das deutsche Beamtentum überwiegend eine konservative Grundhaltung. Im Dritten Reich wirkte die Staatstreue der meisten Beamten da auch Menschenrechtsverletzungen und andere verbrecherische Maßnahmen einer Vielzahl an sog. Schreibtischtätern mit getragen zumindest geduldet wurden. Prof. Robert D' Harcourt diese Vorgänge im Auftrage der Alliierten untersuchte dazu fest: "Das deutsche Beamtentum arbeitet mit Effizienz allerdings im Unrecht genauso wie im Es hat nichts anderes gelernt als sich einem Räderwerk gleich zu drehen."

Nach 1945 war das Beamtentum unter alliierter Kontrolle abgeschafft. Ein großer Teil der zunächst entlassenen die bereits während der Zeit des Nationalsozialismus Dienst taten wurde - wie in anderen Berufszweigen - wieder eingestellt da man den Personalbedarf nicht decken konnte.

Das Berufsbeamtentum wurde in der Bundesrepublik Gesetz im Juli 1950 wieder eingeführt.

In der DDR wurde das Beamtentum nicht eingeführt. Auch den heutigen neuen Bundesländern ist der Anteil Beamten weitaus geringer als im Bereich der Bundesrepublik.

Siehe auch: Nichtakademische Titel Beamtenbeleidigung

Kredite für Beamte und Beamtendarlehen



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